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Grendel's Syster - Myrtle Wreath / Myrtenkranz

Review von baarikärpänen vom 26.09.2020 (786 mal gelesen)
Grendel's Syster - Myrtle Wreath / Myrtenkranz Cruz Del Sur sind nicht nur die ehemalige Heimat einer absolut unantastbaren Band wie ATLANTEAN KODEX, sondern die Macher hinter dem Label beweisen immer wieder ein ganz feines Näschen, wenn es darum geht, außergewöhnliche neue Truppen zu finden. Aber dieses Mal haben sie sich fast schon übertroffen mit dem Signing von GRENDEL’S SŸSTER. Wenn es ein Newcomer (falls man das so nennen darf nach bereits einer Single und zwei EPs im Alleinvertrieb) verdient hat, endlich eine fähige Firma gefunden zu haben, dann sind es GRENDEL’S SŸSTER. Der Dreier aus Stuttgart schafft es nämlich ganz locker, epischen Metal, Folk, Classic Rock und sogar Renaissance/ Barock mit einer ganz eigenen Note zu versehen. Was nicht verwundert, da die Band selbst unter anderem IRON MAIDEN, WARLORD, ZUPFGEIGENHANSEL oder den norwegischen Barock-Gitarristen Rolf Lislevand als Inspirationsquellen benennt. Aus all dem eine stimmige Mischung zu kreieren, die zu begeistern weiß, das muss man ja auch erstmal schaffen. Was die musikalischen Vorgaben aber erst so richtig gelungen macht, ist die völlig eigenständige und faszinierende Stimme von Sängerin Caro. Auch wenn Caro stimmlich nicht mit Tori Amos zu vergleichen ist, verbindet beide, dass ihre Stimmen beeindrucken und man sie sofort erkennt.

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Den Trüffelsuchern und Über-den-Tellerrand-Guckern unter unseren Lesern ist der Name GRENDEL’S SŸSTER bestimmt schon länger ein Begriff. Für alle, die bis jetzt noch nichts von der Band gehört haben, veröffentlichen Cruz Del Sur jetzt noch einmal deren letzte EP "Myrtle Wreath / Myrtenkranz" von 2019. Wie der Name vielleicht schon vermuten lässt, finden sich 16 Songs auf der Scheibe, wobei die erste Hälfte aus den Songs mit englischen Lyrics besteht und die zweite Hälfte nochmals die ersten acht Stücke, dieses Mal mit deutschen Texten, auffährt. Einen eher epischen Ansatz wählen GRENDEL’S SŸSTER in 'Vishnu's Third Stride', variieren aber sehr gekonnt das Tempo, was mich an eine Mischung aus ATLANTEAN KODEX, MANILLA ROAD und CIRITH UNGOL erinnert. Fast übergangslos geht es weiter mit 'Little Wildling Bird', das mit seinem mittelalterlich-folkigen Aufbau zu begeistern weiß. Ach ja, nicht das ein falscher Eindruck entsteht, an Kapellen wie IN EXTREMO erinnert hier gar nichts. 'Entoptic Petroglyphs' mit seinem wieder epischen Anstrich macht seinem Namen alle Ehre, denn das Stück gräbt sich wie Petroglyphen tief ins Gedächtnis ein. In 'Winnowing The Chaff' verbinden GRENDEL’S SŸSTER tatsächlich ihre Inspirationen von IRON MAIDEN mit ihrer Vorliebe für Musik aus längst vergangenen Zeiten. Der Song selbst hat vor allem gegen Ende etwas Meditatives. Spannend. Das GRENDEL’S SŸSTER es nicht einfach so dahin sagen, wenn sie Renaissance und Barock als Einfluss benennen, beweist 'Count And Nun'. Handelt es sich doch um ein Cover eines Volksliedes mit dem Titel 'Ich stand auf hohem Berge', das zunächst aus den Niederlanden kommend, um das Jahr 1544 in Deutschland bekannt wurde. Gekonnt umgesetzt, kann ich da nur sagen. 'Indra's Jewelled Net' ist dann wieder ein Song, der Epik mit höfischer Musik kombiniert, vor allem in den Zwischenparts und doch nie die metallische Note vermissen lässt. Das abschließende 'Cairns' ist ein A capella-Song, der mit seinen mehrstimmigen Chören vor allem die tolle Stimme von Caro noch einmal in den Fokus stellt. Aber wie bereits erwähnt, ist der Spaß ja noch nicht zu Ende, denn sämtliche Stücke kommen noch mit deutschen Lyrics. Die hören sich, wie zum Beispiel bei 'Vishnu's Dritter Schritt', zunächst mal ungewöhnlich an, auf den ersten Hör sogar holprig (Intonation). Aber wenn man sich näher auf den Song einlässt, passen sie wie Faust auf Auge. Sängerin Caro hab' ich ja schon mehrmals lobend erwähnt, aber natürlich darf man auch Gitarrist/Songwriter Tobi nicht vergessen, der die Stücke mit seinem Spiel veredelt.

Nähere Infos zur Produktion von "Myrtle Wreath / Myrtenkranz" habe ich keine. Aber da die EP in Eigenregie veröffentlicht wurde, gehe ich davon aus, dass GRENDEL’S SŸSTER das selbst in die Hand genommen haben. Schlecht klingt das Ergebnis nicht, lässt aber noch Luft nach oben. Wird spannend werden, wie das Ganze in Zukunft mit einer richtig amtlichen Produktion klingt. Ach ja, bei diesem tollen, für Metal eher untypischen, Cover empfiehlt sich der Griff zum Vinyl, das im Gatefold und mit Download-Code erhältlich sein wird. Ich jedenfalls bin schwerst angefixt von diesem eher ungewöhnlichen Dreier aus Stuttgart, der dem Epic Metal eine ganz neue Note verleiht.



Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Agnicayana
02. Vishnu’s Third Stride
03. Little Wildling Bird
04. Entoptic Petroglyphs
05. Winnowing The Chaff
06. Count And Nun
07. Indra’s Jewelled Net
08. Cairns
09. Agnicayana
10. Vishnus Dritter Schritt
11. Wildvögelein
12. Entoptische Petroglyphen
13. Worfelschwung
14. Graf Und Nonne
15. Indras Juwelennetz
16. Steinmännlein
Band Website: grendelssyster.bandcamp.com
Medium: CD, LP
Spieldauer: 50:34 Minuten
VÖ: 25.09.2020

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