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The Poodles - Devil In The Details

Review von Stormrider vom 07.04.2015 (1322 mal gelesen)
The Poodles - Devil In The Details THE POODLES, dieser Bandname sorgt für mich seit dem ersten Album irgendwie dafür, dass ich die Schweden in der Comedy Metal-Ecke platziert habe, wohl wissend, dass dem musikalisch nicht so ist. Aber der Name und das in den Anfangstagen gezeigte Outfit haben sie irgendwie dort verorten lassen. Ich wage sogar zu behaupten, dass man auf der Karriereleiter schon eine Stufe weiter sein könnte, wenn man sich einen etwas weniger humoristischen Namen verpasst hätte. Aber genug des Sezierens von Unwichtigkeiten, denn immerhin geht es hier um die Musik. Diese ist, wie auch auf den vorangegangenen Alben, ein Strauß bunter Melodien in der Schnittmenge aus AOR, Rock, Melodic Rock, Glam und (zu) viel Pop.

Das "Devil In The Details" eröffnende 'Before I Die' ist ein astreiner Stadionrocker, der sofort in Ohr und Bein geht und Sänger Jakob Samuel zeigt hier gleich, dass sein Organ auch weiterhin über genügend Wiedererkennungsmerkmale und Power verfügt, um ein Album zu beherrschen. Das folgende 'House Of Cards' hält das Niveau, bevor die erste Singleauskopplung 'The Greatest' dann eher balladeske Töne anschlägt. Aber es gibt ja bekanntlich Balladen und Balladen. 'The Greatest' gehört eher in die Rubrik Balladen, die aus dem Pop kommen. Hier wird die Dosis Weichspüler leider etwas übertrieben und der Song gehört auf dem Album eher zu den Belangloseren. Dass THE POODLES es doch ganz anders können zeigt 'Crack In The Wall'. Der für mich beste Song auf "Devil In The Details" ist ein drückender Groover mit mächtigem Refrain, der einem schon beim ersten Hören in die Hirnrinden gebrannt wird und die nächsten Tage dort verweilt. Liebe Lockenhunde, bitte schreibt ab jetzt nur noch Songs wie 'Crack In The Wall' und verzichtet dafür auf solchen Schmonsens wie '(What The Hell) Baby'. Das ist wirklich ganz übelste Popmusik, wie sie in den 90ern von solch illustren Rock- und Metalbands wie den BACKSTREET BOYS und Konsorten über MTV verbreitet wurde. Ein Song, den man ganz gerne mal nutzt, um kurz um die Ecke zu gehen. Zum Glück kann das groovige 'Everything' danach wieder etwas an der Schraube drehen und bringt den Rundling wieder auf Glam- und Partyrock-Kurs.
'Stop', 'Alive' und 'Need To Believe' sind dann ebenfalls ordentliche Rocksongs, wobei Letzterer sich im Intro etwas zu sehr an Jimmy Pages 'Come With Me'-Riff orientiert, nur um sich dann in der Strophe mit einem anderen Song zu verheiraten, dessen Melodie mir so wahnsinnig bekannt vorkommt, nämlich 'Amazing' von AEROSMITH. Zu den Highlights darf sich dann auch noch 'Creator And Breaker' zählen, das nach einer sparsam instrumentierten Strophe mit einem starken Refrain punkten kann, dessen einziger Makel es ist, dass er einen Tick zu hoch daherkommt. Aber die Melodie herrscht. 'Borderline' beschließt dann mit fast schon jazzigen Einlagen ein Album, das zwar druckvoll, aber dennoch dreck- und kantenlos produziert ist. Wenn die Melodien schon teilweise sehr seicht sind, würde zumindest eine etwas weniger geschliffene Produktion dem Material ganz gut zu Gesicht stehen.

Alles in allem ist "Devil In The Details" ein Album, welches man problemlos auf jeder Party auflegen kann und dessen Songs sich gefühlt eher für die Bühne eines verschwitzten Clubs eignen, als für das heimische Wohnzimmer. Neben Highlights wie 'Before I Die' und 'Crack In The Wall', die man sich bestimmt auch noch in ein paar Jahren gerne anhört, gibt es leider auch den ein oder anderen Füller bzw. Totalausfall wie '(What The Hell) Baby', die man sich schon nach dem ersten Mal nicht mehr anhören kann, zumindest ich kann das nicht guten Gewissens. Insofern ist der Albumtitel durchaus Programm, der Teufel steckt im Detail. Wer es gerne kantig mag, dem wird hier der Schmalz aus den Ohren laufen und die Fußnägel werden sich rollen, wer aber mit einer gehörigen Portion Plüsch in seinem Rock und schon in verschiedenen anderen Songs gehörten Melodien umgehen kann, der wird das sechste Album der frisierten Hunde genauso mögen wie die ersten fünf Veröffentlichungen.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Before I Die
02. House Of Cards
03. The Greatest
04. Crack In The Wall
05. (What The Hell) Baby
06. Everything
07. Stop
08. Need To Believe
09. Alive
10. Life Without You
11. Creator And Breaker
12. Borderline
Band Website: www.poodles.se
Medium: CD
Spieldauer: 46:50 Minuten
VÖ: 27.03.2015

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