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Nervosa - Downfall Of Mankind

Review von Eddieson vom 02.06.2018 (748 mal gelesen)
Nervosa - Downfall Of Mankind Holy Shit! Was für ein Album!, dachte ich mir, als ich die Promo angeworfen habe. Thrash Metal mit einer soliden Death-Metal-Kante habe ich erwartet, doch es sollte anders kommen. Also, Brasilien hat nicht nur schöne Strände, schöne Natur und schöne Menschen, Brasilien hat vor allem auch einen ganzen Haufen Probleme. Korruption, Kriminalität in allen möglichen Formen und Karneval sind nur ein paar davon. Das man dort als kleiner Bürger jede menge Wut im Bauch bekommt, ist verständlich. Diese Wut muss raus, sonst macht sie dich kaputt. Die drei Mädels von NERVOSA machen es genau richtig. Musik ist das Ventil. Natürlich, du kannst auch Sport machen oder Bücher schreiben, doch ich für meinen Teil denke, dass man mit Metal die innere Wut gut verarbeiten kann und wenn ich mir "Downfall Of Mankind" so anhöre, dann muss das Trio eine ganze Menge Wut in sich verspüren.

Der Mensch neigt dazu, alles Mögliche in Schubladen zu packen. Nicht nur seine Socken und Unterhosen, sondern auch jede Musik muss in eine Schublade passen und wenn sie nicht passt, wird die Schublade passend gemacht. Sprach ich eben davon, dass es anders kommen sollte, als Thrash mit einer Death-Metal-Kante, meinte ich, dass sich der Schwerpunkt auf "Downfall Of Mankind" verlagert hat. Musikalisch ist das reiner Death Metal, der hier und da vielleicht noch einige Thrash-Elemente innehat, die sich vor allem in den Soli zeigen. Ansonsten dominieren hier harte düstere Riffs, die den Kopf ordentlich zum bangen bringen. Das Schlagzeug tritt ab und zu so aufs Gaspedal, dass man es getrost als Blastbeat bezeichnen kann, man höre 'Bleeding' oder den Opener 'Horrordome'.

"Downfall Of Mankind" ist die volle Packung Energie. Eine echte Stärke der drei Brasilianerinnen, die es schaffen, die Energie von Song zu Song weiterzutragen - und so schraubt das Album dem Hörer die Rübe ab. Eine druckvolle Produktion, die kaum Ecken und Kanten hat, trägt ihren Teil dazu bei. Wer es dennoch etwas langsamer haben will, muss hier lange suchen und wird wohl erst bei 'Kill The Silence' fündig. Dass Sängerin Fernanda einige gesangliche Talente vorzuweisen hat, gab es ja auf der letzten Platte zu hören. Auf dem aktuellen faucht und keift sie, als ob es kein Morgen gäbe. Doch beim melodischen 'Selfish Battle' zeigt sie sich noch mal von einer ganz anderen Seite.

Also, wer Geballer sucht, wird auf "Downfall Of Mankind" fündig, egal wo er auf dem Album sucht. Das Album ist die sprichwörtliche Wut und Aggression.



Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Intro
02. Horrordome
03. Never Forget, Never Repeat
04. Enslave
05. Bleeding
06. ... And Justice For Whom?
07. Vultures
08. Kill The Silence
09. No Mercy
10. Raise Your Fist!
11. Fear, Violence And Massacre
12. Conflict
13. Cultura Do Estupro
14. Selfish Battle (Bonus Track)
Band Website: www.nervosaofficial.com
Medium: CD, LP
Spieldauer: 48:15 Minuten
VÖ: 01.06.2018

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