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Sacred Oath - Twelve Bells

Review von baarikärpänen vom 20.06.2017 (690 mal gelesen)
Sacred Oath - Twelve Bells Manchmal kommt es vor, dass man sich in freudiger Erwartung auf einen neuen Release einer Band freut, deren Erstling immer noch einen besonderen Platz in der eigenen Sammlung innehat. Und was dann kommt, kann man getrost als Enttäuschung bezeichnen. Das soll die Band sein, die 1987 einen veritablen Underground-Erfolg mit ihrem Album "A Crystal Vision" verbuchen konnte? Einer Scheibe, die auch heute noch als eine echte Perle in Sachen US-Metal durchgeht? Selten hat man danach noch so eine gelungene Verbindung der dunkleren Seiten von MANILLA ROAD, gepaart mit der Power der damaligen OMEN, gehört. Und dann bekommt man jetzt eine Scheibe wie "Twelve Bells" um die Ohren gehauen. Und das sollen wirklich SACRED OATH sein?

Fakt ist, dass sich Bands weiterentwickeln. Da hat ja auch niemand etwas dagegen. Wer stellt sich schon freiwillig die x-te Wiederholung eines "Killing Is My Business..." in den Schrank. Und zwischen der Veröffentlichung des Erstlings und der Wiederbelebung der Band lagen auch satte 18 Jahre. Und wenn man eines SACRED OATH nicht vorwerfen kann, dann ist es der Fakt, dass die Jungs auf der Stelle treten würden. Sämtliche Scheiben nach 2007 (immerhin fünf an der Zahl) hatten immer etwas Neues zu bieten, hatten aber immer noch einen klaren Bezug zum Debut. Und dann kommt jetzt "Twelve Bells". Progressiv war der Connecticut-Vierer ja schon immer. Kein Wunder, wenn man mehr als einmal auch z.B mit FATES WARNING oder METAL CHURCH in einen Topf geworfen wurde. Aber "Twelve Bells" übertreibt es leider ein wenig. Da wird aus so vielen Genre zitiert, dass der Hörer zunächst mal mit Fragezeichen im Gesicht zurückbleibt. Ich für meinen Teil höre da, neben den oben genannten Vorbildern, mittlerweile sogar jede Menge funky MORDRED. Die tolle Stimme von Rob Thorne, früher ein echtes Trademark, ist immer noch gut, aber er driftet zu oft ins Shouting ab, manchmal gibt's gar Sprechgesang. Und auch die Gitarren orientieren sich mittlerweile zu oft an moderneren Techniken. Das alles gesagt, ist "Twelve Bells" trotzdem weit davon entfernt, ein Rohrkrepierer zu sein. Dafür ist das Gebotene einfach auf einem viel zu hohen Qualitätslevel. Was eindeutig flöten gegangen ist, ist die Zugänglichkeit zum Material. Wer der Band trotzdem eine Chance geben will, dem sei empfohlen, sich zuerst 'Demon Ize' reinzufahren, einer der wenigen, eher straighten, Tracks.

Die 7,5 Punkte, die unter diesem Review drunterstehen, sind völlig ernst gemeint. Alles oben Gesagte trifft allerdings auch voll und ganz zu. Also, warum dann trotzdem 7,5 Punkte? Ganz einfach beantwortet: Weil SACRED OATH mit "Twelve Bells" ein Album vorlegen, das wächst. Und zwar mit jedem Durchgang. Das machen andere Alben auch, nur, "Twelve Bells" braucht im Gegensatz dazu das Drei- oder Vierfache an Aufmerksamkeit. In einer Zeit, in der der Großteil der Hörerschaft lieber leicht konsumiert (geschuldet der fast täglichen Flut an neuer Musik), ist die Veröffentlichung solch einer echten Herausforderung, ein echtes Wagnis. Die Zeit wird zeigen, ob SACRED OATH sich damit einen Gefallen getan haben.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. New Religion
02. Twelve Bells
03. Fighter's Heart
04. Bionic
05. Never And Forevermore
06. Demon Ize
07. Well Of Souls
08. Eat The Young
09. No Man's Land
10. The Last Word
Band Website: www.sacredoath.net
Medium: CD
Spieldauer: 60:36 Minuten
VÖ: 12.05.2017

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