Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2017
Hell Over Hammaburg 2017

ROCK HARD Festival 2017

Wacken Open Air 2017

Summer Breeze 2017

Iron Hammer Festival

Kreator - Enemy of God
Review von Souleraser vom 05.02.2005 (3237 mal gelesen)
Kreator - Enemy of God Unglaubliche dreieinhalb Jahre sind vergangen seit dem letzten, "Violent Revolution" betitelten, Studioalbum der Ruhrpotttrasher KREATOR. 2003 stellte man die Fans mit einer hochwertigen Live-DVD und einer Live-CD zufrieden - sofern Live-CDs das eben können, aber in Wahrheit warteten alle natürlich auf ein neues Studioalbum.

Am 17. Januar 2005 war dann klar: Während manche sich damit zufrieden geben, der Staatsfeind zu sein, suchen sich KREATOR lieber direkt Gegner ihrer eigenen Gewichtsklasse. "Enemy of God" ist der Titel des mittlerweile 11. Studioalbums der Band und ohne zuviel zu verraten sei gesagt, dass das Album qualitativ die konsequente Weiterentwicklung von "Violent Revolution" ist.

Alles beginnt mit dem Titeltrack, straight forward, sehr schnell, sehr hart und zum Ende auch schon mal schleppender, aber nichts desto weniger immer schlagkräftig.
Dem Titel nach könnte 'Impossible Brutality' der Nachfolger von 'Violent Revolution' sein, während es musikalisch aber eher gemäßigt zugeht. Der Song spielt sich größtenteils im MidTempo ab, wartet mit einer relativ eingängigen Melodie und beeindruckendem Gitarrenspiel auf.
Deutlich schneller und düsterer, angesichts jüngster Geschicht fast ein wenig symbolhaft, wird es bei 'Suicide Terorrist'. In dieses Konzept der jüngsten Geschichte passt auch 'World Anarchy', das ebenfalls mit extremem Tempo aufwartet, sehr thrashig wirkt und vielleicht der traditionellste Song des Albums ist. Auch eher traditionell ist 'Dystopia', das teilweise mit verzerrten Vocals spielt, im Chorus-Teil eher gemäßigt wirkt, was das Tempo angeht, ansonsten aber wirklich eine Knüppelorgie in Perfektion darstellt. Sehr überzeugend ist hier auch der längere Instrumentalpart kurz vor Schluss.
'Voices of the Dead' beginnt mit einem sehr düsteren, traurigen Intro und mündet in einem, zumindest im Vergleich zu den vorangegangenen Songs, eher MidTempo-lastigen Stück, sch seine düstere, beinahe kalte Stimmung aber bewahrt.
Nach dieser depressiven Nummer zwischendurch wird es bei 'Murder Fantasies' wieder härter. Wie 'Enemy of God' ist der Song straight forward, sehr schnell, sehr hart und erinnert mit seinen sägenden Gitarren ein wenig an manches METALLICA-Stück aus früheren Tagen.
Ein klein wenig episch in musikalischer Hinsicht wird es dann bei 'When death takes its dominion', einer kleinen Hymne, die ein wenig an 'Servant in Heaven, King in Hell' vom Vorgängeralbum "Violent Revolution" erinnert und von einem rein instrumentalen, mehr als eine Minute dauernden Intro eröffnet wird.
Hymnen-Potential wie sein Vorgänger beweist auch 'One Evil comes, a million follow', speziell im Chorus-Teil.
Ein sehr düster-depressives Intro ebnet den Weg für 'Dying Race Apocalypse', einen insgesamt sehr schnellen, arten und knüppeligen Track, der erstaunlicherweise trotzdem ein gewisses Potential beweist, sich im Ohr festzusetzen. Mein persönlicher Lieblingstrack des Albums, 'Under a total blackened sky', ist eine Mischung aus schnellen, knüppeligen und eher stampfenden, mittelschnellen Parts. Das ganze wird angereichert mit Mille-typischen Kreisch-/Krächzvocals und einen extrem eingängigen Killer-Refrain, der absolutes Mitgröhl-Potential beweist.
'The Ancient Plague' beendet als längster und abwechslungsreichster Song schließlich dieses Album. Es handelt sich um die ultimative Thrash-Metal-Hymne mit Ohrwurmpotential und in vermutlich jeder Hinsicht den stärksten und reifsten KREATOR-Song aller Zeiten. Die perfekte Mischung aus behäbigen, groovenden Parts, schnellem Geknüppel und Eingängigkeit.

Der Sound ist glasklar und druckvoll, selbst bei der geradezu unausweichlichen Drehbewegung des Lautstärkereglers nach rechts.
Ein Meisterwerk mit dem KREATOR sich hier zurückgemeldet haben und das sie uns in den nächsten Monaten hoffentlich möglichst tatkräftig um die Ohren ballern.

Neben den 12 Songs findet sich auf der CD übrigens auch der durchaus sehenswerte Videoclip zu 'Impossible Brutality'.
Dem limitierten Digipak des Albums liegt eine Bonus-DVD bei, die u.a. ein "Making of" aus dem Studio, den Videoclip "Impossible Brutality" und "Violent Revolution" und "Phobia" als Liveversion enthält.

Kaufen! Jetzt!

Gesamtwertung: 10.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood blood
Trackliste Album-Info
1. Enemy of God
2. Impossible Brutallity
3. Suicide Terrorist
4. World Anarchy
5. Dystopia
6. Voices of the Dead
7. Murder Fantasies
8. When Death Takes it´s Dominion
9. One Evil Comes - A Million Follow
10. Dying Race Apocalypse
11. Under a Total Blackened Sky
12. The Ancient Plague
13. Impossible Brutality (video clip)

Bonus DVD
- "making of" aus dem Studio
- videoclip und EPK von "Impossible Brutality"
- 2 live songs: "Violent Revolution" und "Phobia"
- DVD 5
- PAL
- ca. 25 Minuten
- FSK 12
Band Website: www.kreator-terrorzone.de
Medium: CD
Spieldauer: 55:42 Minuten
VÖ: 17.01.2005

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Kreator
Reviews

26.09.2013 Dying Alivevon Eddieson

27.06.2003 Endless Pain (Remaster)(8.0/10) von Souleraser

05.02.2005 Enemy of God(10.0/10) von Souleraser

18.02.2017 Gods Of Violence(9.0/10) von Eddieson

24.06.2003 Live Kreationvon Souleraser

11.08.2003 Live Kreation - Revisioned Glory(9.0/10) von Souleraser

27.06.2003 Violent Revolution(9.5/10) von Souleraser

Interviews

28.08.2003 von Souleraser

23.12.2012 von Eddieson

27.01.2017 von Eddieson

Liveberichte

18.02.2017 Berlin (Columbiahalle) von Eddieson

20.12.2012 Hannover (Capitol) von Eddieson

20.05.2007 Athen (Gagarin 205) von gargantouas

08.03.2007 Cologne (Live Music Hall) von Opa Steve

Band website
www.kreator-terrorzone.de
Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!