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Interview mit BAEST von Baest

Ein Interview von Rockmaster vom 10.04.2021 (1475 mal gelesen)
Die dänischen Death Metal-Jungspunde BAEST haben sich ein wenig Zeit für ein Mailer-Interview mit bleeding4metal.de genommen.

Stellt euch mal kurz vor. Wie seid ihr zusammengekommen und habt eine Band gegründet?

BAEST: Das fing alles 2015 in Aarhus, unserer Heimatstadt, an, nach einer Nacht mit ziemlich vielen Drinks. Svend und Lasse trafen sich in den frühen Morgenstunden, und nachdem sie die Bandshirts, die beide trugen, ausgiebig diskutiert hatten, kamen sie überein, eine klassische Death Metal-Band zu gründen.

War das von Anfang an klar, dass ihr in einer Death Metal-Band spielen wolltet? Was habt ihr für musikalische Einflüsse?

BAEST: Das war gar nicht so klar, aber nach unserer ersten Probe im Oktober 2015 war klar, dass wir weitermachen mussten. Zu Beginn waren wir sehr stark von BLOODBATH inspiriert, ebenso wie von anderen klassischen Acts wie BOLT THROWER, MORGOTH, MORBID ANGEL und so weiter und so fort.

"Necro Sapiens" ist euer dritter Longplayer. In Dänemark habt ihr euch mit den Vorgängeralben bereits einen Ruf erspielt. Wie schaut es mit der Karriere im Rest Europas und in der Welt aus?

BAEST: In Europa läuft es großartig. Wir buchen gerade unsere ersten Touren als Headliner und sehen, dass in Europa und im UK echt Bewegung reingekommen ist. Wir waren viel unterwegs, was uns sicher geholfen hat, eine Fanbase aufzubauen. Wir können es kaum abwarten, wieder auf Tour zu gehen und wieder in Deutschland zu spielen! Übrigens, Goldgrube in Kassel war letztes Mal total abgefahren, ebenso wie Turock in Essen. Es juckt uns in den Fingern, dort wieder zu spielen.

Wo seht ihr euch dann gerade? Lebt ihr von der Musik oder für die Musik?

BAEST: Für die Musik! Und, vorwiegend nach Mitternacht.

Zur Zeit hat Covid 19 die Welt im Griff, es gibt wenige bis gar keine Gelegenheiten zu touren. War es in dieser Zeit anders, die Musik für "Necro Sapiens" zu schreiben als bei "Danse Macabre" oder "Venenum", oder hattet ihr im Studio eine andere Einstellung?

BAEST: Unser Schreibprozess ist immer der gleiche. Er beginnt Montag morgens, wir treffen uns im Proberaum und riffen uns die Ärsche auf. Wenn uns danach ist, werfen wir neue, unverbrauchte Ideen in die Runde und beginnen, neue Songs zu schreiben. Das ist auch so ziemlich das, was wir im Moment treiben. ABER, wenn die Welt bereit ist, werden wir für die nächste Tour proben und so viel wie möglich von "Necro Sapiens" spielen.

"Necro Sapiens" erzählt die Geschichte einer Dystopie. Worum geht es da? Und gibt es Bezüge zum aktuellen Weltgeschehen?

BAEST: Die Geschichte ist von "1984" inspiriert, aber das Konzept war bereits fertig, kurz bevor das Virus ausgebrochen ist. Für uns gibt es also keine direkten Bezüge, aber, klar, es sieht verdammt noch eins so aus als ob.

Abschließend, was bedeutet das Album für euch persönlich, oder auch vom künstlerischen Standpunkt aus betrachtet?

BAEST: Für uns ist das das am meisten nach BAEST klingende Album, das wir je aufgenommen haben, und in dem Sinne wirklich eine Steigerung. Künstlerisch ist es ein Schritt in die richtige Richtung, denn wir spielen die Songs, die wir lieben und die uns Spaß machen, ohne uns irgendwelchen Regeln zu unterwerfen, wie sie klingen müssten.

Ihr habt vor einigen Jahren im dänischen Frühstücksfernsehen gespielt. Ich stelle mir da Rentnerpublikum vor, das mit versteinerten Mienen Höflichkeitsapplaus spendet. Was für eine Erfahrung war das?

BAEST: Wir haben das zweimal gemacht. Es hat echt Bock gemacht, denn es gibt nicht gerade viele Death Metal-Bands, die das bringen. UNDERGANG aus Kopenhagen haben das schon mal gemacht. Es ist eine einmalige Möglichkeit, auf einen Schlag ein größeres Publikum zu erreichen. Nicht alle Zuschauer im Ruhestand waren begeistert, aber die verärgerten Zuschriften an den Sender waren schon amüsant. Manchmal tut eine erfrischende Morgenroutine einfach gut. Ein Death Metal-Auftritt morgens um sieben hat garantiert den Aufwachprozess beschleunigt.

Was war bislang euer bester Gig?

BAEST: Wir lieben es überall zu spielen, und ein supergeiler kleiner Gig war in der Goldgrube in Kassel. Eine superkleine und echt hammerharte Location. Wir waren da mit ABORTED und ENTOMBED AD, und Simon und Sebastian haben 'Wolverine Blues' mit ENTOMBED AD zusammen gespielt.

Svend: Ich erinnere mich insbesondere an einen Typen mit einem abgetragenen CANCER-Shirt. Mann, das war ein echtes Stück Death Metal-Geschichte!

Freut ihr euch, wieder zu touren? Für April wurden Tourdates bekanntgegeben. Finden die statt oder müsst ihr sie verschieben? Die Impfungen kommen langsam voran und Lockdowns scheinen die einzige Antwort der Politik zu sein ...

BAEST: Die Tour wurde auf 2022 verschoben, und das war gut so. Damit wachsen die Chancen, dass es Gigs wie vor der Pandemie werden - was für alle Beteiligten gut wäre!

Vielen Dank für eure Zeit!

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