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Loud At Least! - Dirty

Review von Judvine vom 23.09.2015 (604 mal gelesen)
Loud At Least! - Dirty Nach ihrem 2009er Erstlingswerk "Painful Exploration" legten LOUD AT LEAST! aus Österreich 2013 mit "Dirty" nach. Beide Platten wurden in Eigenregie aufgenommen. Vor Kurzem kam dann der Plattenvertrag mit Massacre Records zustande und "Dirty" wurde darüber wieder veröffentlicht.

Nun, mir wurde melodischer Hard Rock / Heavy Metal versprochen. LOUD AT LEAST! halten sich auch an einige typische Achtzigerregeln. Komponierte, melodiöse Gitarrensoli? Check. Straightes Schlagzeug? Check. Bass? Vorhanden. Sänger, der die Höhen kriegt, lange Noten halten kann und nicht wie Vince Neill klingt? Check, aber irgendwie leiert er ein bisschen.
Der Song 'Kill The Dragon' eröffnet die Scheibe mit atmosphärischem Keyboardsample und legt dann ohne Umschweife los mit klassischem Riffing und einem darüber gezimbelten Gitarrensolo, das mit Mittelmäßigkeit begeistert. Ansonsten sind auch alle anderen Clichés berücksichtigt: Riffing, Melodieführung, Übergänge, Oohooohoooh-Teil im Endrefrain. Darauf folgt 'I Am', das nicht sofort straight loslegt, sondern erstmal mit einem schwerfälligen Anfang ins Licht tritt, um sich dann zu begradigen. Insgesamt läuten bei mir in dem Fall die UFO-meets-GOTTHARD-Glocken. Ah, und jetzt kommen endlich die cleanen Gitarrenparts mit viel zu viel Hall und eine nachdenkliche Gesangsmelodie. So fängt 'Burning My Heart' zumindest trügerisch an. Nach fast einer Minute dann auf einmal ZACK - Riff. Die Gesangslinie wird dicker und führt zum Refrain. Jetzt verstehe ich! Die Jungs haben eine Menge DIO gehört und wollten auch mal. Teilweise gelungen. 'Ride On Me' legt dann in bester, modernisierter ROLLING STONES-Manier nach. Nach einem seichten Anfangssolo, das mit den Keyboards im Hintergrund schon fast ein bisschen an WHITESNAKE erinnert, geht 'Fire And Ice' dynamisch ab, was aber abgesehen von den von POISON geliehenen Textfragmenten schon alles ist. Es folgen der Titeltrack 'Dirty' und 'Anything', die ähnlich unspektakulär um die Ecke linsen. Mit 'Warm Rain' schaltet sich dann die Powerballade ein, die so komponiert ist, wie eine Powerballade komponiert sein muss: gefühlig, aber mit Eiern. Schön. 'Love At First Bite' überrascht mit einem Taktwechsel am Anfang. Das Stück erinnert an einige Stücke der "Hey Stoopid"-Ära von Alice Cooper. Hier sei positiv erwähnt, dass die Ösis Ihre Hausaufgaben definitiv gemacht haben. Danach passiert erstmal drei Stücke lang dynamischer Melodic Rock, fast schon AOR, wobei kein Song besonders heraussticht. Natürlich muss als Schlusslicht noch die Ballade 'Up On Stage' her. Fängt unplugged an und wird dann rockiger.

LOUD AT LEAST! wissen, was sie tun und tun es gut. Leider trifft das auf viele zu, die dieses Genre bedienen. Ich kriege den Finger irgendwie nicht in die Wunde. Einerseits wippt mein Bein mit, andererseits seufze ich die ganze Zeit. Vielleicht ist "Dirty" eines der Alben, von der der eine Teil super ist und der andere sich wie ein Lückenfüller nach dem nächsten anfühlt.


Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
1.Kill The Dragon
2.I Am
3.Burning My Heart
4.Ride On Me
5.Fire And Ice
6.Dirty
7. Anything
8.Warm Rain
9.Love At First Bite
10.Heaven Is Calling
11.Hell To Fuck
12.The Island I Know
13.Up On Stage
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 52:08 Minuten
VÖ: 24.07.2015

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23.09.2015 Dirty(6.5/10) von Judvine

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