Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2018
A Sinister Purpose 2018

Hell Over Hammaburg 2018

RockHard Festival 2018

RockHarz Festival 2018

Black Velvet Band - Pozoga

Review von Zephir vom 05.04.2016 (1043 mal gelesen)
Black Velvet Band - Pozoga Achtung, hier gibt's gewaltig was auf die – ähm – Zunge? Die Titel der polnischen BLACK VELVET BAND aussprechen zu wollen, erfordert allerhand sprachakrobatisches Geschick; sie am Computer semiotisch wiederzugeben, erfordert ein Schreibprogramm mit allerhand Sonderzeichen. Die BLACK VELVET BAND spielt eingängigen und fetten Folk Metal, ein Genre, das nunmal häufig und gern in der Landessprache textet. (Da machen es einem die polnischen Kollegen BEHEMOTH und VADER allemal leichter …)

"Pożoga" ist die zweite Langrille der BLACK VELVET BAND. Der Albumtitel bedeutet – Übersetzungen ohne Gewähr! – so viel wie "Feuersbrunst", wofür auch das Coverart spricht, das eine Art Sisyphosfigur mit berstendem Grund unter den Füßen und brennender Erdkugel auf den Schultern zeigt. Musikalisch bewegt man sich in eindeutig mitteleuropäischen Gefilden, interessanterweise völlig frei von Einflüssen aus dem Black-, Medieval- oder Humppa Metal. Pralle Riffs treffen auf rauen, leicht melodischen Räubergesang. Der theatrale Opener 'Ruiny' drischt nach anfänglichem Background-Chor-Trara ziemlich true alles in melodische Trümmer, eine Akustikgitarre wird gekonnt mit eingeflochten – vielversprechend! Für die Gitarren zuständig sind übrigens zwei Herren namens Marcin und Peter. Seine Stimmgewalt stellt Sänger Jaromir mit 'Nie Mamy Skrzydeł' unter Beweis, einem Song, der als folkige Ballade beginnt, wie sie pagane Gesellen am Lagerfeuer singen, und nach fetten Gitarrensoli im heroischen Dicke-Eier-Riffing endet. (Der Titel mag in etwa heißen "Wir haben keine Flügel". Im Zweifelsfall bitte das Wörterbuch heranziehen …) Melancholischer mutet es in 'Kołowrót' an; im musikalisch höchst facettenreichen 'Zamieć' schaltet sich gar ein Cello mit ein. Absolute Authentizität vermittelt das Quietschen der Gitarrensaiten, das in der Aufnahme belassen wurde.

Beendet wird "Pożoga" durch das Epos 'Imperium' (danke für diese Titelwahl!), das hier und da ein wenig an MENHIR erinnert und einen wahrhaft würdigen Abschluss des Albums darstellt. In diesem Song vereint sich noch einmal alles, was BLACK VELVET BAND zu bieten haben und was das Herz des echten Folk Metallers begehrt: Trues Metal-Riffing, Wald-und-Wiesen-Stimmung, Blastbeats, urwüchsiger Gesang, Naturmelancholie. Wenn man nur wüsste, was da gesungen wird?!

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Ruiny
02. Nowa Krew
03. Nie Mamy Skrzydeł
04. Kołowrót
05. Zamieć
06. Z Tej Ziemi Powstałem
07. Imperium
Band Website: www.blackvelvetband.pl
Medium: CD
Spieldauer: 55:00 Minuten
VÖ: 00.00.0000

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

05.04.2016 Pozoga(7.0/10) von Zephir

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!