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Hound - I Know My Enemies

Review von Andre Friebel vom 29.03.2021 (891 mal gelesen)
Hound - I Know My Enemies Die deutsche Hard Rock-Kapelle HOUND lässt heute ihr neues Werk "I Know My Enemies" auf die Menschheit los. Bis jetzt war mir die Band alles andere als ein Begriff, zudem sie sich erst 2014 formierte. Die Gründung basierte wohl darauf, den Hard Rock der alten Zeiten wieder aufleben zu lassen und dem Ganzen einem moderneren Touch zu geben - was HOUND definitiv gelungen ist.

Zwar existiert die Gruppierung noch nicht so lange, immerhin haben sie zwei EPs aus dem Boden gestampft und 2018 ihr Debütalbum "Settle Your Scores" produziert. Mit diesem Longplayer kam die Zusammenarbeit mit Metalville Records. Abgesehen davon sollen die Konzerte der Hard Rocker schon in der Vergangenheit für guten positiven Gesprächsstoff gesorgt haben. So zumindest belegen es Berichte, auf die ich gestoßen bin.

"I Know My Enemies" wird angekündigt als das bislang vielseitigste Werk von HOUND: quasi wieder eine "echte Perle des Vintage Rock". Aber sehen beziehungsweise hören wir mal ... Ich hatte mir den Silberling einmal komplett durchgehört und tat mich erst mal ein wenig schwer. Angekündigte Einflüsse funkiger, bluesiger, punkiger und psychedelischer Natur sind nicht von der Hand zu weisen. Im Gegenteil! Beim erneuten "anwerfen" des neuen Werkes wurde die "Sache" aber schnell interessant.

Der gut sechsminütige Opener 'Sleep In Thunder' startet mit einer kurzen Sprachpassage, womit der Song auch endet. Aber dazwischen bekommt man gut was geboten. Nach dem anfänglichen - nennen wir es mal: Intro, geht es schnell zur Sache mit fetten E-Gitarren-Riffs und den einsetzenden Vocals. Man muss dem Sänger sehr loben, denn seine Stimmbänder treffen nahezu alles perfekt und geben durch die verschiedenen Tonlagen schon mal einen guten Grobschliff. Die verschiedenen Background-Gesänge untermalen die Hauptvocals auf beste Art und Weise. Auch diese sind facettenreich und überraschen immer wieder. Mit der Spielweise der Instrumente, die wahrlich zusammen harmonieren, bekommen wir hier eine gute Spannbreite von sehr guter Musik geboten, die mit heftigen Rock-Elementen trumpft, aber auch sanfte Elemente auffährt, die arg träumerisch auf den Hörer einwirken.

Das beschriebene Zusammenspiel der verschiedenen Gesänge ist offensichtlich ein Grundstein des Albums. Auch ein musikalisches Gesamtgerüst der Band wird im Laufe von wenigen Liedern sehr klar und eindringend. Weiter gefällt mir, dass der Bass oft sehr gut gespielt und gut hörbar gezupft wird. Bei 'Fortune' beispielsweise gibt es einen längeren Teil mit eben dieser Bassarbeit. Lied drei ('All Of Us') legt ebenfalls schnell an Fahrt zu. Im Gesamten ist es eh ein sehr temporeicher Track, der allerdings nur mit knapp drei Minuten Laufzeit glänzt.

'Loyalty' geht da schon deutlich ruhiger an den Start, aber überzeugt ebenfalls. Song sechs ('I Smell Blood') sticht für mich auf dem Album besonders hervor. Es ist gerade hier die Art des Gesangs, die oft schon flehend ist, aber sich somit mit einer guten Portion Gefühl den Weg zum Gehör sucht.

Zu "I Know My Enemies" könnte man vermutlich Seiten schreiben. Mich überzeugt der Longplayer fast gänzlich. Hinzu kommt, dass er unter anderem als limitiertes schickes Digipack erhältlich ist und die Band weiterhin in den Liedern eins bis sechs sowie elf durch Keyboardarbeit gekonnt untermalt wird. Was will man erst mal mehr?! Ein Kauf kann sicher nicht schaden bei HOUND. Letztendlich kann ja jeder selber in die Welt der Band eintauchen mit ihren erzählten rätselhaften, dunklen und zugleich hoffnungsvollen Geschichten.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Sleep In Thunder
02. Head Under Water
03. All Of Us
04. Fortune
05. Loyalty
06. I Smell Blood
07. Primetime
08. Without A Sound
09. Upside Down
10. The Abyss
11. The Downfall
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 48:47 Minuten
VÖ: 26.03.2021

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29.03.2021 I Know My Enemies(8.5/10) von Andre Friebel

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