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Amon Amarth - Fate of Norns

Review von Souleraser vom 08.09.2004 (4132 mal gelesen)
Amon Amarth - Fate of Norns Gut 2 Jahre nach dem durchaus starken "Versus the World" präsentiert das Aushängeschild des Wikinger-Metals, AMON AMARTH, sein neues Album.

Das Album trägt den Namen "Fate of Norns" und hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Die Ursache dafür liegt nicht im Pfeifkonzert, dass das Label Metalblade der Promo verpasst hat, um (erfolglos übrigens; ich hoffe aus tiefstem Herzen der oder die Nestbeschmutzer krepieren elendig und qualvoll) eine Vorabveröffentlichung des Materials im Internet zu verhindern. Der Promo kam ich nicht näher als im Redaktionsnewsletter von ihr zu lesen.
Nein, vor mir liegt das wirklich schmucke Doppel-Digipak, bestehend aus dem regulären Album "Fate of Norns" und der Bonus-DVD "Live at Grand Rokk Reykjavik".
Es ist tatsächlich das, was mir da auf "Fate of Norns" musikalisch angeboten wird, was mich ein wenig ratlos werden lässt.
Der Hauptkritikpunkt zum Album heißt ohne Zweifel "künstlerischer Stillstand", den man AMON AMARTH mittlerweile offen und ehrlich anlasten kann und darf. Auf "Fate of Norns" findet sich wenig bis nichts Überraschendes, höchstens Erschreckendes, so etwa eine sehr doomig-sinnfreie Passage im zweiten Track 'Where death seems to dwell' oder zu Beginn von 'Arson'. Ansonsten regiert auf "Fate of Norns" gewohnte Kost der AMON-AMARTH-Bauart. Brachialer Todesmetall, der diesmal sogar noch walzender und alles niederdrückender daherkommt als bisher. Prinzipiell wäre dagegen nicht mal so viel zu sagen, denn zum einen heißt "Stillstand" im Fall von AMON AMARTH "Stillstand auf hohem Niveau" und zum zweiten kann angesichts der Bandgeschichte und Diskografie der Band auch niemand ernsthaft progressive Experimente erwarten oder gar erhoffen.

Obwohl das Album insgesamt also an und für sich keineswegs schlecht ist, bleibt trotz allem ein fahler Bei- und Nachgeschmack, den auch das großartige "Once sealed in blood" nicht mehr abschwächen kann. Von Songs dieses Kalibers hätte ich 8 erwartet, nicht einen Kracher und 7 Songs vom Fließband.
Zweiter und kleinerer Kritikpunkt ist die erstaunlich kurze Spielzeit von nur knapp über 37 Minuten, die sich auf die 8 Songs verteilen. Nicht mal 40 Minuten Spielzeit sind ein bestenfalls zweifelhafter Gegenwert fürs Geld.

Die Produktion ist gewohnt passend zum Album ausgefallen und lässt die 8 Songs wie eine massive, aus nordischer Aggression bestehende Metal-Mauer erscheinen. Donnernd, brachial, alles plättend und extrem druckvoll.

Meine Empfehlung lautet daher: Fans sollten direkt zusehen, dass sie das limitierte Digipak bekommen können. Wer noch nicht mit AMON AMARTH vertraut ist, sollte vorab im Laden reinhören und wer sich nicht in die Gruppe der bedingungslosen Fans zählt, sollte auch erst ein Ohr riskieren.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
1.An ancient sign of coming storm
2.Where death seems to dwell
3.The fate of norns
4.The pursuit of Vikings
5.Valkyries ride
6.The beheading of a king
7.Arson
8.Once sealed in blood

Bonus-DVD
1.Amon Amarth live at Grand RokkReykjavik,
Band Website: www.amonamarth.com
Medium: CD
Spieldauer: 37:12 Minuten
VÖ: 06.09.2004

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