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R.I.P. - In The Wind
Review von baarikärpänen vom 02.02.2017 (756 mal gelesen)
R.I.P. - In The Wind Als Hörer der metallischen Klänge ist man es ja schon gewohnt, dass ein Genre möglichst penibel in viele, kleine Sub-Genres unterteilt wird. Macht ja auch Sinn, weil man vorab schon 'nen guten Anhaltspunkt hat, was einen erwartet. Nehmen wir nur mal den Bereich Doom. Da gibt's den eher traditionellen Doom, bei welchem einem die Referenzen Ozzy oder SABBATH nur so um die Ohren fliegen. Oder Funeral Doom, wo man, während man auf das zweite Riff wartet, mal schnell noch seinen Urlaub online buchen kann, das Auto waschen oder den Wochenendeinkauf erledigen. Wenn dann der eher an Krümelmonster erinnernden Sänger jede Silbe im Zeitlupentempo durch die wunde Kehle rausröchelt, kann Oma Hilde von nebenan schon mal die Torte vom Teller rutschen. Als ob es nicht eh schon zu viele Unterabteilungen gäbe, kommen R.I.P. aus den Staaten jetzt um die Ecke und offerieren uns Street Doom.

"In The Wind" nennt sich der vorliegende Output des Quartetts aus Portland. Was die Herrschaften meinen, wenn sie Street Doom sagen, davon vermittelt der instrumentale Opener 'The Scythe' schon einen recht guten Eindruck. Der ist nämlich alles, aber nur nicht langsam. Beim darauf folgenden 'In The Wind Pt. 1' wird dagegen mal gehörig auf die Bremse gedrückt, Sänger Fuzz kommt erstmals zum Einsatz. Und der lässt aufhorchen. Saubere Stimme, durchaus eigenständig, keiner der unzähligen Ozzy-Clones. 'Tremble', der dritte Track, was das Tempo angeht, wieder in einer anderen Liga. Und so abwechslungsreich geht's dann weiter bis zum abschließenden 'In The Wind Pt. 3'. Langweilig wird die Scheibe mit Sicherheit nicht. Auch soundmäßig ist hier alles im grünen Bereich. Wer vor Freude 'ne Flasche Bier bei der Einfuhr der ersten Scheiben von SAINT VITUS köpft, darf sich hier gleich mal 'ne ganze Batterie an Hopfentee bereit stellen. R.I.P. machen eine Menge richtig, weil sich nicht nur Doom-Maniacs gut aufgehoben fühlen. Auch Stoner-Afficionados könnten durchaus gefallen an "In The Wind" finden. Aber auch Fans von KADAVAR oder Menschen, die generell meinen, dass außer dem Psychedelic-Rock Anfang der 70er eh nichts Gescheites mehr veröffentlicht wurde. Man sollte nur kein Problem damit haben, dass man bei R.I.P. den Dreck unter den Fingernägeln förmlich hören kann.

R.I.P. haben definitiv eine Chance verdient, weil man spürt, mit wie viel Herzblut die Jungs an die Sache rangehen. Vinyl-Liebhaber werden auch bedient, da "In The Wind" als Gatefold-LP veröffentlicht wird. Lohnt sich bei dem tollen Cover. Ich für meinen Teil hol mir jetzt ne schöne Kiste Bier (auch wenn das hier in Finnland bedeutet, die Hälfte vom Gehalt auf den Kopf zu hauen) und gönn mir noch ne Runde R.I.P.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. The Scythe
02. In The Wind Pt. 1
03. Trembel
04. Black Leather
05. Smoke & Lightning
06. In The Wind Pt. 2
07. Bereaved
08. Tombstone
09. Brave In The Grave
10. In The Wind Pt. 3
Band Website: https://braveinthegrave.bandcamp.com
Medium: CD
Spieldauer: 53:38 Minuten
VÖ: 03.02.2017

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https://braveinthegrave.bandcamp.com
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