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Lethe - When Dreams Become Nightmares
Review von Zephir vom 15.01.2014 (972 mal gelesen)
Lethe - When Dreams Become Nightmares Die Schweizerin Anna Murphy ist eine bekannte Größe: Seit 2006 gilt ihre unverwechselbare Goldkehle als Aushängeschild der populären Folk-Metal-Band ELUVEITIE. Gemeinsam mit einem Herren namens Tor-Helge Skei, der mir, so muss ich gestehen, bis zum heutigen Tage unbekannt war, rief sie ein neues Bandprojekt in die Welt, um sich selbst einen Raum für musikalische Ausbrüche zu schaffen, die in ihrer beider bisherigen Tätigkeit keinen Platz finden konnten. Seit Ende 2012 erkundet das Duo fremde musikalische Gefilde wie die experimentelle Mischung aus elektronischem Dark Ambient, Pop und Trip-Hop unter dem Bandnamen LETHE. Diesen Namen trägt einer der Flüsse der Unterwelt in der griechischen Mythologie, jener Fluss, dessen Wasser denjenigen, der davon trinkt, alles vergessen lässt. Ebenso sollten die Hörer des ersten Albums "When Dreams Become Nightmares" alles vergessen, was sie bisher aus der Folk-Metal-Szene von Frau Murphy gehört haben.

Denn eines ist gewiss: Das Album ist nichts für ELUVEITIE-Fans. Die Musik von LETHE ist in ihrem Elektro-Gitarren-Mix ätherisch, schwimmend, einlullend, lethargisch (der Begriff der Lethargie ist schließlich etymologisch verwandt mit dem griechischen "lethe", dem Vergessen, und soll an dieser Stelle nicht negativ anklingen). Das Album hat etwas Sphärisches, aber es ist eine undurchsichtige Sphäre, die sich gegen die gewohnten Zugänge sperrt. Im Querschnitt dominiert ein zäher Strom aus meditativ-monotoner Düsternis, der sich in 'Haunted' mit schweren Gitarren unterbricht, in 'Transparent' mit groovigeren Beats und der in 'No Reason' Arrangements auffährt, bei denen man dann doch etwas Folkiges durchschimmern zu hören meint (aber da kann man sich auch irren). Allzu neuartig ist der Stilmix von LETHE im Übrigen nicht, wenn man bedenkt, wie lange schon die niederländischen Kollegen von THE GATHERING aktiv sind, die Erfinder des Trip Rocks.

Persönlich kann ich mit LETHE nichts anfangen, was rein geschmackliche Gründe hat. Anna Murphys Stimme hat mich über die Jahre immer wieder begeistert, aber für LETHE legt sie eine Intonation an den Tag, die einfach nicht mein Fall ist - ihr Gesang ist sehr hell, um nicht zu sagen piepsig, und klingt für mich irgendwie nach leidender Pop-Diva. Tor-Helge Skei übernimmt zumeist den Part des eingesprochenen Wortes, aber mancherorts - wie in 'Ad Librum' - verfällt auch er in den gleichen Stil, der für mein Empfinden einfach zu sehr jammert. Bemängeln würde ich auch den Albumtitel, der für eine Band, die sich Experimentierfreude auf die Fahnen schreibt, doch reichlich phantasielos ist.

Ich zweifele aber nicht daran, dass die Musik ihre Anhänger finden wird - vielleicht in der Gothic-Avantgarde, die zurzeit dringend qualifizierte Verstärkung gebrauchen kann. Und an der Qualifikation der beiden Musiker besteht schlussendlich kein Zweifel.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. In Motion
02. Haunted
03. Come Look at the Darkness With Me
04. Ad Librum
05. Love Pass Filter
06. Oblivion
07. You
08. Transparent
09. No Reason
10. When Dreams Become Nightmares
Band Website: http://www.facebook.com/LetheProject
Medium: CD
Spieldauer: 56:00 Minuten
VÖ: 17.01.2014

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