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Metallica - Some Kind Of Monster

Review von Eddieson vom 08.01.2015 (1140 mal gelesen)
Metallica - Some Kind Of Monster 10 Jahre ist es also her, dass ich mich mit meiner damaligen WG zusammengesetzt habe, wir uns diesen Film reingezogen haben und danach nicht wirklich wussten, was wir davon halten sollten. Ist es nötig für eine Band wie METALLICA, sich so filmen zu lassen? Kratzt diese Doku evtl. an ihrem Image? Wollen die Fans ihre Band wirklich in so sehen? Damals konnte ich mir diese Fragen nicht beantworten. Heute kann ich nur sagen, dass "Some Kind Of Monster" zumindest nicht das Image der Band zerstört hat und ich denke, viele Fans wollten METALLICA damals so sehen, denn es zeigt andere METALLICA-Mitglieder, als man sie sonst kennt.

Die ursprüngliche Idee von Filmemacher Joe Berlinger und Bruce Sinofsky war es, METALLICA bei ihren Vorbereitungen und Aufnahmen zu ihrem umstrittenen Album "St. Anger" zu zeigen. Dass sie ihre Kameras aber gerade zu einem Zeitpunkt einschalteten, an dem METALLICA wohl an einem ihrer tiefsten Punkte und kurz vor der Auflösung standen, haben sie vorher nicht geahnt. So entstand mit "Some Kind Of Monster" ein Film, der nicht nur die positiven Seiten eines Rockstarlebens zeigt, sondern mit ehrlicher Offenheit die negative Seite darstellt. Denn auch bei einer Band, wie METALLICA geht es oft um alltägliche Probleme. Es geht um fehlende Komunikation, es geht um zu große Egos, über das Zusammenleben und Zusammenarbeiten und vor allem geht es darum, Kontrolle über etwas zu haben. "Some Kind Of Monster" zeigt nicht nur die Band METALLICA, sie zeigt auch die Menschen, die hinter dem Bandnamen stecken. Er zeigt Gefühlsausbrüche, so z. B. als James wütend und türknallend den Raum verlässt und erst nach Monaten und einem Alkoholentzug wieder auftaucht. Kirk Hammet, der zwischen den beiden Egos sitzt und nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Lars Ulrich, der es endlich schafft, sich mit seinem ehemaligen Mitstreiter Dave Mustaine auszusprechen. Dazwischen dann noch Bob Rock als Produzent und Freund der Band, der immer wieder versucht zu vermitteln. Das ist das pure Leben. Wie sagt man doch? Das Leben schreibt die besten Geschichten, und die sind immer noch spannender und fesselnder als irgend so ein RTL-Scripted-Reality-Scheiß.

"Some Kind Of Monster" fesselt den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute. Nicht nur eingefleischte Fans werden in den Film gezogen, auch Leute, die nichts mit der Band anfangen können, haben ihn gesehen und wurden gefesselt. Man kann sich förmlich in die Hauptcharakteren reindenken, mit ihnen mitfühlen. Viele der Diskussionen, die dort geführt werden, kennt man aus dem eigenen Leben. Gut, die wenigsten von uns werden dabei von einem Therapeuten begleitet, der 40000 Dollar im Monat haben will. Natürlich kommt der Tod von Cliff Burton zur Sprache, die Napster-Tragödie darf nicht fehlen und auch Kirk, James und Lars als Familienmenschen wird gezeigt.

Nach dem ganzen Scheiß, durch den die Band gegangen ist, spürt man förmlich die Erleichterung, als man mit Robert Trujillo einen neuen Bassisten gefunden hat, um nun wieder die Bühnen der Welt zu betreten. Ich war nie ein sonderlich großer METALLICA-Fan, aber mit diesem Film haben sie meinen großen Respekt verdient, denn sich so persönlich, offen und verletzlich zu zeigen bedeutet eine Menge Mut zu haben, und den beweisen die alten Männer hier.

Als Zusatz zu der 10 Jährigen-Jubiläums-Version gibt es "Metallica: This Monster Lives". Das ist ein 25-minütiges Nachfolgestück, das beim Toronto International Film Festival gedreht wurde, Interview-Material mit der Band und den Filmemachern enthält und das Jahrzehnt seit dem Release des Dokumentarfilms resümiert. Außerdem gibt es 40 weitere Szenen, die bisher nicht gezeigt wurden und Interviews mit METALLICA. Also, ein lohnendes Rerelease zu einer DVD, die schon seit einiger Zeit vergriffen ist.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
Band Website: www.metallica.com
Medium: DVD
Spieldauer:
VÖ: 12.12.2014

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