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Havukruunu - Rautaa ja Tulta

Review von T.Roxx vom 26.04.2016 (733 mal gelesen)
Havukruunu - Rautaa ja Tulta Die spinnen, die Finnen! Oder etwas weniger drastisch ausgedrückt: Finnen sind etwas seltsam - sie haben diese für unsereins unentzifferbare Sprache, verfügen meist über einen - für so manchen Nicht-Finnen - sehr "speziellen" Humor und den Legenden nach sind sie äußerst trinkfest. Diese und andere finnische Eigenarten machen finnischen Metal und insbesondere finnischen Black Metal zu etwas ganz Eigenem.

Bei dem vorliegenden Release "Rautaa Ja Tulta" handelt es sich um die bereits 2015 veröffentlichten EP, die nun um 4 Bonustracks erweitert wurde. Vielleicht werdet ihr euch fragen, warum man eine EP ein Jahr nach ihrem Erscheinen wiederveröffentlicht und 4 Bonustracks draufpackt, anstatt einen eigenständigen Nachfolger zu besagter EP zu veröffentlichen. Ich habe mir die Frage jedenfalls gestellt und meine Recherche hat ergeben, dass die EP seinerzeit nur in digitaler Form veröffentlicht wurde. Jetzt haben HAVUKRUUNU einen Plattenvertrag und da macht eine Wiederveröffentlichung auf CD durchaus Sinn.

Auf "Rautaa Ja Tulta" wird flotter und hymnischer Black/Pagan-Metal geboten, der Dank vieler Melodien gut ins Ohr geht. Musikalisch stand hier u.a. BATHORY genauso Pate (vor allem das Album "Blood, Fire, Death" haben sich die Herrschaften m.E. sehr oft angehört), wie RUNNING WILD (das Riffing des Titelstücks könnte auch der Feder von Rock'n'Rolf entstammen) und die ein oder andere Hardrock-Band. Diese auf den ersten Blick seltsame musikalische Kombination (siehe Einleitung) ist ziemlich interessant und funktioniert sehr gut. Das Album ist abwechslungsreich, bietet gute und ausladende Gitarrensoli und verströmt eine Energie, bei der man einfach mitgehen muss - man kann nicht anders, als mit Füßen zu wippen und die Rübe zu schütteln. Chöre sind natürlich auch vertreten, wie bei den den schon erwähnten BATHORY - allerdings sind sie hier bewusst nicht immer glattpoliert, sondern auch mal etwas "roher". Die Chöre erinnern in diesen Momenten eher an diverse finnische Pagan-Kappellen, ohne jedoch in deren Schunkel-Kitsch abzudriften. Den regulären Abschluss der EP bildet das Instrumental 'Verta Ja Tuhkaa' welches an 'Mephisto Waltz' von W.A.S.P. erinnert. Das unterstreicht die musikalische Vielfalt, die in diesem Album steckt. Danach geht es mit den 4 Bonustracks weiter. Unklar ist, ob es sich hierbei wirklich neue Tracks handelt oder, ob es sich um übriggebliebene Tracks handelt, die aus Budgetgründen seinerzeit nicht aufgenommen werden konnten. Fakt ist jedoch, dass sie musikalisch nahtlos an die vorangegangenen Stücke anknüpfen.

Ein wirkliches Highlight könnte ich jetzt nicht ausdrücklich nennen, was aber daran liegt, dass sich alle 10 Songs auf einem gleich hohen Niveau bewegen und das Album in seiner Gesamtheit einfach eine Menge Spaß macht, sofern man das bei einem Black Metal-Album überhaupt sagen darf. Denn bei aller Melodik und aller Rock'n'Roll-Attitüde sind die Wurzeln unverkennbar. Die Produktion ist nicht schlecht, könnte aber für meinen Geschmack noch ein bisschen mehr knallen. Insofern fast alles richtig gemacht und deshalb gibt es von mir 9 Punkte und eine uneingeschränkte Hörempfehlung!

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Pakkanen
02. Rautaa Ja Tulta
03. Musta Yö
04. Ne Salaperäiset
05. Valhallan Portit
06. Verta Ja Tuhkaa
07. Maat Mennyttä Soi
08. Surmatuli
09. Joka Puun Takaa
10. Maan Alainen
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 44:21 Minuten
VÖ: 02.04.2016

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