Interview mit André von Setyøursails

Ein Interview von Farvynn vom 26.01.2022 (2339 mal gelesen)
Im Zuge der aktuellen Veröffentlichung "Nightfall" hatte ich die Ehre, mit Gitarrist und Songwriter André Alves ein kurzes Interview zu führen. Zwischen einem kurzen Schwung aus der Bandgeschichte und vergangenen Touren gibt es noch grad für Newcomer einige Tipps mit auf den Weg.

Gerade haben SETYØURSAILS ihr lang ersehntes, zweites Album "Nightfall" veröffentlicht und jüngst dazu flatterte mir das Angebot zum Interview rein. In jugendlichem Elan lass ich mich da nicht zweimal drum bitten und hab in Zusammenarbeit mit André Alves, Gitarrist und Songwriter der Band, ein kurzes Interview geführt. Neben dem ein oder anderen Schwung aus der Bandgeschichte und Zielen für die Zukunft wurde auch die Frage beantwortet, wer auf die Idee kam, die neue Platte als recyceltes Vinyl anzubieten und warum.

Hey Leute, schön dass ihr euch die Zeit nehmt für das Interview. Erzählt doch bitte erst einmal unseren Lesern, wer ihr seid und woher ihr kommt.

André: Hey, erst mal danke für euer Interesse an unserer Musik. Wir sind SETYØURSAILS aus Köln und unsere Melodic Post Hardcore-Band gibt es seit 2017. Wir haben am 21. Januar ein neues Album ("Nightfall") rausgebracht. imgleft

Wie habt ihr als Band überhaupt zusammengefunden? Ihr habt euch wahrscheinlich nicht kurzfristig auf der Straße getroffen und beschlossen, eine Band zu gründen.

André: Ja stimmt, so einfach war es leider nicht. Zuerst haben Jules und ich uns Ende 2016 über Facebook kennengelernt, da wir beide auf der Suche nach einer Band waren. Bei uns beiden hat es von Anfang an musikalisch perfekt gepasst. Wir zwei haben dann 2017 gemeinsam die Band gegründet. Pascal, unseren Drummer, haben wir dann einige Zeit später auch über Facebook gefunden. Dominic, unser Bassist, kam dann im August 2017 dazu, ihn haben wir über Freunde kennengelernt.

Mal weg von den üblichen Bands, die euch so beeinflusst haben - woher nehmt ihr als Band und als Individuen die Inspiration?

André: Ich denke, wir haben musikalisch sehr viele verschiedene Einflüsse dabei. Ich würde sagen, am meisten werden wir jedoch inspiriert durch KORN, PARAMORE, I PREVAIL, BEARTOOTH und BRING ME THE HORIZON.

Euer Debüt-Album "Enough" erschien ja bereits Ende 2018, was habt ihr neben Songwriting und der Tour noch getan?

André: Seit dem Album "Enough" haben wir als Band eine große Entwicklung durchgemacht. Im Rahmen des Songwritings und der Tour durften wir viele neue Menschen kennenlernen und Zusammenarbeiten aufbauen, wie zum Beispiel mit unserem Management. Ich denke, besonders diese Zeit hat uns viele neue Türen geöffnet. Auch konnten wir uns im Bereich des Songwritings in der Zeit deutlich verbessern und gemeinsam an unserem Sound arbeiten.

Und wenn wir schon bei der Zeit zwischen den Alben sind, ihr habt unter anderem auf dem Reload Festival 2019 gespielt. Wie habt ihr euch gefühlt, als relative Newcomer auf solch einer namhaften Bühne zu stehen?

André: Auf dem Reload Festival zu spielen war ein Traum für uns. Es war das erste Mal, dass wir als Band auf einer so großen Bühne mit so einem geilen Line-up spielen durften. Das gesamte Team dort hat uns toll empfangen und genauso behandelt wie die restlichen, teilweise sehr großen Bands. Auf dieser Stage zu spielen hat uns unfassbar Spaß gemacht. Wir denken sehr gerne an dieses Festival und die Zeit dort zurück. imgright

Jetzt ist aber endlich euer zweites Album "Nightfall" erhältlich. Für mich, nachdem ich mich mit der Review zu genanntem Album beschäftigen durfte, weisen die Texte einen sehr persönlichen Touch auf. Da stellt sich mir unweigerlich die Frage: Inwieweit hat euer bisheriges Leben Einfluss auf euer Songwriting genommen?

André: Definitiv hat unser bisheriges Leben Einfluss auf das Songwriting genommen. Die Texte unserer Songs hat Jules geschrieben. Sie sagt immer, Songtexte schreiben ist für sie wie Tagebuch führen. Sie verarbeitet ihre persönlichen Gefühle und Themen in den Texten. Ich kann sagen, dass die Texte sehr ehrlich sind. Ich denke, wenn man selbst schon mal mit Gefühlen wie Trauer, Depressionen oder Ähnlichem konfrontiert war, kann man sich in den Lyrics gut wiederfinden.

"Nightfall" ist glücklicherweise in allen Variationen zu kriegen. Welches Tonträgerformat nutzt ihr denn, vor allem privat, am liebsten? Das gute, alte Vinyl, die klassische CD oder ganz modern als Download?

André: Wir lieben das Konzept von Vinyl. Wir selbst und auch viele Freunde von uns bevorzugen dieses Format. Für uns ist es aber egal, für welches Format die Leute sich entscheiden. Hauptsache unsere Musik gelangt zu den Leuten und macht ihnen Spaß.

Aber um mal bei Vinyl zu bleiben. Eure aktuellste Platte wird aus recyceltem Material angeboten. Wer kam auf die Idee? Wieso kein Neumaterial? Der Umwelt zuliebe?

André: Diese Idee kam tatsächlich von unserem Label Napalm Records. Sie haben uns diesen Vorschlag gemacht und wir waren direkt dabei. Ich denke, wenn man solche großen Produktionen macht, sollte man immer einen Blick auf die Umwelt haben. Das war auch der Grund für den Vorschlag von Napalm.

Zurück zum Reload Festival. Es ist ja nun kein kleines Ding. Habt ihr noch weitere Ziele als Band, die ihr erreichen wollt?

André: Definitiv haben wir viele Ziele. So würden wir zum Beispiel gerne größere Touren spielen, zum Beispiel in den USA, England oder Südamerika. Wir wollen so viele Shows und Festivals wie möglich spielen. Natürlich sind wir auch schon dabei, neue Songs zu schreiben mit dem Ziel, ein drittes Album herauszubringen.

Wie schon weiter oben erwähnt klingt die neue Platte sehr persönlich. Welcher der neuen Songs hat euch persönlich am ehesten berührt?

André: Ich denke, jeder aus der Band hat da seinen eigenen Favoriten, der ihn am meisten berührt. Insbesondere Songs wie 'Secrets, 'Mirror' oder 'Fuck Off' lösen die meisten Emotionen sowohl bei uns als auch - dem Feedback nach zu urteilen - bei den Leuten, die unsere Musik hören, aus. imgleft

Zum Abschluss noch eine letzte Frage. Welche Tipps habt ihr gerade für Newcomer? Gibt es eurer Meinung nach Dos und Don'ts für das Songwriting?

André: Wir sind selbst noch am Lernen, aber ich kann den Tipp geben, dass man insbesondere in den Zeiten, in denen man viele Zweifel und Unsicherheiten hat, dranbleiben muss. Es ist wichtig, an sich selbst zu glauben und zu lernen mit Kritik zurechtzukommen. Auch sollte man keine Angst davor haben, sich musikalisch zu verändern.

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten