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Ruthless - They Rise

Review von EpicEric vom 30.01.2015 (980 mal gelesen)
Ruthless - They Rise RUTHLESS kennen einige womöglich nur von den horrenden Preisen, die die 1984er-EP "Metal Without Mercy" sowie das 1986er-Debütalbum "Discipline Of Steel" - beide schiere Kultklassiker des amerikanischen Undergrounds - auf Ebay erzielen, die meisten aber vermutlich gar nicht. Ende der Achtziger kurz vor Release eines zweiten Albums aufgelöst, blieb der Durchbruch zunächst aus.

Jetzt sind RUTHLESS wieder da und hungrig. Fast 30 Jahre nach dem letzten Album wird "They Rise" auf die Welt losgelassen und steht angesichts der Umstände natürlich extra hart auf dem Prüfstand. Technische Neuerungen der vergangenen drei Dekaden, seien sie auf dem aufnahmetechnischen oder dem musikalischen Bereich, wurden dankend vollkommen ignoriert und deshalb tönt die Platte schon mal auf erquickendste Art wie auf Rentierfellen eingeprügelt. Allgemein lässt der Sound kaum Gemecker zu - natürlich hört man heraus, dass das hier nicht mehr 1988 in die Konserve kam, aber an den klinischen Standards der Moderne gemessen, ist das Geschepper hier alles andere als eine Enttäuschung.

Kreativ betitelt leitet 'Defender' den Silberling ein und ist so altbacken, stumpf und grob, dass es einfach nur bocken kann. Schönes Midtempo auf sägenden Steinzeitriffs, Einwortchorus, Economy Class-Zeitreise ins Herz der Achtziger. Das genau so geil klingen zu lassen, wie es sich beknackt liest, ist eine Kunst, die ich noch keinen Vertreter der erstarkenden Küken-Szene so überzeugend habe rezitieren sehen. 'Laceration', a.k.a. RUTHLESS wollen hornbrillentragende Progrockfans in der falscher Sicherheit wägen, hier gäb's noch anderes als sägende Steinzeitriffs auf Midtempo. Und dann? OBEDIENCE! THROUGH FEAR! Was gibt's als Beilage? Es sägt, es stampft und es ist paläolithisch!

Was sich auf "They Rise" abspielt ist so stur, dass es fast ins passiv-aggressive überschwappt. Total geil. Titeltrack, dann 'Circle Of Trust', 'Hang Man' dann schon fast rasant. 'Time Waits' schlägt dezent ruhigere Töne an. Mit 'Out Of The Ashes' setzen die alten Herren sich als Band ein Denkmal, hossa, wird das ein Fest auf dem Headbangers! Habe ich eben den Begriff "passiv-aggressiv" benutzt? Das reicht für die angepisste Auskotzorgie 'Frustration' lange nicht mehr. Den Rauswerfer macht 'Systematic Terror', über den nichts gesagt werden kann, ohne sich zu wiederholen.

Als äußerst löblichen Schachzug schickte sich Pure Steel Records außerdem an, die "Metal Without Mercy"-EP einfach hinten dran zu hängen. Schon dafür lohnt sich der Albumpreis. Ran, ran, ran!

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Defender
02. Laceration
03. They Rise
04. Circle Of Trust
05. Hang Man
06. Time Waits
07. Out Of The Ashes
08. Frustration
09. Systematic Terror
10. Gates Of Hell
11. Metal Without Mercy
12. Bury The Axe
13. The Fever
14. Mass Killer
Band Website: http://www.ruthlessmetal.com/
Medium: CD
Spieldauer: 60 Minuten
VÖ: 30.01.2015

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