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Revenge - Spitting Fire

Review von baarikärpänen vom 06.02.2018 (567 mal gelesen)
Revenge - Spitting Fire
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Es ist eine echte Wohltat, wenn man ein Album einer Band aus Kolumbien vorgelegt bekommt und mal ausnahmsweise nicht in Versuchung gerät, das Wort "exotisch" zu erwähnen. Obwohl, so exotisch ist die Szene in Südamerika ja gar nicht mehr. Es gibt jede Menge gutklassiger Bands, aber halt auch die eher semiprofessionellen Truppen, die mehr schlecht als recht vor sich hinrumpeln (was ja durchaus auch seinen Charme haben kann). REVENGE aus Medellin waren bisher für mich ein unbeschriebenes Blatt. Und das, obwohl die Band doch seit 2002 existiert und eine recht ansehnliche Liste an Veröffentlichungen vorweisen kann. Dass REVENGE aber ab jetzt bei mir ganz weit oben auf der Liste stehen, liegt vor allem an "Spitting Fire".

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Speed Metal ist einfach nicht totzukriegen. Dass sich daran nichts ändert, dafür sorgen REVENGE. "Spitting Fire" steht für Songs, die gnadenlos lospreschen und kommt mit einem Cover-Artwork, wie es genretypischer nicht sein könnte. Pfeilschnelles Riffing, Doublebass und ein kraftvoller Shouter, der gar kein Grunzen oder Röcheln nötig hat, um zu überzeugen. Hier gibt's in einer Herrlichkeit sowas von auf die Zwölf, das ist eine pure Wonne.

"Spitting Fire" startet mit 'Heavy Metal Friends', einer echten Speed Metal-Hymne, einer perfekten Mischung aus ganz frühen RUNNING WILD ('Victim Of States Power') und SAVAGE GRACE ('Sins Of The Damned'). Speed-Freak, was willst du mehr? In die gleiche Kerbe hauen 'Spitting Fire' oder auch 'Wild Till Death'. Aber keine Sorge, REVENGE beherrschen das Einmaleins des Songwritings und wissen ganz genau, dass ständiges Dauerfeuer schnell mal langweilig wird. So ist z.B. 'Thirst Of Avenge' ein Banger, der mit reduziertem Tempo zu gefallen weiß. 'Thy Axes Scream' startet mit Vollgas, besticht aber durch seinen Mittelteil, wo REVENGE eine Vollbremsung hinlegen, um ein wirklich gelungenes Solo einzustreuen, nur um dann wieder das Gaspedal durchzutreten. Ein weiteres Highlight ist 'Rise Of The Braves'. Der Song startet Speed Metal-typisch, mutiert aber dann im zweiten Teil zum Classic Rock-Track. Den Abschluss der Scheibe macht der Stampfer 'Infernal Angels', eine Neueinspielung des Tracks vom allerersten Demo aus dem Jahr 2003.

Leider ist nach schlappen zweiunddreißig Minuten schon wieder Schicht im Schacht. Das ist einerseits so true, wie true nur sein kann, weil die Referenzwerke des Speed Metals, wie beispielsweise "Sceptics Apocalypse" von AGENT STEEL auch nur knappe Einunddreißig Minuten auf dem Tacho haben, andererseits will man einfach noch 'nen Nachschlag. Aber wie sagt man auch so schön: in der Kürze liegt die Würze. Wem zweiunddreißig Minuten absolut nicht reichen, greift zur Vinyl-Version, die noch die drei Tracks der "Die Hard"-EP zusätzlich auffährt. Wer also auf EXCITER, RANGER, ENFORCER, HALLOWS EVE (erste Scheibe) oder eben genannte AGENT STEEL steht und hier nicht zuschlägt, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen.



Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Heavy Metal Friends
02. Thirst Of Avenge
03. Rise Of The Brave
04. Spitting Fire
05. Thy Axes Scream
06. Will Till Death
07. Sadistic Cruelty - The Revengeance
08. Infernal Angels
Band Website: www.revengespeedmetal.com
Medium: CD
Spieldauer: 32:36 Minuten
VÖ: 26.01.2018

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06.02.2018 Spitting Fire(8.5/10) von baarikärpänen

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