Der Dienstag ist für das Wacken Open Air der Hauptanreisetag, so ist es natürlich nicht verwunderlich, dass uns kurz nach Auffahrt auf die Autobahn die ersten Autos und Wohnmobile mit "W:O:A"-beklebten Heckscheiben ins Sichtfeld kommen. Natürlich ist es auch ebenso nicht verwunderlich, dass man mit Stau rechnen muss, was weniger mit dem Festival zu tun hat, sondern einfach mit der überfüllten Autobahn und bei Hannover und vor Hamburg ist sowieso immer Stau. Das alles trübt aber die Stimmung von meinem Kumpel Boddy und mir nicht. Wir haben Bock, ein paar schöne Tage mit viel guter Livemusik und bestem Wetter liegen vor uns. Noch ein kurzer Halt in Tornesch bei einem Schnellrestaurant und dem örtlichen Lidl, um die letzten Sachen zu besorgen, und dann geht es zum Check-In. Bandausgabe läuft alles glatt und schnell, Zeltaufbau ebenso, dann ist Angrillen angesagt. Ansonsten liegt für heute nicht viel an. Ein Gang über das Gelände und das noch geschlossene Infield, zeigt, dass hier noch die letzten Arbeiten verrichtet werden, damit morgen das Festival offiziell eröffnet werden kann. (ed)
Mittwoch, 29.07.2026
Der erste Morgen beginnt früh und komischerweise wird man nicht von "witzigen" Kinderliedern oder Schlager geweckt. Es ist tatsächlich erschreckend ruhig rundherum. Also duschen und Grill an, denn ab Mittag beginnen die ersten Konzerte. BROKEN BY THE SCREAM, die Boddy sich kurz angesehen hat:
Auf der Suche nach einem Wasserspender kommen wir an der Louder Stage vorbei. Dort spielen gerade BROKEN BY THE SCREAM, eine japanische Metal Girl-Group aus Tokio. Was aus der Ferne zunächst wie eine bunt gekleidete Girl-Band aussieht, entpuppt sich schnell als ziemlich abgefahrene Mischung aus Choreografie und eingängigen Melodien. Manga Metal vielleicht? Vor der Louder Stage ist es erstaunlich voll und die Damen werden ordentlich bejubelt. Die Outfits erinnern ein wenig an Bonbons, die Musik dagegen hat ordentlich Wucht. (bo)
Auf dem extra aufgebauten Fußballfeld findet ein Turnier statt. Es sind einige bekannte Gesichter dabei, unter anderem Richard Golz, Stefan Schnoor und, wegen ihm bin ich (als Arminia Bielefeld Fan) überhaupt hier, der weiße Brasilianer Ansgar Brinkmann. Als ich zum Ende des Spiels komme, liegt die Auswahl der prominenten Spieler deutlich zurück und wird von der jüngeren Mannschaft teilweise regelrecht vorgeführt. Einige der Herren wirken ziemlich außer Puste, aber am Platz herrscht beste Stimmung und alles wirkt sehr sympathisch. Kurz vor Schluss muss ich lachen. Richard Golz feuert seine Jungs an: "Kommt, Jungs, das können wir noch schaffen!" Zu diesem Zeitpunkt liegt seine Mannschaft haushoch zurück und die Uhr zeigt nur noch ungefähr eine Minute. Das Turnier scheint auf jeden Fall ziemlich witzig zu sein. (bo)
Für mich stehen um 13:15 Uhr VISISONS OF ATLANTIS auf der Louder Stage. Der erste Festivaltag steckt immer voller Magie und einer ganz besonderen Atmosphäre. Alle haben Bock und wenn ich alle sage, dann meine ich alle. Fans, Crew, Bands, Security und das Wetter mit dem strahlenden Sonnenschein trägt seinen Teil dazu bei. Das auf einem Festival alles straff durchorganisiert ist, ist kein Geheimnis, und so stehen VISIONS OF ATLANTIS pünktlich auf der Louder Stage und eröffnen ihr Set mit 'Clocks' und 'New Dawn'. Vielleicht täusche ich mich ja, aber ich habe immer das Gefühl, dass Power Metal oder symphonischer Metal auf Festivals immer besonders gut ankommt. Die Stimmung ist fantastisch. Das Hauptaugenmerk der Setlist liegt auf den beiden Pirates-Alben und zu 'Hellfire' gibt es dann eine (wenn auch kleine) Wall Of Death. Nach ungefähr einer Stunde schließen VISIONS OF ATLANTIS ihre erste Show des Tages mit 'Melancholy Angel' ab. "Erste Show", weil sie später am Abend noch ein Akustikset in der Dorfkirche spielen. (ed)
Mit etwas Verspätung werden dann um 15:45 Uhr die Tore zum Infield geöffnet. Es ist schon immer wieder beeindruckend, wie die Menschenmassen auf einen zulaufen, sich freuen, den Boden küssen und mit bester Laune zur Faster und Harder Stage laufen. Jetzt kann es dann also richtig losgehen, das Festival ist eröffnet. Den Anfang machen LOVEBITES, die nach 2018 mal wieder den Weg in den hohen Norden gefunden haben, während parallel THUNDERMOTHER die Louder Stage rocken. Die Schwedinnen haben ja mittlerweile so einige Hits in ihrer Vita und diese finden sich natürlich auch heute in der Setlist wieder. Mit dabei sind 'Bright Eyes', 'I Don't Know You', 'Whatever' und natürlich 'Driving With Style'. Für mich sollte das erste Highlight des Festivals aber schon gegen Abend die Louder Stage betreten. THE GATHERING haben sich mit ihrer einstigen Sängerin Anneke Van Giersbergen zusammengetan, um ihr Album "Mandylion" zu feiern, welches nun auch schon 30 Jahre auf dem Buckel hat. Ich kann mich noch gut an die damalige Tour erinnern, als ich die Holländer im Osnabrücker Hyde Park gesehen habe und das komplette Publikum sich in die junge Anneke schockverliebte. Auch heute noch hat die Frontfrau eine Aura, der man sich nicht entziehen kann. So ist es natürlich ein besonderes Vergnügen, vor allem die Songs von "Mandylion", das mit sechs Songs in der Setlist bedacht wird, zu hören, aber auch ein paar Tracks des "Nighttime Birds"-Album und der anderen Veröffentlichungen mit Anneke werden gespielt. Aber machen wir uns nichts vor, die meisten Menschen - inklusive mir - sind vor der rappelvollen Louder Stage wegen Songs wie 'Eléanor', 'In Motion', 'Leaves', 'Strange Machines' oder auch 'Nighttime Birds'. Und kann man es ihnen verdenken? Nein, auf keinen Fall, denn auch nach 30 Jahren haben die Songs nichts von ihrer Magie verloren und erzeugen auch heute noch eine dicke Gänsehaut. Knappe 70 Minuten dauert diese Zeitreise und dann holt mich das Hungergefühl zurück in die Gegenwart. Also treffen mit Boddy und grillen. Zurück auf dem Gelände zieht es Boddy vor die Headbangers Stage, wo KADAVAR aus Berlin ihren Retro Rock für die Menge spielen: (ed)
Es geht zu KADAVAR. Die Berliner kommen vollkommen unaufgeregt auf die Bühne und machen genau das, was sie am besten können. Für jemanden wie mich, der als Kind mit CREAM im Auto groß geworden ist, ist dieser Sound einfach großartig. KADAVAR führen konsequent fort, was LED ZEPPELIN und BLACK SABBATH begonnen haben. Es wirkt, als sei die Zeit stehen geblieben - auch bei den Outfits. Man könnte fast meinen, Ginger Baker säße am Schlagzeug. Was ich besonders mag: Ich höre keinen deutschen Akzent. Man würde kaum glauben, dass die Jungs aus Berlin kommen. Ich hätte nicht gedacht, dass dieser alte Sound so hart und druckvoll rüberkommen kann. Vor der Bühne steht ein gemischtes Publikum, aber alle nicken im Takt mit. Die Band gibt von Anfang an Vollgas und auf dem Weg um die Bühne herum sieht man überall zufriedene Gesichter. Schweren Herzens ziehe ich weiter, weil ich unbedingt THE TROOPS OF DOOM sehen möchte. Mein Zeltnachbar hat mir die Band ausdrücklich empfohlen. Sie steht zwar ohnehin auf meiner Liste, aber ich frage mich zunächst, wie er ausgerechnet bei diesem riesigen Festival auf die Idee kommt, mir diese Band ans Herz zu legen. Liegt es vielleicht am Alter? Egal, es ist genau mein Ding. THE TROOPS OF DOOM klingen für mich wie SEPULTURA vor dem Album "Arise", ohne dass sich der Sound danach weiterentwickelt hätte. Die Band wird hier richtig hart gefeiert. Natürlich spielen sie auch 'The Troops Of Doom' und die Fans drehen im angeleiteten Circle Pit ordentlich auf. Ich feiere das ebenfalls. (bo)
Danach geht es schnell wieder zur Headbangers Stage, um den Schluss von KADAVAR zu sehen. Zwischen beiden Bands liegen musikalisch Welten, aber ich mag sie beide. Selten überzeugt mich eine Band so sehr, obwohl ich vorher gerade einmal einen Song von ihr kenne. KADAVAR liefern ein richtig cooles Konzert. (bo)
HÄMATOM bilden den Abschluss des heutigen Tages. Man kann ja musikalisch zu ihnen stehen, wie man möchte, aber eine Show machen können sie. Heute eröffnen sie den Westflügel ihrer Irrenanstalt. Das tun sie mit 'Gaga' und ihrer 'Kids' Coverversion im Original von MARTERIA. Natürlich haben sie auch ein paar Gäste auf der Bühne eingeladen. So ist SALTATIO MORTIS-Fontmann Alea der erste Gast, der bei 'Erzähl Es Meinem Mittelfinger' dabei ist. 'Wir Haben Dorf' haben HÄMATOM zusammen mit den TROGLAUER BUAM zusammengeschrieben, die aus dem Volks-Pop kommen und wohl das erste Mal auf einer so großen Bühne stehen. Aber sie schaffen es, die Stimmung auf den Siedepunkt zu bringen. Auch das folgende, an die 20er Jahre angelegte, Stück 'Tanz Auf Dem Vulkan', kommt sehr gut an. Also an Vielfältigkeit mangelt es bei einer HÄMATOM-Show jedenfalls nicht. Melancholisch wird es dann mit 'Lichterloh'. HÄMATOM stehen für etwas und machen dies auch mit ihrem Banner und dem Interlude, das zum Bühnenumbau läuft, ganz deutlich. Danach spielt die Band hinter Gittern und sie fügen 'I Want It All', 'Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah) und 'Bleib In Der Schule', das zusammen mit Alea und den TROGLAUER BUAM gespielt wird, ein. Nach einem Zugabenblock mit 'Gott Muss Ein Arschloch Sein' und 'Ein Auf Den Tod - Zwei Auf Das Leben' gibt es mit 'Es Regnet Bier' dann den letzten Song für heute Abend. Und Bier ist das Stichwort. Bei einem oder zwei Bier lassen Boddy und ich dann den Tag vor unserem Zelt noch Revue passieren und freuen uns auf die kommenden drei Festivaltage.(ed)
Donnerstag, 30.07.2026
An WÜSTENBERG komme ich in diesem Jahr nicht vorbei. Die Jungs sind Nachbarn auf unserem Zeltplatz und während des Abendessens höre ich sie am Vortag mehrfach ihren Song 'The King's Gambit' proben. Der bleibt bei mir hängen. Also mache ich mittags einen Abstecher zur Wackinger Stage. In der heißen Mittagssonne haben sich schon viele Fans vor der Bühne versammelt. WÜSTENBERG machen gute Stimmung und beweisen, dass man auf einem Festival auch am frühen Nachmittag schon ordentlich feiern kann. (bo)
Als ich zum Wasserauffüllen an der Louder Bühne vorbeigehe, fragt der ALIEN ANT FARM-Sänger gerade, ob sich noch jemand an die MTV Zeit und die Videos erinnere. Na klar erinnere ich mich. Ich gehöre schließlich zu der Generation MTV. Danach läuft das MTV Intro und es folgen mehrere Hits. Die Band lief damals mit ihren Videos teilweise in Heavy Rotation. Sie bedankt sich bei den Fans dafür, den Morgen mit ihr zu verbringen. Ich muss lachen. Es ist halb eins, aber beim Festival verschieben sich die Tageszeiten eben ein wenig nach hinten. Natürlich darf auch der größte Hit nicht fehlen. Das MICHAEL JACKSON Cover 'Smooth Criminal' wird ordentlich gefeiert. (bo)
Ich bin überrascht, wie viele Songs ich kenne. Aktiv angehört habe ich mir H-BLOCKX nie wirklich. Offenbar sind die meisten Stücke damals aber so häufig im Radio gelaufen, dass sie sich festgesetzt haben. 'Move' wird als der Song angekündigt, mit dem alles beginnt. Beim Springen und Mitrappen zeigt sich allerdings auch, dass nicht jeder Heavy Metal Fan zum Hip Hop Tänzer geboren ist. Wenn sich Menschen über 50 am Breakdance versuchen, erinnert mich das ein wenig an die Parodie von MARILYN MANSON in EMINEMs Video zu 'My Name Is'. Aber hier ist alles erlaubt und jeder feiert auf seine Art. Bei 'Little Girl' wird laut mitgesungen. Rund 15.000 Menschen stehen vor der Bühne und gehen begeistert mit. 'Risin’ High' wird mit dem Megafon angekündigt und zum Schluss gibt es 'Ring Of Fire'. Der Song wird nach meinem Eindruck am stärksten gefeiert. (bo)
Ich mache mich derweil auf den Weg Richtung LGH-Stage, da ich zu dem Glück gekommen bin, bei der intimen Show von HEAVEN SHALL BURN im Landgasthof dabei zu sein. Im Vorfeld konnten sich Ticketinhaber und Pressevertreter in die Lostrommel werfen, um einen von circa 300 Plätzen vor der dortigen Bühne zu bekommen. Die Wege nach und in Wacken sind weit und da mir niemand einen kurzen und vernünftigen Weg ins Dorfinnere beschreiben kann, muss ich um das komplette Gelände herumlaufen und so bin ich knapp 45 Minuten unterwegs. Die Hauptstraße, an der der LGH liegt, ist wie immer prall gefüllt. Bier- und Essensstände in den Vorgärten, Einheimische, die den Wacken-Besuchern hilfreich zur Seite stehen und von überall schallt laute Musik aus irgendwelchen Boxen. Um 16 Uhr legen HEAVEN SHALL BURN, nach persönlicher Ankündigung von Holger Hübner, los und es dauert keine 10 Sekunden, da ist die Stimmung da, da ist die Energie da und der Schweiß läuft überall runter. Die Thüringer starten mit 'Counterweight', 'My Revocation Of Compliance' und 'Voice Of The Voiceless'. Crowdsurfer und Circle Pits bilden sich direkt von alleine. Nicht nur dem Publikum ist die Freude an dieser kleinen Clubshow anzumerken, auch die Band, die ja immer mal wieder so kleine Konzerte spielt, hat auch richtig Bock. So wird man immer wieder an die ersten Jahre vor dem großen Erfolg erinnert. Mit 'Godiva', 'Confounder' und 'Awoken/Endzeit' geht es weiter. Mittlerweile kleben sämtliche Shirts an sämtlichen Körpern, dass das Kondenswasser noch nicht von der Decke tropft, verwundert ein wenig. Mittlerweile habe ich völlig vergessen, dass da draußen ja ein großes Festival mit 85.000 Menschen stattfindet. HSB schaffen es tatsächlich, dass man alles vergisst, was außerhalb der Mauern des Landgasthofes passiert. Natürlich darf die EDGE OF SANITY-Coverversion von 'Black Tears' nicht fehlen, ebenso 'Übermacht', das einen festen Platz in der Setlist hat. HEAVEN SHALL BURN erzählen, dass sie auf der kleinen Zeltbühne in Wacken angefangen haben, sich bis zum Headliner hochgearbeitet haben, und nun wieder auf der kleinen Bühne stehen. 'A Whisper From Above', 'Thoughts And Prayers' und 'Corium' lassen die Show auf die Zielgerade einbiegen und mit 'Tirpitz' findet sie dann einen Abschluss. Knappe 70 Minuten Vollgas gab es bei dieser besonderen Show und alle, wirklich alle sind glücklich. Ich schnappe mir noch ein Eventshirt dieser LGH-Show und mache mich dann auf den langen Weg zurück zum Infield. (ed)
Boddy berichtet davon, was er in der Zwischenzeit erlebt hat. SKYLINE spielen anschließend viele Cover. Jennifer Haben von BEYOND THE BLACK kommt für 'The Emptiness Machine' von LINKIN PARK auf die Bühne. Als dann auch Wacken Gründer Thomas Jensen mit Gitarre auftaucht und Alissa White-Gluz 'Heroes' von DAVID BOWIE singt, ist das ein sehr schöner Wacken-Moment. (bo)
ULI JON ROTH spielt das komplette SCORPIONS Album "Virgin Killer". An seiner selbst gebauten Gitarre hängt ein Traumfänger. Beim zweiten Song kommt Mille Petrozza von KREATOR dazu. Zum Abschluss folgt 'All Along The Watchtower'. (bo)
EVIL JARED und Krogi sind ebenfalls auf dem Gelände unterwegs. Den einen kennt man als Bassisten der BLOODHOUND GANG und Reality Star, den anderen unter anderem aus GAME TWO. Was beide zusammen beim Wacken machen, ist vorab nicht so ganz klar. Ich vermute eine Show, bei der Menschen auf die Bühne geholt werden und irgendein Quatsch passiert. Die Leute neben mir rätseln ebenfalls. Auf der Wasteland Stage stehen zunächst ein Papagei und ein Adler. Zumindest sehen sie so aus, denn es sind Menschen mit entsprechenden Masken. Ich überlege noch, ob sich dahinter vielleicht EVIL JARED und Krogi verbergen. Doch die Show hat so viel Verspätung, dass ich nichts mehr davon mitbekomme. Nach fünfzehn Minuten wird zum dritten Mal das Schlagzeug getestet, kurz darauf fordern die Fans ironisch eine Zugabe. Offenbar fragen sie sich, ob das Konzert vielleicht schon vorbei ist. Eine halbe Stunde nach dem geplanten Beginn ziehe ich weiter. (bo)
Mein Ausflug ins Wackeninnere hat mich, auch wenn es sich mehr als gelohnt hat, viel Zeit gekostet, und so verpasse ich leider FIRESPAWN, BLOOD RED THRONE und auch LIFE OF AGONY, die ich alle gerne gesehen hätte. Aber zu meinem absoluten Highlight SAVATAGE stehe ich wieder vor der Faster Stage. Letztes Jahr habe ich die Band schon in der Oberhausener Turbinenhalle gesehen, was einer Offenbarung gleich kam und da ist es natürlich eine Selbstverständlichkeit, sie mir heute in anderer Kulisse nochmal anzusehen. Und pünktlich um 20:30 Uhr starten nicht nur SAVATAGE, sondern auch der Regen. Was aber nicht weiter schlimm ist, denn doll regnet es nicht. Die Jungs aus Florida starten mit dem Intro von 'Morphine Child' und gehen direkt über in 'Dead Winter Dead' und 'Jesus Saves'. Ein energiegeladener Start. Zak Stevens ist perfekt bei Stimme, was man spätestens beim emotionalen und Gänsehautsong 'Handful Of Rain' hört. Mit 'Chance' kommt direkt der nächste Gänsehautmoment. Im Laufe des Songs werden dann vom Veranstalter Menschen mit verschiedenen Flaggen aller möglichen Nationalitäten ins Publikum geschickt. Auch wenn SAVATAGE ein Highlight schon früh am Abend gespielt haben, weiß ich, dass sie ihr Pulver noch längst nicht komplett verschossen haben. Und egal, ob 'Miles Away', 'Tonight He Grins Again', 'Sirens' oder 'Strange Wings' gespielt wird, SAVATAGE haben das Publikum voll in der Hand. Zak verliert zwar nie große Worte an die anwesenden Fans, aber das ist auch nicht weiter schlimm, denn die Musik zählt. Davon gibt es noch 'Taunting Cobras', 'The Wake Of Magellan' und dem unglaublichen 'Believe', bei dem Jon "The Mountain King" Oliva via Video stellenweise mitsingt, während goldrot die Sonne über Wacken untergeht. Sprach ich eben davon, dass SAVATAGE ihr Pulver noch lange nicht verschossen haben? Jetzt zum Ende der Show kommen noch 'Gutter Ballet', 'Edge Of Thorns', 'Power Of The Night' und natürlich zum Abschluss noch 'Hall Of The Mountain King' auf der Setlist, das aus zehntausenden Kehlen lauthals mitgesungen wird. Um die letzten 90 Minuten zusammenzufassen: es war fantastisch! (ed)
Doch der Abend ist noch nicht zu Ende, denn auf der Louder Stage spielen noch TURBONEGRO, die sich Boddy angeguckt hat und auf der W.E.T-Stage später noch SVENTEVITH auf der Bühne, die ich unbedingt sehen will. Doch erst mal berichtet Boddy von TURBONEGRO. Auf diesen Auftritt freue ich mich in diesem Jahr besonders. Natürlich weiß ich, dass Sänger Hank von Helvete inzwischen fast fünf Jahre tot ist. Was wird aus der Ass-Rocket? Der neue Sänger Tony Sylvester ist allerdings schon seit 2011 dabei und die Band bleibt sich optisch treu. Da ist der Farmer, da ist Happy Tom und Tony Sylvester trägt das Auge ähnlich geschminkt wie Hank. Zu Beginn habe ich noch Sorge, dass die alten Hits zu kurz kommen. Spätestens bei 'Get It On' werde ich eines Besseren belehrt. Auf dem Festivalgelände sehe ich seit Tagen gelegentlich Mitglieder der Turbojugend mit ihren bekannten Jeansjacken und Happy Tom Mützen. Das Wacken Motto "Party On" passt irgendwie perfekt zu TURBONEGRO. Bei 'City Of Satan' wird die TURBONEGRO-Fahne gehisst. Tony Sylvester spricht von "Scandinavian Leather" und "Scandinavian Weather", passend zum Regen, der während des Konzerts ordentlich herunterkommt. Die Band spielt eineinhalb Stunden auf der Louder Stage und gedenkt auch kurz Hank von Helvete. Spätestens bei 'All My Friends Are Dead' sind wirklich alle Zuschauer voll dabei. Besonders schön finde ich, dass es noch eine richtige Zugabe gibt. Die Band verschwindet komplett von der Bühne, kommt dann mit großem Spektakel und Sirene zurück und teilt die Fans in zwei Hälften. Die eine Seite singt "Oh, oh, oh", die andere 'I Got Erection'. Das macht richtig Spaß. Zum Schluss folgt 'Age Of Pamparius'. Einzig 'Sell Your Body' fehlt mir persönlich. Trotzdem ist es ein ziemlich cooles Konzert und ich bin sehr zufrieden.
SVENTEVITH ist das Projekt von Nergal von BEHEMOTH und der isländischen Band MISÞYRMING, die sich für dieses einmalige Projekt zusammengetan haben, um das gleichnamige Debütalbum von BEHEMOTH, das mittlerweile auch schon 30 Jahre alt ist, in voller Länge zu spielen. Natürlich ist das mit den heutigen BEHEMOTH musikalisch nicht mehr vergleichbar, aber wer auf rohen und schnörkellosen Black Metal steht, muss hier anwesend sein. SVENTEVITH starten mit 'Chant Ov The Eastern Land' und arbeiten sich Song für Song durch das Album durch. 30 Jahre nach der Erstveröffentlichung hat Nergal den Krächzgesang von damals dem von heutigen BEHEMOTH-Gesang den Songs angepasst, was der Atmosphäre der Songs aber keinen Abbruch tut. Und weil das Album nur eine Laufzeit von knapp über 45 Minuten Spielzeit hat, der Slot aber auf eine Stunde angesetzt ist, gibt es obendrauf noch 'Moonspell Rites' und 'Pure Evil And Hate' von der EP "And The Forests Dream Eternally". Der Auftritt dieses Projektes ist absolut stark und ich kann nur jedem empfehlen sich das anzugucken, sollte man die Möglichkeit haben, denn so wird man die Songs wohl nie wieder hören. (ed)
Nach TURBONEGRO ist Boddy auch noch zur W.E.T-Stage gekommen hat hat folgende Meinung zu SVENTEVITH. Ich würde mich durchaus als BEHEMOTH-Fan bezeichnen, habe mich mit dem ersten Album aber bislang nur wenig beschäftigt. Ich befürchte, dass es vielleicht zu monoton sein könnte. Doch ich werde eines Besseren belehrt. Nergal hat richtig Bock, das Album klingt richtig gut und ich werde es mir danach definitiv häufiger anhören. (bo)
Freitag, 31.07.2026
Für mich hat der Freitag an Bands etwas mehr zu bieten als der Donnerstag. BLOOD FIRE DEATH, IN FLAMES, RUNNING WILD, HATEBREED, GRAND MAGUS, PARADISE LOST, VREID, JUDAS PRIEST, SEPULTURA, EMPEROR, CREMATORY, MANTAR und noch einige mehr. Allerdings hat der Freitag auch eine der ärgerlichsten Überschneidung an Bands überhaupt. EMPEROR und RUNNING WILD werden nahezu parallel spielen, was mich dann doch etwas ärgert. Nach einem schnellen und leckeren Frühstück geht es dann auch schon mit VREID los. VREID ist eine Band, mit der ich mich schon immer mal beschäftigen wollte und wenn ich mir sie so live ansehe, dann bin ich in der Meinung weiterhin bestärkt. Doch ich ziehe weiter zur Headbangers Stage, denn dort spielen am frühen Mittag GRAND MAGUS und deren Metal mag ich sehr. Es ist mächtig voll vor der Bühne, was mich sehr für die Schweden freut. Sie starten mit 'I, The Jury' und legen 'Skybound' direkt an. Doch leider muss ich nach 'Steel Versus Steel' schon wieder gehen, denn auf der Faster Stage spielen gleich PARADISE LOST, die mich doch noch ein wenig mehr interessieren als GRAND MAGUS.
Zwar haben die Engländer ja leider den Ruf einer nicht besonders gute Liveband, doch letztendlich kann ich das so nicht bestätigen. Klar, es passiert nicht viel auf der Bühne, die fünf Jungs stehen beziehungsweise sitzen auf der Bühne und spielen ihr Set. Doch sind wir mal ehrlich, etwas anderes würde auch nicht passen. Die sollen nicht wild rumspringen. Das ist schon gut so, wie es ist. Und die Songs sind einfach großartig und vielseitig. Nimmt man den Opener 'Serpent On The Cross', dann das völlig andere 'One Second' und dann 'The Last Time' von der mächtigen "Draconian Times", dann hat man schon in den ersten drei Songs drei verschiedene Phasen der Band. Geht es noch besser? Ich denke nicht. Sänger Nick Holnmes ist gut bei Stimme und die Saitenfraktion macht ebenfalls einen super Job, auch wenn Greg Mackintosh rein körperlich alles andere als gesund aussieht. Doch das nur nebensächlich. Nach 'Faith Divided Us - Death Unite Us' und 'The Enemy' gehen die Engländer dann mit 'As I Die' zurück bis zum 92er-Album "Shades Of God", was für massig Anklang im Publikum sorgt. Holmes war nie ein Freund großer Worte zwischen den Songs und das ist er auch heute nicht, ist aber auch nicht wichtig. Die Songauswahl ist super, vor allem das BRONSKI BEAT-Cover von 'Small Town Boy' kommt extrem gut mit dem PARADISE LOST-Stempel. Zum Ende hin hätte ich zwar lieber 'True Belief' anstatt 'Embers Fire' von "Icon" gehört, aber ein Konzert ist nun mal kein Wunschkonzert. 'Ghosts' und 'Silence Like The Graves' schließen das starke Konzert dann ab. (ed)
Währenddessen treibt sich Boddy vor der Wackinger Stage rum, wo METAKLAPA ihr Set zum besten geben: METAKLAPA sehe ich zum zweiten Mal auf der Wackinger Stage. 2022 sah ich die Kroaten zunächst in der Wacken Kirche und dort gefielen sie mir richtig gut. Das erste Wacken nach Corona und dieser Auftritt passten damals perfekt. Auf der großen Wackinger Stage wirkt die Band für mich nicht ganz so intensiv, aber METAKLAPA bleiben etwas Besonderes. Die Kroaten verbinden ihren mehrstimmigen A Cappella Gesang mit Songs von IRON MAIDEN. Dazu kommen diesmal auch Stücke von MOTÖRHEAD, SYSTEM OF A DOWN und IN EXTREMO. Am besten funktioniert für mich aber eindeutig IRON MAIDEN. Der große Hit ist natürlich 'Fear Of The Dark'. Es ist emotional und etwas ungewöhnlich. (bo)
Nach dem Interview von Bear McCready zusammen mit Alissa White-Gluz über Kollaborationen im Metal und während DANKO JONES noch auf der Harder Stage rocken, gehe ich rüber zur Louder Stage, wo MANTAR ihre Songs ins Publikum rotzen. Ich mag dieses eigenwillige Duo und man könnte ja meinen, dass die beiden auf der großen Bühne etwas verloren wirken, doch weit gefehlt. Schon allein der massive Sludge Metal ist so Raum einnehmend, dass hier niemand verloren ist. Circle Pits, Crowdsurfer und ein ganz besonderer Fan-Moment ist in den 60 Minuten Spielzeit enthalten. Daneben natürlich so großartige Songs, wie 'Spit', 'Cross The Cross', 'Halsgericht', 'Hang 'Em Low (So The Rats Can Get 'Em)' und natürlich 'Era Borealis' am Ende. Dann schnell Abendessen, bevor der Konzert-Marathon beginnt, denn heute Abend spielen eine Menge guter Bands.
Den Anfang machen HATEBREED, die auf der Louder Stage für ordentlich Stimmung sorgen. Ich muss zugeben, dass ich die Band früher nicht wirklich mochte und auf Platte finde ich sie tatsächlich immer noch nicht überzeugend, aber live machen die Jungs aus Bridgeport ordentlich Spaß, was nicht zuletzt an Frontmann Jamey Jasta liegt, der es einfach versteht, die Masse vor der Bühne tanzen zu lassen. Klar, Songs wie 'Destroy Everything' und das dem vor kurzem verstorbenem Lou Koller (SICK OF IT ALL) gewidmete 'Live For This' tragen ihren Teil dazu bei. Und während ich mich auf den Weg zur Faster Stage zu IN FLAMES mache, steht Boddy vor der Headbangers Stage, um sich die vorhin schon genannte Kollaboration zwischen Bear McCready und Alissa White-Gluz anzusehen. Bear McCreary veröffentlicht mit "The Singularity" ein Album, an dem unter anderem Slash, Serj Tankian von SYSTEM OF A DOWN, Corey Taylor von SLIPKNOT und Scott Ian von ANTHRAX mitgewirkt haben. Bekannt wird er vor allem durch seine Musik zu "Battlestar Galactica" und später durch Arbeiten wie dem Thema zu dem videospiel "God Of War". Bei der Pressekonferenz sprechen BEAR MCCREARY und Alissa White-Gluz über die offizielle Festivalhymne 'Our Kingdom'. McCreary erklärt, dass man beim Wacken durchaus vom Wacken Königreich sprechen könne. Außerdem wird Alissa White-Gluz in "Wacken Manier" zu ihrem Geburtstag gratuliert. Beim Konzert erklingt unter anderem die Musik zu "God Of War". (bo)
IN FLAMES starten dann um 19:45 Uhr mit ihrem Song 'Colony' vom absolut starken und vierten Album "Colony". Da kommen ja direkt Hoffnungen auf ein leckeres Old School-Set auf, doch gleich mit dem folgenden 'Deliver Us' werden diese Hoffnungen wieder zerstört. Wäre ja auch zu schön, aber auch irgendwie utopisch gewesen. Aber trotzdem liefern IN FLAMES eine starke Show und Frontmann Anders mit einem CONVERGE-Shirt ist schon mal sehr gut. Nach über 35 Jahren Bandgeschichte hat jede Band ihre Signaturesongs und so natürlich auch IN FLAMES, auch wenn diese erst bei den späteren Alben kamen. 'The Quiet Place' ist einer dieser Songs, so auch 'Cloud Connected' und 'Trigger', die natürlich auch gespielt werden. Dazwischen haben sie mit 'Artifacts Of The Black Rain' vom "Jester Race"-Album einen Song gepackt, den sie tatsächlich nicht sehr häufig spielen. Es ist proppevoll vor der Bühne, vielleicht hätten sie auch besser auf der Harder Stage spielen sollen, aber gut, nur ein Gedanke. Das ruhige 'The Chosen Pessimist' singt Anders Fridén übrigens ganz entspannt im Schneidersitz auf der Bühne. Nach 'Only For The Weak' muss ich sagen, dass ich komplett raus bin. Die neueren Songs von den letzten Alben sind mir tatsächlich nicht so geläufig, was aber auch für mich nicht weiter schlimm ist, denn ich muss mich eh weiter Richtung Louder Stage bewegen, denn dort spielt nun ein weiteres Highlight für mich. BLOOD FIRE DEATH - A Tribute To Quorthon And Bathory und da bin ich sehr gespannt, was mich erwartet. (ed)
Ich bin wirklich großer BATHORY-Fan, allerdings muss ich sagen, dass mir da auch die epische Viking Metal-Phase am besten gefällt. Als ich gehört habe, dass dieses Projekt von Eric Danielsson (WATAIN) ins Leben gerufen wurde, habe ich mir schon gedacht, dass es hier bestimmt hauptsächlich, um die Black Metal Zeit von BATHORY gehen wird. Dennoch freue ich mich riesig auf den Gig. Das Grundgerüst der Band besteht aus Erik Danielsson (WATAIN) Vocals, Ivar Bjørnson (ENSLAVED) an der Gitarre, Apollyon (AURA NOIR) Bass und Vocals, Blasphemer (VLTIMAS, ex-MAYHEM) Gitarre und Faust (DJEVEL, ex-EMPEROR) am Schlagzeug. Denn Anfang mit 'A Fine To Day' macht sogar Ihsahn am Gesang, aber klar, er steht hier ja später mit EMPEROR noch auf der Bühne. Etwas weiter hinten auf der Bühne steht ein Chor aus drei Personen und einer davon ist Grutle Kjellson von ENSLAVED. Jetzt ist aber erst mal 'Enter The Eternal Fire' mit Eric Danielsson am Mikro dran, zu dem es natürlich jede Menge Feuer auf der Bühne gibt. Dann verschwindet er auch schon wieder und ENSLAVED-Sänger Grutle steht nun im Vordergrund und singt in voller Inbrunst 'Call From The Grave'. Dann erfolgt schon wieder ein Sängerwechsel zu 'Born For Burning'. Ich muss zugeben, dass ich tatsächlich nicht erkennen kann, wer da jetzt am Mikro ist, aber ich glaube, dass es Atilla von MAYHEM ist. Passen würde es. Dann bekomme ich doch noch mein Moment, denn mein absoluter favorite wird gespielt. 'Under The Runes' vom großartigen "Twilight Of The Gods"-Album wird gesungen vom Bassisten Apolloyon und ich bekomme eine meterdicke Gänsehaut. Besser kann der Tag nicht mehr werden, ob wohl ja noch ein paar gute Bands spielen. Als besondere Überraschung kommt dann im Verlauf der Show noch der Original-Bassist von BATHORY Fredrik Melander auf die Bühne , um ein paar Songs mit zu spielen, dabei ist auch 'The Return Of Darkness And Evil' und 'Sacrifice'. Danielsson hat mittlerweile komplett den Gesang übernommen und nach 'Woman Of Dark Desires' darf natürlich der namensgebende Song der Band nicht fehlen, 'Blood Fire Death' ist dann der krönende Abschluss eines grandiosen Konzertes. (ed)
Schnell mache ich mich auf den Weg zur Geburtstagsfeier von CREMATORY auf der W.E.T-Stage, die dort ihr 35 Jähriges feiern. Der größte Teil der Feier dürfte schon vorbei sein und ich höre gerade noch 'The Future Is A Lonely Place' und 'Blind'. Dann muss ich mich auch schon wieder von der Feier verabschieden, und gucke bei JUDAS PRIEST mal rein, die gerade die Harder Stage bespielen. Doch auch die englischen Gods of Metal genießen heute nicht mein Priorität. Mein Priorität jetzt haben EMPEROR auf der Louder Stage. PRIEST habe ich schon ein paar mal live gesehen, EMPEROR hingegen noch gar nicht. Und die spielen heute nicht nur eine "Best Of"-Show, sondern auch noch die komplette "Emperor"-EP mit dem Original Line-Up, also mit Faust und Mortiis. Den Anfang macht 'Into The Infinity Of Thoughts' und 'In The Wordless Chamber', dann folgt das mächtige 'With Strength I Burn' und dann bricht es mir das Herz, dass ich die Louder Stage verlassen muss. Denn jetzt schlägt die ärgerlichste Bandüberschneidung voll zu. Gleich treten RUNNING WILD auf der Faster Stage auf und weil Rock'n'Rolf und sein Alben wesentlich zu meiner musikalischen Sozialisierung beigetragen haben, muss ich ihm die letzte Ehre erweisen und seinem angekündigten allerletzten Auftritt beiwohnen. (ed)
Es wird dunkel. In der Dunkelheit erklingen ein paar Riffs aus dem Off, die dann übergehen in 'Chamber Of Lies', das dann von zwei Leuten von SALTATIO MORTIS gespielt und dann geht es los. Noch schnell das Riff von 'Under Jolly Roger' und dann startet es richtig mit 'Bad To The Bone'. Dann folgt auch schon mit 'Genghis Khan' die erste Überraschung, denn der Song wurde ewig nicht live gespielt und direkt danach hat Rolf schon die nächste Überraschung im Ärmel, denn es ist für 'Men In Black' 30 Jahre nach Veröffentlichung von "Masquerade" das erste Mal, dass es der Song in die Setlist geschafft hat. Mich katapultiert das natürlich direkt wieder in die Mitte der Neunziger. In die Zeit, kurz nachdem ich RUNNING WILD für mich entdeckt habe. Mit 'Riding The Storm' kommt dann ein Klassiker eines jeden RUNNIG WILD-Konzertes, das kann man nicht anders sagen. Was man aber sagen kann, ist, dass Rolf sich für die letzte Show, sollte sie es denn wirklich sein, ein paar Gedanken gemacht hat und hier nicht einfach eine 08/15-Setlist spielt. 'Dead Man's Road' von der "Rogues En Vogue", das ja sonst immer sehr stiefmütterlich behandelt wurde, wenn es um Songs für die Setlist geht, ist ein wirkliche Überraschung. Auch das folgende 'Sinister Eyes', das in den Neunzigern zuletzt gespielt wurde, wird frenetisch von den Fans in Empfang genommen. Ebenso das Schlagzeugsolo, das für mich ja immer etwas überflüssig ist. Dafür machen aber 'Little Big Horn' und 'Branded And Exiled' wieder richtig Spaß. Nicht nur, weil es einfach gute Songs sind, sondern auch weil alle Beteiligten, also Band und Publikum, einfach richtig Bock haben. RUNNING WILD haben eine offensichtliche Spielfreude und das Publikum hat einfach Spaß an der Band und den Songs. Will man mehr? Nein, ich denke nicht. So kann man den letzten Auftritt richtig genießen. Und nach 'Rapid Foray' und 'Soulless' ist natürlich 'Under Jolly Roger' das absolute Highlight. "Gute Nacht, danke!", sagt Rolf danach und geht von der Bühne. Dann dauert es nicht lange und 'Stick To Your Guns' kommt. "Danke, gute Nacht!", sagt er dann und geht von der Bühne. Dann dauert es nicht lange und 'Raise Your Fist' kommt. "Danke, gute Nacht!", sagt er erneut und geht wieder von der Bühne. Dann läutet der Bass die 'Conquistadores' ein und dann war es das. Die Band verteilt noch ein paar Gimmicks und dann war es das. Sind damit RUNNING WILD live jetzt wirklich Geschichte? (ed)
SEPULTURA feiern auch ihren Abschied heute und spielen ihr letzte Festivalshow in Deutschland und da will Kollege Boddy natürlich dabei sein. Das Finale hat richtig Power. "SEPULTURA do Brasil", "Um, dois, três, quatro" und dann geht es weiter. SEPULTURA ist eine super sympathische Band und Eddieson und ich durften die Musiker bereits mehrfach interviewen und live erleben. Trotzdem fehlt mir immer ein wenig das Raue im Gesang von Derrick im Vergleich zu Max Cavalera. Vielleicht ist es für SEPULTURA in dieser Besetzung aber tatsächlich der richtige Zeitpunkt, aufzuhören. (bo)
Samstag, 01.08.2026
Der Samstagmorgen startet für mich entspannt mit einer ordentlichen Portion Humor und für Boddy sportlich. Er berichtet. Am Samstagmorgen interessiert mich als Ving Tsunler natürlich, was die Konkurrenz vom Karate macht. Sophie Wachter, Karate Weltmeisterin, lädt um 11 Uhr zum Metal Karate ein. Erstaunlich viele Menschen machen mit. Es werden Kampfschreie geübt, die schon ziemlich imposant klingen. Als Intro läuft 'Gonna Fly Now', das Rocky Thema. Das passt perfekt. Sophie Wachter hat eine tolle Ausstrahlung, ist sympathisch und moderiert die Einheit richtig gut. Ein DJ spielt dazu METALLICA und AC/DC. Zwischendurch wird sie interviewt. Sie arbeitet für Wacken und ist weltweit unterwegs, um Karate zu unterrichten. Als Ving Tsunler mache ich natürlich nicht mit, aber die Veranstaltung ist ziemlich klasse und vielleicht bin ich im ja nächsten Jahr mit dabei.(bo)
Nachdem der Freitagabend Konzerttechnisch ziemlich geil, aber mit viel Hin und Her zwischen den Bühnen verbunden war. mache ich es mir jetzt, um 11 Uhr erst mal vor der W.E.T-Stage gemütlich, denn, wie letztes Jahr steht auch dieses Jahr Torsten Sträter hier auf der Bühne und erzählt uns knappe 55 Minuten lang einen. Ich kann und will das gar nicht groß wiedergeben, was er alles erzählt hat, das muss man einfach live erleben. Es war einfach wieder großartig. Ebenfalls im letzten Jahr waren auch HEAVYSAURUS schon da. Die sind aber diese Jahr weg von der W.E.T-Stage, hoch auf die große Harder Stage und ich bin immer wieder beeindruckt, wie viele Menschen - groß und klein - sich vor der Bühne zusammenfinden. Aber gut, der eine lässt sich durch Sport die letzte Müdigkeit aus dem Körper schütteln, der andere vom Komiker und wieder andere halt von fünf Dinos. Warum auch nicht? (ed)
Danach ist aber erst mal Rückzug zum Zelt angesagt, denn es ist nicht nur Essenszeit, sondern auch Zeit, das Zelt abzubauen und die Sachen zu packen, denn die Abreise ist für heute Spätabends oder Nacht geplant. Boddy hat mittlerweile die Nachricht bekommen, dass er als Pressevertreter den Gig von AVATAR im Landgasthof besuchen darf. Er macht sich also auf den Weg: Ein ganz besonderes Erlebnis ist das zweite Privatkonzert im kleinen Kreis im Landgasthof Wacken. AVATAR spielt dort und die 150 Tickets werden vorher verlost. Wir Pressevertreter haben ebenfalls Glück und ich bin früh dort. Dadurch stehe ich in der zweiten Reihe vor einer winzigen Bühne. Als die Musiker hereinkommen, stehen Sänger Johannes Eckerström und die Gitarristen Jonas Kungen Jarlsby und Tim Öhrström so nah vor mir, dass ich Jonas fast auf die Schulter klopfen könnte. Die Jungs sind super sympathisch und sehr lustig. Jonas reißt mitten im Song eine Gitarrensaite. Später behauptet er, die Saite habe zehn Jahre gehalten. Die Situation ist großartig. Der Song läuft weiter, die Fans klatschen und Jonas kann nicht mehr spielen. Er dreht sich zum Roadie, gibt ihm die Gitarre und sitzt plötzlich ohne Instrument zwischen Sänger und Gitarrist. Was macht er? Er klatscht einfach mit den Fans im Takt. Dann entdeckt er hinter sich ein Tamburin und spielt damit weiter. Eine superwitzige Szene bei einem wirklich intimen Konzert. Johannes Eckerström erklärt augenzwinkernd, wie toll es sei, dass AVATAR diesmal nur zu dritt engagiert werde. Wenn die Gage durch drei geteilt werde, bleibe schließlich für jeden mehr übrig. 'The Dirt I'm Buried' spielen sie mit Ukulele, dazu gibt es noch einen schwedischen Song. Ich bin total dankbar, ein Konzert in einer solchen Atmosphäre erleben zu dürfen. Im nächsten Jahr spielen AVATAR dann auf einer der größten Bühnen. (bo)
Ich bin mittlerweile wieder auf dem Gelände und stehe vor der Headbangers Stage, auf der jetzt die Spanier von ANGELUS APATRIDA spielen. Ich habe die Band schon ein paar Mal live gesehen und sie haben immer geliefert. Auch heute spielen sie sich vor einer beachtlichen Menge den Arsch ab. Thrash sorgt einfach immer für Stimmung und Thrash von ANGELUS APATRIDA sowieso. Dann eile ich rüber ins Pressezelt, in der die Abschlusspressekonferenz stattfindet. Diese ergibt allerdings nicht viel neues. Die Kriminalitätsrate ist wieder ein Stück gesunken, ein paar Leute wurden verhaftet, da sie so etwas, wie eine Sprengstoffattrappe im Kofferraum hatten. Die Veranstalter werden auch darauf angesprochen, dass es wohl Vorfälle gab, in denen von der Security verlangt wurde, dass einige Gäste bestimmte Patches von ihren Jacken nehmen sollten oder ihnen der Zugang zum Gelände untersagt wird. Die Veranstalter haben auch schon davon gehört und gehen dem nach (mittlerweile gab es ja auch schon ein Statement der Veranstalter dazu). Ansonsten hat die Pressekonferenz nicht mehr viel zu bieten und ich widme mich wieder der Musik. LAMB OF GOD spielen währenddessen auf der Harder Stage und ich schaue mir die letzten paar Minuten an. Sänger Randy ruft dann beim letzten Song 'Redneck' zum größten Circle Pit in der Geschichte des Festivals auf. Ob dieses Ziel dann aber auch tatsächlich erreicht wird, kann ich nicht sagen.
Dann gehe ich an der Headbangers Stage vorbei, wo es mit MUNICIAPL WASTE ebenfalls wieder besten Thrash gibt, weiter den ganzen Weg zur Wackinger Stage, denn dort spielen bei strahlendem Sonnenschein die Horrorpunker von THE OTHER. Auf dem Weg treffe ich Boddy, der sich erneut VAN TASTIK anschaut. THE OTHER sind musikalisch natürlich sehr nah an den mächtigen MISFIST, die ja auch schon hier gespielt haben (beziehungsweise DANZIG hat ein MISFITS-Set gespielt). Doch leider wirken THE OTHERS nicht so in der prallen Sonne und nach einem Abstecher zur Wackinger Stage, wo AD INFINITUM gerade starten, flitze ich zur Harder Stage, wo ARCH ENEMY ihre neue Sängerin Lauren Hart der breiten Masse vorstellen. (ed)
Auch abseits der Bühnen zeigt sich, warum Wacken so besonders ist. Viele Ordner haben richtig Bock. Einer begrüßt stundenlang jeden einzelnen Menschen mit "Guten Morgen, da lang bitte und noch einen schönen Tag". Ein anderer sieht mich an und sagt: "Nö, du darfst hier nicht durch." Kurz darauf grinst er und klärt auf: "Nein, kleiner Spaß. Ich muss doch auch ein bisschen scherzen." Die Menschen sind freundlich, locker und einfach gut drauf. Das Bier sorgt dagegen für Gesprächsstoff. VAN TASTIK erklärt noch einmal, dass das richtige BUDWEISER aus Tschechien komme. Bei TURBONEGRO hole ich mir ein Bier an der Theke, das so wenig Schaum hat, dass es aussieht wie Apfelsaft. Ich sage scherzhaft zur Bedienung, dass ich keinen Apfelsaft bestellt hätte. Sie lacht. Beim zweiten Bier bestelle ich dann bewusst einen Apfelsaft. Erst versteht sie nicht, später lacht sie und sagt, dass sie auch lieber anderes Bier ausschenken würde. Die Becher scheinen extra angepasst, weil das Bier kaum schäumt. Dadurch wirken sie wenigstens etwas voller. Richtig klasse finde ich die kostenlosen Trinkwasserstellen. Bei der Hitze sind sie extrem wichtig. Teilweise gibt es sogar kostenlose Sonnencreme. Wer noch keine Earplugs hat, kann am RADIO BOB Stand an Verlosungen teilnehmen. Dort gibt es außerdem Schlüsselanhänger, Feuerzeuge oder Turnbeutel. (bo)
Earplugs sind bei ARCH ENEMY auf jeden Fall angebracht, denn die geben direkt von Minute eins an Vollgas. "Pure Fucking Metal" prangt in großen Lettern auf dem Backdrop und nichts anderes gibt es jetzt. Die Band ist in Top-Spielform und präsentiert sich bestens eingespielt. Auch bei der neuen Frontfrau ist kein Deut von Nervosität zu spüren. Ganz im Gegenteil, mit einer massiven Spielfreude und derben Stimme keift sie sich durch 'Yesterday Is Dead And Gone'. Könnte auch irgendwie ein Statement sein, oder? Jedenfalls hat sie das Publikum direkt in der Hand und animiert es zum Mitmachen, was auch gut funktioniert. Die Band spielt sich dann kreuz und quer durch ihre Diskografie, was mich besonders freut, ist, dass mit Songs, wie 'Fields Of Desolation', 'Ravenous' oder eben der Opener auch die Frühphase der Band berücksichtigt wird und eben nicht nur die aktuellen Alben und Gassenhauer, wie 'Nemesis' oder 'The Eagly Flys Alone' die Setlist tragen. Überhaupt überraschen ARCH ENEMY damit, dass das aktuelle Album "Blood Dynasty" mit nur dem Titeltrack in der Setlist vertreten ist. Es sind dann letztendlich starke 90 Minuten, die ARCH ENEMY abliefern und Lauren Hart wirkt so, als ob sie schon ewig ein Teil der Band ist. (ed)
Bei der Überscheidung zwischen POWERWOLF auf der Faster Stage und THY ART IS MURDER auf der Louder Stage, habe ich mich für die Australier entschieden, da ich die tatsächlich noch nie gesehen habe. Klar, POWERWOLF sind eine fantastische Liveband, aber jetzt brauche ich brachialen Metalcore aus Down Under. Während die Instrumentalfraktion eigentlich recht starr auf der Bühne steht, legt Sänger Tyler Miller etliche Meter zurück. Er ist eine Person, die ich wirklich schlecht einschätzen kann. Auf der einen Seite wirkt er etwas prollig, dann wieder sympathisch und dann aber auch ein bisschen verrückt, das aber im positiven Sinne. Jedenfalls prügeln sich die Fünf durch ihre Diskografie, wobei der Fokus natürlich auf dem letzten Album "Godlike" liegt. Vor der Bühne ist die Stimmung jedenfalls großartig. Circle Pit, Violent Dancing und Crowdsurfer sind auszumachen. Zwar haben THY ART IS MURDER nur 60 Minuten Spielzeit, aber diese füllen sie mit absoluter Brutalität und Präzision. Starker Auftritt. (ed)
Danach schlendere ich rüber zur Faster Stage, auf der POWERWOLF wieder ihre heilige Messe zelebrieren. Wie eben schon gesagt, sind die Saarländer eine fantastische Liveband, die den Massen vor der Bühne eine nahezu perfekte Show liefern. Vor allem die Spielchen zwischen Keyboarder Falk Maria Schlegel und Sänger Attila Dorn sind ein wichtiger Bestandteil einer jeden Show. So natürlich auch heute. Ich schaue mir die restliche Show aus der Entfernung an, weil einfach kein Durchkommen mehr ist. Die Stimmung ist ebenso prächtig wie der Bühnenaufbau und die Videoanimationen auf den großen Leinwänden. (ed)
Die letzten Jahre war es immer so, dass Boddy und ich uns die Ankündigungsshow mit den Bands für nächstes Jahr immer zusammen angesehen haben. Das klappt dieses Jahr aber nicht, weil parallel zu der Show TRYPTIKON mit einem besonderen Set auf der Louder Stage spielen. Und da muss ich hin. Angekündigt wurden sie mit einem Best Of-Set und diversen Live-Premieren. Den Anfang machen sie mit 'Circle Of The Tyrants' und 'Into The Crypts Of Rays' zwei absoluten CELTIC FROST-Klassikern. Frontmann Tom Warrior wirkt gut zufrieden und auch die restlichen Bandmitglieder scheinen eine Menge Spaß zu haben, auch wenn Bassistin Vanja Saljh überwiegend grimmig dreinschaut, kann sie sich zwischendurch ein Lächeln nicht verkneifen. Dann folgt auch schon die erste Premiere mit 'Mexican Radio'. Der Song stammt ja als Coverversion vom "Into The Pandemonium"-Album und wurde jetzt, fast 40 Jahre nach Veröffentlichung, das erste Mal live gespielt. Nach 'Goetia' folgen 'Shatter' und 'Demon Pact', die zwar noch nicht so alt sind, aber ebenfalls heute eine Premiere auf der Bühne feiern. Ich denke langsam daran mich mit Boddy zu treffen, damit wir uns vom Festival verabschieden können und den Weg Richtung Heimat antreten. Doch 'Progeny' und 'A Dying God Into Human Flesh' nehme ich noch mit. (ed)
Und während SABATON ihre Kriegsmaschinerie auf der Faster Stage auf Touren bringen, machen Boddy und ich uns auf den Rückweg. Das allerdings nicht ohne ein Fazit.
Also Boddy, leg los: Es sind nicht immer die berühmten Bands und die pompösen Auftritte, die am meisten hängenbleiben. VAN TASTIK beeindruckten mich besonders und auch das intime Konzert von AVATAR bleibt lange im Kopf. Eddieson hat aber vollkommen Recht, als wir am Ende unsere Highlights besprechen. Sein größtes Highlight ist die Stimmung und ich kann das nur unterstreichen. Fast eine Woche lang feierten wir mit Menschen, die alle gut drauf sind, die gleiche Leidenschaft teilen und einfach eine Bombenstimmung erzeugen. Genau das ist Wacken 2026. Rain or Shine, aber in diesem Jahr glücklicherweise mehr Shine als Rain. (bo)
Genau. Mein Highlight war die Stimmung auf dem diesjährigen Wacken. Das Wetter macht einfach so viel aus und dieses Jahr passte einfach alles und das nicht nur bei mir, sondern auch bei etlichen anderen Besuchern. Das ist eben das, was die Stimmung und Atmosphäre ausmacht. Musikalische Highlights gab es natürlich auch. HEAVEN SHALL BURN im kleinen Landgasthof, das BATHORY-Tribute mit BLOOD FIRE DEATH, Torsten Sträter, RUNNING WILD, THE GATHERING ... ach, und so viele mehr. Und leider auch wie immer, dass man nicht alles sehen konnte, was man wollte. Aber trotzdem: Es hat einfach Spaß gemacht. Und damit geht mein Dank raus an alle, die das möglich gemacht haben und natürlich an Boddy für eine tolle Zeit. (ed)
Billing
5th Avenue Hamburg, 9mm Headshot, Ad Infinitum, Alcest, Alestorm, Alfahanne, Alien Ant Farm, Alien Rockin‘ Explosion, Allt, Airbourne, Angelus Apatrida, Animals As Leaders, Any Given Day, Arch Enemy, Arroganz, Asrock, Bear McCreary, Blaas Of Glory, Black Tish, Bleed From Within, Blood Command, Blood Fire Death – A tribute to Bathory – einzige Show in Deutschland, Broken By The Scream, Brunhilde, The Butcher Sisters, Castle Rat, Chaosbay, Corrosion Of Conformity, Crematory, Crimson Glory, Cruachan, Cursed Abyss, Danko Jones, Deafheaven, Def Leppard, Dirty Shirt, Divlje Jagode, Dritte Wahl, Dubioza Kolektiv, Einherjer, Eläkeläiset, Emperor – Best Of-Set + As The Shadows Rise-Set mit Originalbesetzung
Employed To Serve, Europe, Evil Jared X Krogi, Expellow, Faun, Finsterforst, Fit For An Autopsy, Focus, Future Palace, The Gathering – einzige Deutschland-Show 2026, Guilt Trip, Gutalax, Grand Magus, Hackneyed, Hämatom, The Hardkiss, Hardline, The Haunted, H-Blockx, Heartless Human Harvest, Heavysaurus, In Flames, Insanity Alert, Kadavar, Kärbholz, Katerfahrt, Kim Dracula, Kittie, Kupfergold, Lacuna Coil, Lagwagon, Lamb Of God, Life Of Agony, The Limit, Lovebites, Luna Kills, Yngwie Malmsteen, Mambo Kurt, Manntra, Mantar, Maschine, Metaklapa, Minotaurus, Mr. Hurley und die Pulveraffen, Municipal Waste, Musikzug Wacken Firefighters e.V., Nevermore, Nita Strauss, Nothing More, Of Mice & Men, Orbit Culture, The Other, Our Promise, Paleface Swiss, Paradise Lost, Pig Destroyer, P.O.D., Powerwolf, President, Rose Tattoo, Uli Jon Roth, Running Wild – die letzte Show!, Sabaton, Sagenbringer, Savatage, Saviourself, Saxon, Sepultura – letzte Festival-Show in Deutschland, Skyline, Skynd, Stonem, Storm Seeker, Subway to Sally, Temple Of The Absurd, Ten56., Therapy?, Thundermother, Thrown, Thy Art Is Murder, Triptykon – exklusives Special Best Of-Set mit einigen Weltpremieren, Trold, Turbonegro, Tuxedoo, Unzucht, Vanir, Velvet Rush, Vended, Visions Of Atlantis, Vogelfrey, Ricky Warwick, Wüstenberg, Wytch Hazel, Year Of The Goat, Zeltinger Band
Am Wasted Wednesday spielen:
Sacred Steel, Troops Of Doom, Phantom, Poison The Preacher, Crypt Sermon, Battlecreek, Diabolisches Werk
Die Night To Dismember wird bestritten von:
Anaal Nathrakh, Blood Red Throne, Craft, Firespawn, Misery Index, Nergal & Misþyrming, Spectral Wound