Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2018
A Sinister Purpose 2018

Hell Over Hammaburg 2018

RockHard Festival 2018

Mountaineer - Sirens & Slumber

Review von Opa Steve vom 02.06.2017 (1080 mal gelesen)
Mountaineer - Sirens & Slumber Dark Metal und Post Rock passen eigentlich ganz gut zusammen. Traurigkeit und drückende Schwere, verlassene Landschaften. Spannend wird es dann, wenn der Stil trotz dieser Zutaten ein wenig leichtgewichtiger wird. Auch düstere Musik kann ja schon irgendwie schön sein, aber unbeschwert und beschwingt kann man sich diese dann doch nur schwer vorstellen. MOUNTAINEER haben auf ihrem Debüt "Sirens & Slumber" aber diesen Spagat gewagt. Sie reizen die drückende Kargheit und brachiale Schwere des Post Rock nicht aus und verweben die Moll-Melodien mit tatsächlich auffällig angenehmen Gesangslinien, die fast schwerelos klingen und einen Song wie 'Coma Fever' poppig-verträumt wirken lassen. Diese Überraschung bleibt leider nach den ersten Songs nicht mehr lange im Raum stehen, denn 'Coma Fever' hat als Anspieltipp ganz besondere Qualitäten, die in der weiteren Spieldauer noch fehlen. 'Measured Breath' ist im Anschluss nämlich schon viel schwerer und mächtiger. Man merkt zwar, dass die Vocals immer noch versuchen, dieses Schweben heraufzubeschwören, aber es passt sich einfach nicht mehr so gut ein wie im Titel davor. Und so geht der weitere Teil des Albums zuletzt doch noch in einer gewissen Unentschlossenheit zu Werke. Auch in der zweiten Spielhälfte wünscht man sich immer wieder, es möge doch einfach ein bisschen mehr passieren. Entweder sollte die Musik einen tief ins Fundament drücken, oder eben luftige Figuren zeichnen. Dass mit 'Pull The Blinds' dann auch noch eine eher schwache Ballade enthalten ist, schraubt die Dramatik der Scheibe dann auch nicht höher.

Es ist schade, dass nach den tollen Vorschusslorbeeren in 'Coma Fever' diese faszinierende Mischung nicht weiter in diesem Ausmaß in den restlichen Songs zu finden ist. Es gibt Bands, die schwerer und düsterer sind, es gibt Bands, die proggig-abgehobener sind. Insgesamt bleibt es daher mit diesem Album letztendlich bei einem Achtungserfolg, aber die anfänglich erwartete Sensation verpufft leider in Standardmitteln.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Foam
02. Coma Fever
03. Measured Breaths
04. Womb
05. Pull The Blinds
06. Siren Song
07. Fog And Distant Light
08. Adrift
09. Goodnight
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 42:08 Minuten
VÖ: 19.05.2017

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

08.07.2018 Passages(6.5/10) von Zephir

02.06.2017 Sirens & Slumber(6.5/10) von Opa Steve

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!