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Jinjer - Cloud Factory

Review von Opa Steve vom 28.08.2014 (1048 mal gelesen)
Jinjer - Cloud Factory JINJER aus der Ukraine sind aus mehreren Gründen eine interessante Band. Zum einen, weil ihre Herkunft aus der Nähe von Donezk vermutlich vor drei Monaten noch weltweit ein unwissendes Schulterzucken ausgelöst hätte, diese Region aber seit der Ukraine-Krise plötzlich in aller Munde ist. Zum anderen spielen JINJER einen recht bunten Stilmix, den man sich in der westlichen Szene vermutlich nicht trauen würde. Viele Elemente stammen aus dem Thrash und Metalcore und sie tarnen sich damit auch recht gut - jedenfalls kann man die geografische Entfernung von den westlichen Schmelztiegeln der jungen harten Metalsounds nicht heraushören. Auch die Produktion ist fit und benötigte für eine junge Band am östlichsten Rand Europas sicher ein wenig mehr Engagement als einfach die Buchung des nächstbesten Studios.

Eigentlich ist es schade, dass sie sich so gut tarnen. Ich hätte es begrüßt, wenn sie eben NICHT so zu den Trendsettern der Industrienationen geschielt, sondern mehr auf Herz und Bauch geachtet hätten. Das Segment ist überflutet, und JINJER haben etwas, was viele Genre-Bands eben nicht haben: JINJER haben Momente, wo man aufhorcht. Genau das macht auch den Wert dieses Albums aus. Allen voran der Einsatz von Sängerin Tatiana, die eigentlich nur als Ersatz für den ausgewanderten Ex-Shouter in die Band kam. Da dieser aber nicht mehr zurückkehrte, darf Tatiana nun offiziell als Frontfrau agieren. Und ... bitte ... warum habt ihr das Mädel nicht präsenter in Szene gesetzt? Leider singt sie höchstens die Hälfte und ein männlicher Kollege ist mehr als dominant. Der begnügt sich aber mit simplem Rumgebrülle, was zu den präzisen Stakkato-Riffs keinerlei Akzente setzt. Tatiana aber setzt sehr eigenständige Melodien auf das Material. Durch ihren Einsatz schafft es die Band, aus dem Korsett des hektischen Modern-Metal-Geschreddere auszubrechen. Taktweise kommen da sogar gestandene Alternative Metal-Größen wie LACUNA COIL durch ('No Hoard Of Value') und selbst flotte Blast-Songs wie 'A Plus Or A Minus' finden in den Passagen mit Tatiana ihre Balance. Die durchgehenden Attacken sind durchaus anspruchsvoll gestaltet und tadellos gespielt, insofern darf man JINJER für die Umsetzung nicht tadeln. Aber es wirkt auf Dauer doch etwas ermüdend - wenn nicht immer wieder Tatiana einspringen würde, die offenbar auch für ihre Mitmusiker inspirierend wirkt. Ich wünschte, die ganze CD bestände nur aus ihren wirklich dominanten Werken wie dem Opener 'Outlander' und dem Rausschmeißer 'Bad Water', die zugleich neben ihrem dauerhaften Einsatz auch musikalisch die interessantesten und eigenständigsten Stücke sind, da die Frau Power, Vielfalt und Inspiration hat. So wären JINJER absolut top und hätten sich im obersten Drittel unserer Blutskala einen Platz erspielt. Solange aber noch die Standards des modernen Extrem-Metals so oft (wenn auch sehr gut) runtergebetet werden, bleibe ich bei meinem Urteil "tadellos" für Genrefans, aber mit vergebener Chance.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Outlander
02. A Plus Or A Minus
03. No Hoard Of Value
04. Cloud Factory
05. Who Is Gona Be The One
06. When Two Empires Collide
07. Желаю - значит получу
08. Bad Water
Band Website: www.jinjer-metalband.com
Medium: CD
Spieldauer: 37:32 Minuten
VÖ: 22.08.2014

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Es ist anzumerken das dass gute Mädel keinerlei gesangliche Unterstützung von einem männlichen Bandkollegen erhält sonder auch die Shouts und Growls durch die Stimmritze drückt was das ganze noch beeindruckender macht. Eine Band mit Zukunft.
6/10   (09.11.2014 von Raised Fist)

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