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Gyze - The Rising Dragon

Review von Opa Steve vom 07.07.2018 (371 mal gelesen)
Gyze - The Rising Dragon Die Verspieltheit asiatischer Bands ist für europäische Ohren oftmals ein bisschen merkwürdig. An diesem Problem knabbern hierzulande auch GYZE aus Japan, die immerhin schon mit einer beeindruckenden Endorsement-Liste aufwarten können und sich weltweit auf Festivals dem internationalen Publikum stellen. Die stilistische Mischung ist - neben dem klassischen Metalsound - irgendwo zwischen Power Metal, Nintendo und China-Restaurant angesiedelt. Das soll jetzt nicht abwertend klingen, aber die Eindrücke sind schon sehr heftig. Natürlich haben sie verspielte Hummeln im Arsch und dudelgniedeln sich den Arsch durch möglichst überfrachtete Melodien ab (Nintendo). Einige Soundsamples führen traditionelle asiatische Melodien aus und sind klangtechnisch auch an die etwas klimperigen Saiteninstrumente aus Fernost angelehnt (Chinarestaurant-Hintergrundmusik). Und das Ganze findet sich in einem Korsett aus aggressivem wie melodiösem Power Metal wieder. Der Live-Bonussong 'Dragon Calling' erinnert beim Intro an die alte Carradine-Serie "Kung Fu", brettert dann aber schon fast finnisch vom Leder. Dazu gibt es noch den Titel 'Rising Dragon' (sic!) in drei Varianten, nämlich der Vollversion, einer Instrumental-Version (vermutlich für Karaoke) und einer Version mit zusätzlichen Vocals von Marc Hudson (DRAGONFORCE). Diese schafft dann den totalen Dudel-Overkill und wirkt wie RHAPSODY auf LSD. Ach ja, neben den ganzen Drachen gibt es noch den Opener 'Japanese Elegy', der etwas aggressiver in Richtung CHTHONIC schielt und eine verdammt gute Metalfigur abgibt.

Ich fremdel ein bisschen mit dieser EP. Während 'Japanese Elegy' einen recht guten, wenn auch leicht verspielten Eindruck hinterlässt und fett und hymnisch von der Doublebass getrieben nach vorne geht, hängt mir der Drachensong nach drei Durchläufen wirklich zum Hals raus. Die beinahe kindliche Begeisterung, den tatsächlich dreimal auf die Scheibe zu knallen und in der letzten Version beinahe parodiehaft zu überfrachten, resultiert bei mir in Kopfschütteln und zur Abwertung. Dabei haben GYZE einiges auf dem Kasten und sollten es für den westlichen Markt vielleicht überdenken, so schrill rüberzukommen. Der erste Song bekommt von mir solide acht Punkte. Der titelgebende Song schafft es auf gute sechs Punkte, aber für jede Wiederholung ziehe ich nochmal einen halben Punkt wegen des Nervfaktors ab. Der Livetitel verhält sich in der Gesamtwertung dann eher neutral.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Japanese Elegy
02. The Rising Dragon
03. Dragon Calling (Live)
04. The Rising Dragon (Instrumental)
05. The Rising Dragon (feat. Marc Hudson)
Band Website: www.gyze.jp
Medium: EP
Spieldauer: 23:08 Minuten
VÖ: 27.06.2018

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