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Marty Friedman - Inferno
Review von des vom 02.06.2014 (664 mal gelesen)
Marty Friedman - Inferno Falls es nicht gleich klingelt: MARTY FRIEDMAN ist in Thrash-Kreisen vor allem für seine Arbeit mit MEGADETH bekannt; hat er doch MEGADETHs Alben der Früh-Periode von "Rust In Peace" bis "Risk", also wohl deren kreativste Phase, mit seinem Gitarrenspiel veredelt. Weniger bekannt dürfte sein, dass Friedman in Japan lebt und fließend Japanisch spricht und im Land der aufgehenden Sonne als Gitarrist und Songwriter auch abseits des Metal-Genres große Anerkennung genießt und auch als Fernsehmoderator sehr bekannt ist.

Mit "Inferno" veröffentlicht er seit mehr als zehn Jahren wieder erstmals eine Platte außerhalb von Japan, und schon nach wenigen Tönen wird klar, dass MARTY FRIEDMAN mit diesem Album so richtig die Sau rauslassen will. Aberwitzige Gitarrenläufe prägen das Album und hinterlassen beim Zuhörer einen Knoten in Hirn; viel sperriger geht es wohl nicht. Metal, Flamenco-Gitarren bei 'Wicked Panacea' oder ein schräges Saxophon in 'Meat Hook' sorgen gleichermaßen für Abwechslung wie Überforderung. Geprägt wird "Inferno" auch von vielen Kollaborationen wie mit Rodrigo y Gabriela für die Flamenco-Gitarren oder Jorgen Munkeby am Sax. Zugänglicher wird es bei den nicht-instrumentalen Nummern, die aber auf "Inferno" in der Unterzahl sind, wie die Rock 'n' Roll Nummer 'I Can't Relax' mit Danko Jones oder 'Lycanthrope', wieder mit Danko Jones und Alexi Laiho von CHILDREN OF BODOM, einem wilden Thrash Ritt.

Wenn man "Inferno" aber zum Beispiel mit dem Soloalbum von JEFF LOOMIS von vor ein paar Jahren "Zero Order Phase" vergleicht, muss man konstatieren, dass LOOMIS mehr Wert auf Melodien gelegt hat, während "Inferno" ein halsbrecherischer Ritt über das Griffbrett ist, das oftmals reichlich quer daherkommt. Ich ziehe den Hut vor den technischen Fähigkeiten FRIEDMANs und jeder Gitarrist wird darob in Freudentränen ausbrechen, ich tue mir aber schwer damit, "Inferno" wirklich genießen zu können.


des

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Inferno
02. Resin
03. Wicked Panacea (feat. Rodrigo y Gabriela)
04. Steroidhead (feat. Keshav Dhar)
05. I Can't Relax (feat. Danko Jones)
06. Meat Hook (feat. Jørgen Munkeby)
07. Hyper Doom
08. Sociopaths (feat. David Davidson)
09. Lycanthrope (feat. Alexi Laiho & Danko Jones)
10. Undertow (feat. Gregg Bissonette & Tony Franklin)
11. Horrors (co-written by Jason Becker)
12. Inferno (Reprise)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 53:58 Minuten
VÖ: 27.05.2014

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Marty Friedman
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02.06.2014 Inferno(6.5/10) von des

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