Livebericht Sabaton (mit The Legendary Orchestra )

Ein Livebericht von des aus Wien (Stadthalle) - 21.11.2025 (220 mal gelesen)
SABATON und THE LEGENDARY ORCHESTRA - 21.11.2025 in der Stadthalle Wien

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imgleftSABATON spielen seit Jahren an jeder Steckdose und haben sich kontinuierlich nach oben gearbeitet. Es kommt einem gar nicht so lange her vor, dass wir SABATON am frühen Nachmittag am Summer Breeze Festival gesehen haben - bai Tageslicht wirkte der Auftritt mit dem Brustpanzer unfreiwillig komisch, doch die Musik - mag man mögen oder nicht - war schon damals massenkompatibel und für Festivals perfekt geeignet. Jedenfalls blieben SABATON ihrer Linie treu, stampfende Songs in Verbindung mit der Kriegsthematik und der Welten Schlachten und jeder Menge Pathos. Und da sind wir nun: Stadthalle Wien, rappelvoll und über 10.000 Besucher.

Doch zuvor gibt es THE LEGENDARY ORCHESTRA, manche ätzen im Vorfeld: "So legendär, dass es niemand kennt." Dann sehen wir mal in die Besetzung: dirigiert und gesungen wird von Noa Gruman, die auch Sängerin bei SCARDUST ist. Die Hurdy Gurdy wird von Patty Gurdy gespielt, die von ALESTORM bekannt ist und Geigerin Mia Asano, die unglaubliche 1,2 Millionen Follower auf Instagram hat, komplettiert die Hauptakteure des Orchesters. Auch die Bühne ist schon bei der Vorgruppe mega: eine riesengroße Bühne, bei der ein monströses Buch von der Decke hängt. Schon beim Orchester ist die Halle voll, die Menge sieht wirklich imposant aus. In der nächsten guten Stunde feiert die Truppe SABATON-Hits wie 'Bismarck' mit unglaublicher Wucht und vollem orchestralen Bombast ab. Patty Gurdy und Mia Asano fetzen mit ihren Instrumenten über die Bühne und sorgen mit ihrem engagierten Auftreten schon jetzt für sehr gute Stimmung. Beeindruckend ist dabei auch, welcher riesige Aufwand betrieben wurde; ein Orchester findet man nicht an jeder Ecke und fährt nicht so ohne Weiteres im Bus mit. Aber es ist eine echte Überraschung, wie gut die orchestrale Umsetzung ist!

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Zeit für SABATON? Noch nicht ganz, denn bevor die Band ihren Auftritt beginnt, wird eine kleine Komödie auf der Zweitbühne in der Mitte des Auditoriums aufgeführt: Napoleon, Cäsar und Dschingis Khan streiten sich, wer wohl der bester Krieger sei. Die Geschichte ist ganz unterhaltsam, aber etwas zu lange. Und als das Trio verkündet: "Wir sind nicht hier, um Krieg zu führen, sondern ein Metal-Konzert zu feiern", betritt die Band unter großem Jubel in Ritteroutfits die Zweitbühne; es wird aus dem Nichts ein Steg heruntergelassen und die Band spaziert über den Steg zur Hauptbühne. Was für ein krasser Beginn!

imgrightMit 'Templars' und 'The Last Stand' und gleich einer ordentlichen Ladung Pyroeffekten starten SABATON in ihr Set, zumindest bei diesem Song noch in Ritterrüstung. Danach wird am Ende von 'The Last Stand' die Brücke zur kleineren Bühne wieder unter dem Hallendach verstaut - schnell und unauffällig. Aber die Pyroeffekte begleiten das komplette Set, was hier an Effekten aufgeboten wird, schlägt alles Gesehene. Bei 'I, Emperor' werden Kanonen abgefeuert - einzig Red Baron wird fast schon konventionell dargeboten. Dafür wird bei 'Stormtroopers' eine riesige TNT-Kiste abgefeuert, die in einem Feuerwerk explodiert, als Sänger Joakim Broden den Hebel nach unten drückt. Bei all dem Spektakel stellt sich die Frage, ob es nicht besser ist, das Konzert von ganz hinten anzusehen, weil sich erst auf der hinteren Tribüne die gesamte Pracht erfassen lässt. Zwischendurch kommt auch der Chor nochmals heraus - die Darbietung von 'Christmas Thruce' geht unter die Haut. Als ungemütlich wird der Einsatz der Gasmasken bei 'Attack Of The Dead Men' empfunden. Bei all dem Spektakel vergisst die Band auch nicht auf das Publikum, hält Kontakt und ist überhaupt bei bester Laune. Etwa 18 Songs umfasst die Setlist; abgeschlossen wird das Konzert mit 'Winged Hussars', 'To Hell And Back' und dem abschließenden 'Masters Of The World', bei dem sich ein Konfettiregen über das Publikum ergießt.

Ein bisschen schade ist es vielleicht, dass die Songs, die das Orchester spielt, von SABATON nicht mehr gespielt werden. Auf der anderen Seite macht es dann schon Sinn, zwei getrennte Setlists zu haben. Das Orchester ist eine grandiose Sache - wäre schön, wenn es auch davon eine CD oder DVD geben würde. Auch scheint es die nächste logische Konsequenz zu sein, dass SABATON mit dem Orchester spielen; das wäre jedenfalls eine spannende Weiterführung des Konzeptes. Aber man muss sagen, so wie es war, war es bahnbrechend, eine audiovisuelle Flut, mächtig!



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Location Details
Stadthalle in Wien (Austria)
Website:www.stadthalle.com
Adresse:Hallenkomplex Vogelweidplatz

A-1150 Wien
Vogelweidplatz 14
Anfahrt:Verkehrsanbindung
U6 "Burggasse-Stadthalle"/"Urban Loritz-Platz"
U3 "Schweglerstraße", Straßenbahn 6, 9, 18, 49, Bus 48A

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