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Harakiri For The Sky - Aokigahara

Review von Zephir vom 29.05.2014 (1482 mal gelesen)
Harakiri For The Sky - Aokigahara HARAKIRI FOR THE SKY sind ein erneuter Beweis, dass unser Nachbarland Österreich über wertvolle Exportgüter verfügt. Die beiden Herren M.S. und J.J., die 2012 mit voller Wucht ein verzweifelt-suizidäres Debüt in die triste Welt feuerten, haben nun mit dem Zweitling "Aokigahara" nachgelegt und den schwarzgalligen Schwelbrand von Depressive Rock und modernem Black Metal erneut entfacht. Das Artwork ziert ein kleiner toter Fuchs: Aokigahara ist ein am Fuße des Vulkanes Fuji gelegener Wald in Japan, um den sich nicht nur unzählige düstere Sagen und zeitgenössische Legenden ranken, sondern dessen dunkles, verwirrendes Inneres seit Jahrzehnten zahlreichen Lebensmüden sichere Kulisse für den ersehnten Freitod bietet. Wie passend also, dass HARAKIRI FOR THE SKY ihr neues Werk nach diesem Wald benannt haben. Mit Depri-Rock-Gitarren und viel Doublebass widmen sie sich - wie auch auf dem Vorgängeralbum - todeswichtigen Dingen wie Verzweiflung, Untergang und Suizid, und nicht nur 'Homecoming, Denied' - offizieller Vorab-Promo-Song - dreht sich ums vergebliche Heimkommen, um die misslingenden Versuche einer Rückkehr, um trostlose Verluste und Abschiede.

Auf "Aokigahara" wurde deutlich an Druck und Tempo zugelegt. Schon der Opener 'My Bones To The Sea' ist eine spleenige fleur du mal zwischen depressiver Lyrik und apokalyptischer Auswegslosigkeit. Zu diesem Titel wurde in monomanischer Farblosigkeit ein nostalgisch-destruktives Video gedreht, das das Label Art Of Propaganda auf dem hauseigenen Youtube-Channel veröffentlicht hat. Dies sollte man sich unbedingt einmal anschauen. Einer der beeindruckendsten Songs ist 'JHator', der mit atemlos rasenden Drums wie eine schwere Welle über den Hörer hinwegrollt (Einsatz: "Sundown...!" - selten im Leben etwas so Ergreifendes gehört). Neben dem stimmlich äußerst begabten J.J. tritt hier übrigens Seuche von FÄULNIS als Gastsänger auf. Die Bedeutung des eigenartigen Songtitels, den keiner aussprechen kann, erkläre ich mir persönlich als Hybrid aus "Dschihad", "Hate" und dem auf eine Person verweisenden Suffix "or".

Noch weitere Gäste sind auf "Aokigahara" zu hören: Torsten von AGRYPNIE verstärkt 'Burning From Both Ends', ein überaus dynamisches Duett, das einen mit in den Abgrund reißt. In 'Panoptycon' hören wir unverkennbar Eklatanz von HERETOIR und dürfen ein kleines bisschen hoffnungslos träumen. '69 Dead Birds For Utoya' wird laut Booklet vervollkommnet durch einen Herrn namens Cristiano von einer Band namens WHISKEY RITUAL (mir bis dato unbekannt). Die Vinyl-Version beinhaltet wieder einen Coversong als Bonus: 'Mad World' von TEARS OF FEARS sollte es sein, das haben wir alle irgendwann schon einmal im Radio dudeln hören. Meine bescheidene Ansicht: An den 'Shadowman' vom Debütalbum reicht dieses Lied nicht heran. Besser als das schnulzige Original gefällt mir das Cover aber auf jeden Fall.

Die Album-Release-Tour mit EIS und FÄULNIS fand bereits im April statt; im Oktober dieses Jahres werden HARAKIRI FOR THE SKY aber nochmals unterwegs sein, und zwar gemeinsam mit AGRYPNIE. Spätestens danach wird diese großartige junge Band kein Geheimtipp mehr sein.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. My Bones To The Sea
02. Jhator
03. Homecoming Denied
04. 69 Dead Birds For Utoya
05. Parting
06. Burning From Both Ends
07. Panoptycon
08. Nailgarden
09. Gallows (Give' Em Rope)
10. Mad World (BONUSSONG of the vinylversion)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 1:09:24 Minuten
VÖ: 21.04.2014

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