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Nothing More - Nothing More
Review von Opa Steve vom 20.07.2014 (657 mal gelesen)
Nothing More - Nothing More NOTHING MORE geben sich alle Mühe, sich in keine Schublade reinpressen zu lassen. Vordergründig kann man sie selbstverständlich irgendwo in den modernen Metal einsortieren. Es gibt ein paar Screams, aber auch einige Alternative-Einflüsse. Aber damit nicht genug - trotz aller Stadion- und Party-Affinität in ihrer Musik gibt es überraschend komplexe Passagen, die man fast als Prog bezeichnen könnte. Auch geben die Jungs ordentlich Gas und erinnern streckenweise in der Riff- und Rhythmusarbeit an LACUNA COIL. So z. B. in einem der Bonussongs der Digital-Edition, nämlich 'Take A Bullet'. Da dieser auch gleichzeitig einer der besten Titel dieser Scheibe ist, müsste ich an dieser Stelle natürlich direkt die Empfehlung für diese Variante aussprechen. Aber es gibt natürlich auch traditionelle Gründe, die dagegensprechen, und das muss jeder für sich entscheiden. Die lobenswerte Gesamtspieldauer der Digital Edition hätte mit ihren 68 Minuten natürlich auch auf CD gepasst. Dass hier wieder versucht wird, die für die Industrie attraktiveren Verbreitungswege, die zugegebenermaßen auch im Vergleich zur CD die höheren Gewinne abwerfen, durch solche Mittel zu pushen, ist eigentlich unnötig, denn man sollte über jedes verkaufte Medium froh sein. Und die digitale Distribution bedeutet in heutigen Zeiten keinen Mehraufwand, wegen dem man auf noch stärkere Umsatzsteigerungen angewiesen sein müsste. Ich kann an dieser Stelle auch beruhigen, dass der zweite Bonussong der Digital-Edition ('Surface & Flames') als elektronischer Mix genauso uninteressant ist wie der reguläre Schlusssong 'Pyre'.

Aber noch ein paar Details zur Scheibe an sich. Ich möchte noch die spürbare Spielfreude positiv hervorheben. Neben den mitreißenden Bühnentiteln wie 'First Punch', die mit entsprechendem Publikum sicher stark zünden werden, lehnt man sich nicht einfach immer auf ein paar catchy Melodien zurück. Die ganze Band überschlägt sich auch gern mit ausgefeilten Strukturen, so z. B. in 'Sex & Lies' oder 'Friendly Fire'. Das berühmte geflügelte Wort 'Weniger ist manchmal mehr' trifft allerdings auch hier gelegentlich zu, was zum einen die Musik manchmal überbordend hysterisch und käsig wirken lässt ('Mr. MTV'), und auch die gesamte Produktion ist deutlich zu kalt gepresst. Offenbar finden die Mastering-Studios immer noch eine neue Plugin-Einstellung, welche noch mehr Ausschlag auf die einzelnen Frequenzen packt. Das Ergebnis ist hier eine auf Dauer sehr ermüdende und unlebendig klingende Scheibe.

Es gibt Licht und Schatten auf diesem Release, aber gerade die Anhänger des modernen Metals freuen sich sicher über diverse Attribute, die mir als traditionellem Musikgenießer eher im Magen liegen. Ich möchte daher vor allem den Eifer und die Vielfältigkeit der Musiker an sich als deutlichsten Pluspunkt von NOTHING MORE hervorheben und empfehle allen Interessenten ein angenehmes Reinhören.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Ocean Floor
02. This Is The Time (Ballast)
03. Christ Copyright
04. Mr. MTV
05. First Punch
06. Gyre
07. The Matthew Effect
08. I'll Be OOK
09. Here's To The Heartache
10. If I Were
11. Friendly Fire
12. Sex & Lies
13. Surface Flames
14. Take A Bullet
15. Jenny
16. God Went North
17. Pyre
Band Website: www.nothingmore.net
Medium: CD
Spieldauer: 68:18 Minuten
VÖ: 27.06.2014

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Nothing More
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20.07.2014 Nothing More(6.5/10) von Opa Steve

Band website
www.nothingmore.net
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