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Stone Mammoth - Stone Mammoth

Review von Onkel Fellfresse vom 13.02.2021 (1092 mal gelesen)
Stone Mammoth - Stone Mammoth Stell dir folgendes Szenario vor: Du sitzt hinter dem Lenkrad eines klassischen Muscle Cars. Eine halb gerauchte Zigarette hängt lässig in deinem Mundwinkel. Neben dir döst eine wahnsinnig hübsche Braut (für die Leserinnen ein knackiger Kerl) entspannt vor sich hin. Die acht Zylinder werden amtlich geflutet und brummen stilvoll ihre Sinfonie. Heißer Fahrtwind spielt dir lässig in den Haaren, während du den Wagen über flimmernden Asphalt dirigierst. Die Erdpechschlange zieht sich, flankiert von großen Kakteen und Sand, soweit das Auge blicken kann. Bis zum Horizont blickst du in ein Wüstenszenario, während im Rückspiegel die glühende Sonne dein Blickfeld schneidet. Lediglich ein paar Echsen und Klapperschlangen nehmen Kenntnis von dem vorbei rauschenden Störenfried. Du weißt, dass am Ende der Strecke ein Diner mit einem kühlen Bier, einem frisch gegrillten Burger und einer fetten Jukebox auf dich warten. Für diesen Trip liefern dir STONE MAMMOTH den erdig rockigen Soundtrack.

Die seit 2012 existierenden STONE MAMMOTH sind eine finnische Heavy Stoner Rock-Band deren erstes Album, das seit 2020 über die eigene Bandcamp Seite erhätlich ist, nun über Inverse Records die offizielle Veröffentlichung erfährt, leider vorerst nur digital. Die Aufnahmen fanden bereits im Jahr 2014, innerhalb von zwei Tagen, statt: ein Tag für den Soundcheck und der zweite für die Aufnahmen. Pate für diese Herangehensweise waren die berüchtigten Recordings des ersten BLACK SABBATH-Albums. Und die Briten waren nicht nur in dieser Hinsicht ein Einfluss auf den Sound der Finnen.

Ordentlich krachend legen die Herrschaften los. Das Einstiegsdoppel 'Mammoth Rising' und 'Lock 'N Load' drückt amtlich nach vorn. Die Riffs sitzen und die Rhythmustruppe treibt ordentlich an. Sänger Jesse Etelämäki hat ein passend kräftiges und vielseitiges Organ mit dem nötigen Rotz. Er liegt irgendwo in der Range Bobby Liebling, Wino und Scott Reagers, hat neben dem harten Rocker aber auch die leidende Stimme drauf. 'Greatest Lover' schwört dann schon mal auf die doomige Seite der Band ein. Nach dem ruhigen 'Planet Mammoth' - BLACK SABBATHs 'Planet Caravan' lässt grüßen - folgt dann mit 'Runaway' ein reinrassiger erstklassiger Doomer. Während 'Blind Eye Looking' mit psychedelischem Hauch winkt, wird mit 'Paralyzed Time' wieder ordentlich die Kelle ausgepackt und das Gaspedal durchgetreten. Bevor das Album mit dem mehrschichtigen Doomrocker 'Black & Green' beschlossen wird, darf auf 'Dying Hope' noch einmal mitgelitten werden.

Die Band legt ein abwechslungsreiches Album vor, auf dem die Einflüsse weder versteckt noch kopiert werden. Hier sollten nicht nur 70s-Anhänger oder Doomheads zuschlagen, denn dafür ist die Band zu breit aufgestellt. Die Produktion ist organisch und natürlich, die Gitarren klingen deftig und die Songs sind hervorragend ausgearbeitet, besonders die Soli sitzen perfekt. Ein Album, das nach einer Vinylveröffentlichung schreit! Als Anspieltipps werfe ich 'Lock 'N Load' und 'Runaway' in den Ring.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Mammoth Rising
02. Lock 'N Load
03. Greatest Lover
04. Planet Mammoth
05. Runaway
06. Blind Eye Looking
07. Paralyzed Time
08. Dying Hope
09. Black & Green
Band Website: www.facebook.com/StoneMammoth
Medium: Digital
Spieldauer: 38:08 Minuten
VÖ: 12.02.2021

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13.02.2021 Stone Mammoth(8.0/10) von Onkel Fellfresse

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