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Cult Of Erinyes - Tiberivs

Review von grid vom 28.04.2017 (1254 mal gelesen)
Cult Of Erinyes - Tiberivs "Tiberivs" heißt das dritte Vollalbum der Belgier CULT OF ERINYES, das sich mit römischer Geschichte befasst und nach vier Jahren Entstehungszeit das Licht der Welt erblickt.

Sobald die soundtrackartige, mit gesprochenen Worten unterfütterte Einleitung verklungen ist, übernimmt melodisches Schwarzmetall mit rau-giftigem Gesang. Das Tempo steigt, Saiten und Felle vibrieren und winden sich proggiger Leichtigkeit entgegen, dann verzerrter Gesang, Tempo runter, drückende Schwere, erneutes Einschwenken auf die schwarzmetallische Spur. Alles ohne Haken arrangiert. Der Einstieg in "Tiberivs" ist getan.

So leicht machen es einem die Belgier allerdings nicht durchgehend mit ihrem modern angesetzten Black Metal. CULT OF ERINYES verfolgen einen permanenten Spannungsauf- und abbau, den sie auf "Tiberivs" ganz besonders akribisch ausgearbeitet haben. Oldschoolige Bienenschwarmgitarren schrammeln im vollen Lauf und in schlafwandlerischer Stilsicherheit vor sich hin, streifen irgendwann ihr verwaschenes Kleidchen ab und schlagen vertrackte Pfade ein, wo sie sich in lässig-kunstvoller Melodik winden, bis sie wieder in Aggression umschlagen. Auch wenn das schwarzmetallische Kraftuniversum von verschrobenen Gitarrenlinien aufgebrochen wird und die Atmosphäre vorübergehend heller und leichter wird, Blasts oder manch wuchtiges Doom-Riff bringen die drückende Düsternis zurück. "Tiberivs" zündet nicht auf Abhieb. Dennoch ist es ein spannungsreiches Unterfangen, sich dieses Album zu erschließen, nicht nur, weil es zahlreiche Details zu entdecken gibt, sondern weil alles zu einem großen Ganzen zusammenwächst. Je mehr man in "Tiberivs" eintaucht, je vertrauter die Platte wird, desto mehr ziehen einen die düsteren, aggressiven Stimmungen in ihren Bann. Auf Klargesang wird verzichtet, aber der vielgestaltige und expressive Gesang begleitet nicht nur verstärkend, sondern drückt dem Album eine weitere eigenständige und intensive Note auf.

Packt "Tiberivs" schon im ersten Drittel mit dichten Momenten und Höhepunkten, überbieten 'Damnatio Memoriae' und 'For Centuries To Come" in den letzten zwanzig Minuten das Vorangegangene. CULT OF ERINYES spielen ihre Trümpfe noch einmal mit besonderer Ausdruckskraft aus und räumen auf ganzer Linie ab. Neun verdiente Punkte für ein meisterhaftes Album.

Fazit: Wer Schwarzmetall mit moderner Prägung mag, der muss sich mit CULT OF ERINYES und "Tiberivs" befassen.



Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Achaea, 41 B.C.
02. Nero (Divine Providence)
03. Casvs Bellli
04. Bred For War
05. Loner
06. Germanicvs
07. First Of Men
08. Damnatio Memoriae
09. For Centuries To Come
Band Website: www.cultoferinyes.com/
Medium: CD
Spieldauer: 55:42 Minuten
VÖ: 27.04.2017

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