Livebericht WarKings (mit Visions Of Atlantis und Induction)

Ein Livebericht von des aus Wien (SIMM City) - 06.03.2026 (665 mal gelesen)
WARKINGS mit VISIONS OF ATLANTIS und INDUCTION - 06.03.2026 in der Simm City Wien

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imgleftDie WARKINGS mit VISIONS OF ATLANTIS stehen am Plakat und ganz klein dazugefitzelt findet man mit guten Augen noch INDUCTION. Es ist Anfang März, nicht mehr so kalt, aber doch kalt genug, um die Spätwintertemperaturen gegen eine warme Konzerthalle einzutauschen. Angesagt ist das Ganze für die Simm City, eine Mehrzweckhalle mit Turnsaalflair, aber dadurch, dass sie an diesem Abend gut gefüllt ist, kommt dennoch gute Stimmung auf. Eigentlich gehen wir wegen VISIONS OF ATLANTIS hin, eine der derzeit besten Livebands, und man wundert sich schon, warum sie nicht als Headliner gesetzt sind. Die WARKINGS sind sicher auch gut, aber VISIONS OF ATLANTIS würden wir doch als besser einstufen. Davor gibt es allerdings noch INDUCTION zu bewundern. Und die Band hinterlässt einen außerordentlich positiven Eindruck. Obwohl die Bühne bereits mit der abgedeckten Burg von VOA verstellt ist und wenig Platz ist, wuseln die Jungs fleißig auf und ab und knallen eine ordentliche Ladung Speed Metal in das Publikum. Dass das Ganze gut rüberkommt, dafür sorgen die Gene von Kai Hansen, dessen Filius bei INDUCTION die Saiten schrubbt.

imgrightDer Umbau zum Piratenschiff von VOA geht wie immer erstaunlich schnell von sich und wie wir es schon mehrmals gesehen haben, eröffnet Sängerin Clementine Delauney nur mit einem Spot beleuchtet mit 'To Those Who Choose To Fight' - ein Gänsehautmoment. Aber die Gänsehaut wird gleich mit ordentlichem Symphonic Metal hinweggeweht. Das Gesangsduo liefert nicht nur Geschmeidiges für die Ohren, sondern ist auch optisch Bombe und sehr gut eingespielt. Das Publikum wird zum Winken, Klatschen und Mitsingen animiert, aber man kann bei so großartigen Nummern wie 'Clock' eh nicht anders als mit Vollgas mit. Das ebenfallls großartige 'Legion Of The Seas' zündet noch eine Spur besser - aber die beiden "Pirates"-Alben sind ohnehin unglaublich. Auch die Setlist besteht nur aus Songs aus diesen beiden Alben; die einzige Ausnahme ist 'Heroes Of The Dawn' vom "Wanderers"-Album. Clementine Delauney lässt ihr knallrotes wallendes Kleid fliegen, während der Ober-Pirat Michele Guaitoli den Degen zückt und den einen oder anderen zum Ritter schlägt. Das nun schon eine Weile genutzte Bühnenbild ist stimmig und verzaubert die Bühne in ein Piratenschiff. Drummer Thomas Caser trommelt inmitten der mächtigen Schiffsaufbauten, während Gitarre/Bass zwischen Rumfässern und Reling ihre Riffs ins Publikum feuern. Sehr, sehr schön - ein Freudenfest für Augen und Ohren und auch die gute Stimmung innerhalb der Band ist spürbar und überträgt sich aufs Publikum.

imgleftNach recht ansehnlicher Spielzeit machen VISIONS OF ATLANTIS Platz für die WARKINGS, die in den nächsten eineinhalb Stunden beweisen können, dass sie zurecht den Headlinerposten besetzen. Das Piratenschiff ist überraschend flink abgebaut und verstaut und nur wenige Minuten später ertönt das Intro, das den dramatischen Auftritt der Krieger untermalt. Einzeln betreten sie die Bühne, erst Drummer Spartan, danach der Crusader und der Viking und zuletzt unter großem Jubel Sänger Tribune. Mit 'Gengis Khan' und 'Maximus' ballert die Band ordentlich los - und auch wenn die Masken die Gesichter verdecken, so entfalten sie doch eine ungeahnte Wirkung. Ab dem dritten Song ist Sängerin Morgana le Fay mit auf der Bühne, die mit ihrem gutturalen Gesang der Musik etwas mehr an Kanten verleiht. Als Bonus entern auch VISIONS OF ATLANTIS die Bühne und gemeinsam wird 'Pirates And Kings' performt. Auch die WARKINGS verbreiten Stimmung und gute Laune, und ja, es passt, dass sie den Headliner mimen. In der Mitte des Sets wird eine junge Dame mit einem Schlauchboot crowdsurfend zum Getränkestand geschickt (Tribune: "Keine Sorge, wir kommen dann nach der Show zahlen!"), was einigermaßen mit einigen Umwegen funktioniert. Die Zeit vergeht im Flug und der Spaßfaktor steigt, als 'Live Is Life' von OPUS angestimmt wird. Morgana le Fay wühlt im Kleiderschrank und ist mal im eleganten schwarzen Kleid und dann wieder ganz in Weiß auf der Bühne und natürlich ein Hingucker. Mit dem Dreier 'We Are The Fire', 'Sparta' und 'Gladiator' wird ein schweißtreibendes und würdiges Set abgeschlossen. Wir sind erschöpft und durchgeschwitzt - die Simm City entlässt eine große Schar zufriedener Metalfans in die kühle Nacht, während ein Teil der Besucher noch am Merchstand einen Zwischenstopp einlegt, um mit INDUCTION zu plaudern.

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Location Details
SIMM City in Wien (Austria)
Website:www.planet.tt
Adresse:Simmeringer Hauptstraße 96A
1110 Wien
Anfahrt:U3 Enkplatz

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