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Drone - Drone

Review von Opa Steve vom 26.04.2014 (1204 mal gelesen)
Drone - Drone DRONE habe ich von einem meiner letzten Summerbreeze-Festivals anno 2008 noch gut in Erinnerung. Eine beeindruckend tight und energisch spielende Live-Band, die den Platz vor der Bühne als Newcomer gut füllen konnte. Da ich die Studiowerke seitdem nie wirklich verfolgt hatte, war ich gespannt, wie sich DRONE 2014 auf CD schlagen würden. Vielleicht waren meine Erwartungen durch die nostalgische Erinnerung ein wenig zu hoch geschraubt, aber mir ist es leider nicht gelungen, die Magie von einst auf dem gleichnamigen Album wiederzufinden. Der Infoflyer preist die Band wie folgt: "Geradlinig, gewaltig, talentiert". Das kann ich alles so weit unterschreiben. "Drone" geht gut nach vorn, die meisten Songs sind auch entsprechend brachial eingetütet, und es wäre vermessen, der Band angesichts der schon früheren Live-Performance und dem aktuell vorliegenden Album das Talent bezüglich ihrer Tightness absprechen zu wollen. Aber ich finde es musikalisch leider nicht wirklich so talentiert. Man muss sich vor Augen halten, dass es sich über die Hälfte der Spieldauer eigentlich um schnöden Metalcore handelt, der das Material stark beeinflusst. DRONE sind natürlich nicht so blöd, sich darauf reduzieren zu lassen, und machen genau das, was eine reine Metalcore-Band niemals tun würde. Sie variieren. Da gibt es coole Ausreißer wie 'Hammered, Fucked And Boozed' mit seinem Schweinegroove. Da gibt es 'Rock'n'Rollercoaster', als würden METALLICA 'ne Rock 'n' Roll-Nummer covern. Und mit 'Carry Me Home' ist sogar traditioneller Heavy/Speed an Bord. In 'Buried In Blue' erinnern die späteren Gitarrenharmonien an GOJIRA, und 'Hung And Over' ist ein reinrassiger Lagerfeuersong. Und mit Lagerfeuermusik klingt die Scheibe auch später aus. Und lässt den Hörer etwas ratlos zurück. Jeder Song ist für sich betrachtet nicht wirklich schlecht, aber ich vermisse Authentizität und Charakter, die der Scheibe völlig fehlen. Ich nehme es der Band beim Hören der Dreiviertelstunde einfach nicht ab, dass diese Stilvielfalt aus ihrer Seele kommt. Anderen Bands gelingt dies, selbst wenn sie handwerklich nur 80% der DRONE-Leistung auf die Pfanne bringen. Zu aufgesetzt und baukastenmäßig klingen diese Sprünge. DRONE wollen einfach zu viel auf einmal und alles und jeden begeistern, und das wirkt so recht orientierungslos. Die Scheibe ist tadellos eingetütet, ist aber unfokussiert und ohne Tiefe. Und erschreckenderweise ist der Song mit dem meisten Charakter ausgerechnet 'Hammered, Fucked And Boozed' - mit einem Stil, der mit der eigentlichen Ausrichtung von DRONE überhaupt nichts am Hut hat.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Guilt
02. The Reason
03. Hammered, Fucked And Boozed
04. Buried In Blue
05. Into Darkness
06. Hung And Over
07. Rock'n'Rollercoaster
08. How We Suffer
09. Beatbox Within
10. Carry Me Home
11. Life Of Riley
12. Out In The Rain
Band Website: www.droneband.de
Medium: CD
Spieldauer: 45:11 Minuten
VÖ: 25.04.2014

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