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Harakiri For The Sky - III: Trauma

Review von Zephir vom 06.08.2016 (943 mal gelesen)
Harakiri For The Sky - III: Trauma Ihr drittes Release haben die beiden österreichischen Jungs von HARAKIRI FOR THE SKY sauber eingetaktet: Ein Zweijahresrhythmus ist eine gute Frequenz. Fans und Neugierige haben nach dem eigenbetitelten Debüt aus 2012 mittlerweile auch "Aokigahara" aus 2014 intensiv in ihren schmerzenden Seelen bewegt und bekommen nun mit "III: Trauma" pünktlich neues schwarzes Depri-Post-Metal-Material.

Klingt 2016 noch immer alles nach HARAKIRI FOR THE SKY, nach dieser screamigen Mischung aus kaum mehr identifizierbaren Black-Metal-Resten, Post- und Depressive Rock, für die man mal einen schicken neuen Genrenamen erfinden sollte? Mit der Singleauskoppelung 'Calling The Rain', auf dem neuen Album der Opener, haben HFTS uns ja bereits im Frühjahr schon angeteasert, und hier ist alles beim Alten geblieben: grollende Soundwände, desperates Geschrei, zwischendurch einsame, sinnsuchende Gitarrensoli, dann wieder zornige Blastbeats. Dann die Lyrics: Tod - und was für einer- , die pure Hoffnungslosigkeit - und was für eine. "Fuck this life" ist da beinahe die harmloseste Zeile.

'Funeral Dreams' trifft mit noch mehr Wumms, hat einen ähnlichen Speed drauf wie vor zwei Jahren 'Jhator'. In 'Thanatos' werden wir mit einer Passage Cleangesang überrascht. Gab es das bisher schon einmal bei HFTS, außer im Cover 'Shadowman' vom 2012er Debüt? Die Stimme klingt charismatisch, Alternative-Rock-mäßig, das dürfte, natürlich sparsam eingestreut, gerne öfter zum Stilelement werden. 'This Life As A Dagger' ist ein etwas zäherer, tempomäßig gedrosselter Depri-Vertreter, der aber auch auf Blast nicht verzichten mag und in zwischenzeitlichen Gitarrensoli an HERETOIR erinnert, wenngleich musikalisch ganz anders kontextualisiert. In den folgenden Titeln, 'The Traces We Leave' und 'Viaticum', kann man sich verlieren. Hier gibt es melodisch und kompositorisch wenig Variation im Vergleich zu den vorangegangenen Titeln und J.J. singt es auch: "The depressions got worse." Den Nicht-Katholiken aus Nicht-Österreich sei an dieser Stelle erklärt, dass es sich beim Viaticum um die letzte Kommunion eines Sterbenden handelt. Trotzdem mutet der Song nicht gerade religiös an, HFTS scheinen mit Metaphern zu spielen. Und es folgt ein metaphorischer Lichtschimmer mit 'Dry The River', lyrischer, besonnener, aber mit dem gleichen tragischen Ende. Und mit eben jenem entlässt uns auch 'Bury Me', das zum Schluss noch einmal im bereits bekannten Stil richtig Stoff liefert.

Fazit: Viel Neues gibt es nicht bei HARAKIRI FOR THE SKY, aber viel Bekanntes, das all jenen gefallen wird, die auf der Welle von zornigem Groll und wütender Verzweiflung weiterschwimmen möchten. Nicht umsonst haben sich HFTS mittlerweile vom AGRYPNIE-Anhängsel zu einem echten Highlight der alternativen Depri-Metal-Szene entwickelt. Der mittlerweile als Marke etablierten Linie folgt auch wieder das Layout von Tristan Svart, der auch das Coverart designt hat. Die gesamte Produktion klingt geschliffener, reiner als der vergleichsweise nun doch fast etwas blecherne Vorgänger "Aokigahara" - aufgenommen, gemixt und gemastert hat wieder der Songwriter M.S., diesmal allerdings gemeinsam mit Daniel Fellner, der dieses Jahr auch für BIFRÖST produziert hat.

Reinhören kann man offiziell online: Art of Propaganda haben den Teaser-Track "Calling The Rain" auf ihren Youtube-Kanal und auf Soundcloud eingestellt. Und dann sind HARAKIRI FOR THE SKY ja auch noch fürs Ragnarök Festival 2017 bestätigt - das wird ein Weltuntergang!

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Calling The Rain
02. Funeral Dreams
03. Thanatos
04. This Life As A Dagger
05. The Traces We Leave
06. Viaticum
07. Dry The River
08. Bury Me
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 75:00 Minuten
VÖ: 22.07.2016

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