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Cradle Of Filth - Hammer Of The Witches

Review von Eddieson vom 22.07.2015 (2084 mal gelesen)
Cradle Of Filth - Hammer Of The Witches Ich muss sagen, dass ich ganz schön erleichtert bin. Seit 1994, also seit dem Erscheinen von "The Principle Of Evil Made Flesh" haben mich CRADLE OF FILTH begleitet. Die großartige "Vempire"-EP, danach die starke "Dusk...And Her Embrace", und "Cruelty And The Beast" und dann das Über-Album "Midian", sie alle liefen rauf und runter und wieder rauf und dann auch wieder runter. Auch "Damnation And A Day", "Nymphetamine" und ja auch "Thornography" haben alle einen besonderen Platz bei. Doch dann ging es leider etwas bergab. "Godspeed On The Devil's Thunder" hat mich nicht wirklich gepackt, auch "Darkly, Darkly, Venus Aversa" konnte mich nicht so recht überzeugen und lagen nur relativ selten auf meinem Plattenteller, während "The Manticore And Other Horrors" schon wieder in eine gute Richtung ging. Live waren sie immer gut, haben aber auch mit den Jahren etwas abgebaut, was dann auf der Tour mit BEHEMOTH gipfelte. CRADLEs Status bei mir bröckelte und der Weggang von Paul Allender machte es nicht besser. Ich hatte doch tatsächlich etwas Angst um die Band, dacht' mir, dass Dani sich unbedingt was einfallen lassen muss, damit er nicht in der Versenkung verschwindet.

Skepsis macht sich breit, als das neue Line-Up veröffentlicht wurde und mit zittrigen Händen drückte ich auf die Play-Taste, als der erste Song 'The Right Wing Of The Garden Tryptich' vorgestellt wurde. Erleichterung durchströmte meinen Körper. Der Song klingt schon mal ziemlich geil, auch wenn das Gothic-mäßige Intro mich erst etwas in die Irre geführt hat. Aber dann nimmt der Song Fahrt auf und kommt auch so schnell nicht wieder runter.

Aber fangen wir mal vorne an. Typisch für CRADLE ist das klassisch-düstere Intro, welches natürlich auch auf "Hammer Of The Witches" nicht fehlen darf. Anschließend prescht "Yours Immortally" sofort los. Blastbeat, Danis Screams zeigen sofort, dass hier keine Gefangenen genommen werden. Der Bombast wurde etwas rausgenommen, Danis Screams werden nur noch verhaltener eingesetzt. CRADLE setzen hier mehr auf Tempo. Das folgende "Enshrined In Crematoria" eröffnet mit dicken Riffs und stampfenden Beats. Danis Gesang erinnert an die Zeit zur "Cruelty And The Beast" oder auch "Dusk And Her Embrace" zurück und das Spiel der Leadgitarre, inkl. eines starken Solos, macht regelrecht Spaß. Eine Black Metal-Attacke gibt es bei 'Deflowering The Maidenhead, Displeasuring The Goddess' inklusive eines starken melodischen Riffs. Gänsehaut-Feeling kommt dann im Mittelteil von 'Blackest Magick In Practice', bei der Melodie der Leadgitarre und das instrumentale 'The Monstrous Sabbat (Summoning The Coven)' ist ein Muss auf jedem CRADLE-Album. Der Titeltrack fällt dann im Gegensatz zu den restlichen Songs etwas ab, während 'The Vampyre At My Side' und das vom Titel ungewöhnliche 'Onward Christian Soldier' das Level wieder ziemlich nach oben ziehen. Bevor das Album dann wieder mit einem CRADLE-typischen Outro endet.

Jaaaa, CRADLE sind zurück. Der Wechsel im Line-Up scheint der Band gutgetan zu haben und offensichtlich hat man sich intensiv mit der Vergangenheit der eigenen Band auseinandergesetzt, denn "Hammer Of The Witches" reiht sich nahtlos in die Werke "Cruelty", "Dusk" und "Midian" ein. Natürlich klingen sie nicht wie damals, das werden sie wohl auch nie wieder, aber man wird vor allem durch den Gesangsstil, den der kleine Derwisch hier bietet, immer wieder an die damalige Zeit erinnert, was dann auch noch durch die Saitenfraktion und das Keyboard untermalt wird. Wer also schon drauf und dran war mit der Band abzuschließen sollte hier ruhig mal ein bis zwei Ohren riskieren und sich überzeugen lassen, dass CRADLE immer noch da sind und man mit "Hammer Of The Witches" wieder mit ihnen rechnen muss.

Gesamtwertung: 9.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Walpurgis Eve
02. Yours Immortally...
03. Enshrined In Crematoria
04. Deflowering The Maidenhead, Displeasuring The Goddess
05. Blackest Magick In Practice
06. The Monstrous Sabbat (Summoning The Coven)
07. Hammer Of The Witches
08. Right Wing Of The Garden Triptych
09. The Vampyre At My Side
10. Onward Christian Soldiers
11. Blooding The Hounds Of Hell
Band Website: www.theorderofthedragon.com
Medium: CD
Spieldauer: 56:08 Minuten
VÖ: 10.07.2015

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Gut, dass du "Midian" als Über-Album betitelt hast. Jetzt weiß ich wenigstens, wie ich die Rezension einsortieren muss. Denn mit "Midian" fing für mich die verklemmte Kopf-Zeit von COF mit engem Korsett an. Das Über-Album ist "Dusk And Her Embrace" und danach kam nicht mehr viel. Ich mag gerade diesen losgelassenen Wahnsinn auf dieser Scheibe. Allender war das Herz der Band? Ich behaupte eher: Nick Barker war es :-)) Aber ich werde mal reinhören. Es wäre wirklich toll, wenn COF endlich mal wieder interessant wären. Schließlich waren sie mal eine einzigartige Band.
(23.07.2015 von Opa Steve)

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