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Cultes Des Ghoules - Coven, Or Evil Ways Instead Of Love

Review von T.Roxx vom 13.02.2017 (1259 mal gelesen)
Cultes Des Ghoules - Coven, Or Evil Ways Instead Of Love CULTES DES GHOULES haben mit "Coven, Or Evil Ways Instead Of Love" ihr drittes vollständiges Album am Start. Nicht nur der Titel des Albums ist etwas sperrig, auch die Musik der Polen ist nicht so leicht zugänglich wie die anderer polnischer Kollegen. Allerdings sind COULTES DES GHOULES bekannt dafür, dass ihre Alben eher eine Art Ritual darstellen und als solches kann man die fünf überlangen Songs ihres neuen Albums (der kürzeste Song ist immerhin länger als 11 Minuten) verstehen. Schon beim Opener 'The Prophecy (Prologue) / Devell, The Devell He Is, I Swear God... (Scene I)' - vermutlich schon jetzt der längste Titelname des Jahres 2017 - wird mir klar, dass die Musik von CULTES DES GHOULES nicht geschrieben wurde, um sie entspannt nebenbei zu hören. Der fast 23 Minuten lange Opener beginnt mit einem ungemütlichen Gewitter und einer Spoken Word-Passage. Dann setzen Trommeln und Streicher ein und schaffen eine mystische Atmosphäre - Räucherstäbchen und Kerzen würden jetzt den richtigen Rahmen für die Musik schaffen. Dann lassen CULTES DES GHOULES den schwarzmetallischen Knüppel aus dem Sack. Allerdings gibt man sich hier nicht der puren Raserei hin, sondern agiert vornehmlich im Midtempo. Ich weiß noch nicht genau, warum mir beim Einsetzen des Gesangs am ehesten WATAIN in den Sinn kommen - vermutlich, weil Gesang und Musik mit einer ähnlichen Leidenschaft und Vehemenz vorgetragen werden, auch wenn die Schweden viel mehr aufs Gaspedal treten als CULTES DES GHOULES. Schon im Opener sind einige schleppende, ja fast doomige Parts enthalten. Diese untermauern die zähe, bösartige Atmosphäre der Musik von CULTES DES GHOULES. Die verzweifelten bis wahnsinnigen Vocals erinnern manchmal auch etwas an frühe BURZUM, auch wenn sie hier (glücklicherweise) nicht ganz so extrem ausgeprägt sind. 'Mischief, Mischief, The Devilry Is At Toil... (Scene II)' beginnt sehr entspannt, geradezu sakral mit einem Ambient-artigen Keyboard-Intro, geht aber dann schnell nach vorn. Hier gesellen sich zu den bereits genannten Parallelen aufgrund der zwischendurch verwendeten cleanen Vocals und dem leicht psychedelischen 70er-Touch noch Parallelen zu VED BUENS ENDE. Eine interessante Mischung, allerdings alles andere als leichte Kost; allerdings hätte ich nach dem opulenten Opener auch nichts anderes erwartet. 'Strange Day, See The Clash Of Heart And Reason... (Scene III)' ähnelt von dem Songaufbau anfangs ein wenig seinem Vorgänger, verläuft aber aufgrund von vielen gesprochenen Passagen, die vor allem mit Streichern und Trommeln untermalt sind, gänzlich anders. 'Storm Is Coming, Come The Blessed Madness... (Scene IV)' beginnt als reinrassiges Black Metal-Stück und hier wird auch mal der Raserei Raum gegeben, allerdings finden sich auch hier genügend schleppende, geradezu meditative Parts. Auf der zweiten CD befindet sich der letzte Song des Albums - 'Satan, Father, Savior, Hear My Prayer... (Scene V)'. Dieser letzte Akt wird durch eine Frau eröffnet, die den Teufel anbetet. Nicht zuletzt aufgrund der musikalischen Untermalung gehe ich davon aus, dass es sich hier um eine gesampelte Filmszene eine alten Schinkens aus den 60er Jahren handelt - aber vielleicht täusche ich mich. Musikalisch merkt man, das CULTES DES GHOULES hier zum großen Finale ansetzen - der Spannungsbogen wird schon fast unerträglich. Hier wird es nochmal theatralisch und schleppend doomig, das musikalische Grundgerüst ist im Midtempo verortet.

Fazit: Ein schwer verdauliches Album, welches mehrere Durchgänge brauchte, bevor ich einen Zugang zu ihm erhalten habe. Allerdings weiß ich immer noch nicht, ob es sich bei dem Album um ein Konzeptalbum, ein vertontes Theaterstück (wäre ja auch irgendwie ein Konzeptalbum) oder einfach eine Aneinanderreihung von wirren finsteren Szenen handelt. Die Produktion geht in Ordnung, nix Großartiges, aber solide. Den Fans von CULTES DES GHOULES wird das Album gefallen. Außerdem lege ich das gute Stück allen ans Herz, die ein Faible für fordernde Musik haben.


Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The Prophecy (Prologue) / Devell, The Devell He Is, I Swear God... (Scene I)
02. Mischief, Mischief, The Devilry Is At Toil... (Scene II)
03. Strange Day, See The Clash Of Heart And Reason... (Scene III)
04. Storm Is Coming, Come The Blessed Madness... (Scene IV)
05. Satan, Father, Savior, Hear My Prayer... (Scene V)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 1:37:53 Minuten
VÖ: 17.02.2017

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