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Katatonia - The Fall Of Hearts

Review von Eddieson vom 13.06.2016 (952 mal gelesen)
Katatonia - The Fall Of Hearts Tja, der Sommer lässt weiter auf sich warten. Während der Rezensent diese Zeilen schreibt, prasselt der Regen an mein Fenster, es weht ein kühler Wind und wenn ich nicht auf den Kalender gucken würde, könnte man annehmen, dass heute Oktober oder November wäre und nicht Mitte Juni. Was bleibt da einer Band wie KATATONIA anderes übrig, als einen schwermütigen Soundtrack für das Phänomen "Sommer" da draußen zu schreiben.

Zuerst einmal hat sich das Mitglieder-Karussell bei KATATONIA weitergedreht. Mit dabei ist nun Daniel Moilansen am Schlagzeug und Roger Öjersson an der Gitarre. Da bin ich doch mal gespannt ob sich dann auch musikalisch was geändert hat oder ob die Zugpferde Renkse und Nyström weiterhin die Richtung verfolgen, die sie mit "Night Is The New Day" eingeschlagen haben. Und um da mal gleich die Antwort vorweg zu nehmen, kann ich sagen, dass es auf "The Fall Of Hearts" nichts Neues gibt, also keine großen Veränderungen, was letztendlich auch gut ist, denn "Night Is The New Day" hat mir so gut gefallen, dass ich froh bin, dass KATATONIA keine gravierenden Veränderungen vorgenommen haben.

Doch nach dem ersten Durchlauf gibt es erst mal die totale Ernüchterung. Das Album hat seine Momente, ja, doch erst mal ist nichts hängengeblieben. Aber es ist wie beim Reiten. Fällste runter, steigst du gleich wieder auf und gibst dem Pferd die Sporen. Also, die Play-Taste nochmals gedrückt. Angesichts der Spielzeit von über 67 Minuten ist das eine Herausforderung, denn KATATONIA-Alben sind nicht dafür bekannt sie mal eben so nebenbei hören zu können. Man muss sich auf die Musik einlassen, sie miterleben, sich darauf konzentrieren. Den Anfang macht 'Takeover', welches sofort mit Riffs auffällt, welche TOOL nicht besser hätten schreiben können. Das schwer getragene aber dennoch eingängige 'Serein' macht sich außerordentlich gut, und das folgende 'Old Hearts Fall' hätte auch gut und gerne auf "Dead End Kings" sein können.

Ruhige Akustikgitarren und ein Synthesizer, der nach Flöten klingt, läutet 'Decima' ein, ein Song, der streckenweise an OPETH zu "Damnation"-Zeit erinnert. Ruhig plätschert 'Decima' dahin, bevor mit 'Sanction' die Ruhe vollends unterbrochen wird. Der Song schraubt den Metal-Anteil wieder etwas hoch. "The Fall Of Hearts" lebt von Kontrasten in den Songs, die die Songs permanent in Bewegung halten, ihnen eine Seele verleihen und ihnen eine Atmosphäre geben, wie sie so wohl keine andere Band mit ihren Songs aufbauen kann. Überraschend ist 'Passer', der mit einer traditionellen Metal-Komposition eingeleitet wird, hier und da auch mal wieder die Doublebass krachen lässt, was angesichts der sonst eher weichen Songs, am Ende sehr passend und stimmig ist.

Also, auch "The Fall Of Hearts" ist nicht sofort zugänglich und einfach. Das Album braucht seine vier bis fünf Durchläufe, bis es einen Teil seiner Schönheit, Reinheit und Vielfältigkeit zeigt. Um seine ganze Klasse zu entfalten braucht es schon noch ein paar Durchläufe mehr und die volle Konzentration auf die Musik. Aber dann wird man mit einem Album belohnt, welches in dieser Spielart in seiner eigenen Liga spielt.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Takeover
02. Serein
03. Old Heart Falls
04. Decima
05. Sanction
06. Residual
07. Serac
08. Last Song Before The Fade
09. Shifts
10. The Night Subscriber
11. Pale Flag
12. Passer
Band Website: www.katatonia.com/
Medium: CD
Spieldauer: 67:15 Minuten
VÖ: 20.05.2016

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