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Incura - Incura
Review von Opa Steve vom 21.03.2014 (730 mal gelesen)
Incura - Incura Ich war mir am Anfang lange nicht sicher, ob bei INCURA vielleicht eine Frau singen würde. Dann habe ich mir die Promo-Fotos angeschaut. OK, es sind nur Kerle. Allerdings mit fiesem Emo-Scheitel und in modischen Klamotten. Ich bin jetzt mal als Hetero gnadenlos ehrlich: Mann, ihr seht als Band echt kacke aus. OK, der war gemein, aber ich kann ihn mir erlauben, da ich musikalisch eher Gutes zu vermelden habe. "Eher" bedeutet hier, dass man die Mucke auf dem selbstbetitelten Album nur genießen kann, wenn man halbwegs resistent gegen überbordendes Tralala und Dudelei ist. Das ist nämlich wirklich eine Grundbedingung, da INCURA vor lauter Spielfreude die Hooklines so vollpacken, dass man es einfach mögen muss. Kyles Plappermaul vor dem Mikro hält kaum einen Takt still, und seine etwas weibliche Stimme unterstreicht diesen Mitteilungsdrang äußerst authentisch. Was sie dabei aber machen, hat durchaus Format: die fünf Jungs befinden sich auf einem Roadtrip quer durch die Genre-Landkarte, sie kratzen an Hardrock, Metal, Musical und Prog, und das Beruhigende an der Sache ist, dass sie es wenigstens können. Die Rock-Balladen 'Decide' und 'Sweat Runs Cold' (und ich hasse Rock-Balladen!) sind fast so ambitioniert wie ein Song von QUEEN, und eine solche Adelung spreche ich nicht leichtfertig aus. Mehrstimmige Gesänge, triefendes Pathos, und dazu kernige Rockriffs nebst Piano. Gar nicht mal schlecht, zumal es alle Peinlichkeiten umschifft, die in diesen Gewässern überall lauern. Wer nun aber glaubt, dass es sich hier um eine simple Bombast-Band handelt, der irrt. Sie packen zu den Riffs auch gern mal die Doublebass aus, und obwohl die Härte immer wieder durch den Anspruch komplexer Arrangements durchbrochen wird, würde ich "Incura" dennoch unterm Strich als vollwertiges Metal-Album bewerten. Metal plus X. Prog-Metal wäre als Schublade sicherlich (sofern man diese bemühen möchte) eine gute Einordnung, trifft es aber auch nicht ganz. Schließlich hält die Band keine pausenlosen Hyperspeed-Figuren auf ihren Instrumenten ab, sondern schaltet auch gern mal einen Gang zurück, um der Stimmung eines Songs den Vortritt zu lassen. Ein bisschen Metalcore steckt vielleicht auch noch drin, aber vielleicht ist es auch Einbildung, nachdem ich die Playmobil-Frisuren der Jungs gesehen habe. Eine außergewöhnliche Scheibe, nicht für Jedermann, aber mit Klasse.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Get The Gun
02. I Breathe This
03. I'm Here Waiting
04. Who You Are
05. Turning Blue
06. Decide
07. Here To Blame
08. The Greatest Con
09. I'd Give Anything
10. Sweat Runs Cold
Band Website: www.incura.net
Medium: CD
Spieldauer: 43:40 Minuten
VÖ: 24.02.2014

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Incura
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21.03.2014 Incura(8.0/10) von Opa Steve

Band website
www.incura.net
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