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Lacrimas Profundere - Antiadore

Review von Stormrider vom 05.06.2013 (1781 mal gelesen)
Lacrimas Profundere - Antiadore LACRIMAS PROFUNDERE sind eine absolute Konstante im melancholischem Dark Rock/Metal. Nicht umsonst sind die Bayern seit 1993 aktiv und können sich mit jedem Album eine größere Fanbasis erspielen. Wenn nicht alles schief läuft, sollte das auch mit dem aktuellen Dreher "Antiadore" der Fall sein. Nicht, dass die Band ihren Sound nach mehr als 20 Jahren neu erfunden hätte - nein bestimmt nicht, sie hat ihn aber durchaus nochmal weiterentwickelt. Vom gecrowlten Gothic der Anfangstage ist heute nur noch eine kurze Sequenz im Opener 'My Release In Pain' übrig, die aber eine nette Brücke zurück schlägt und gleichzeitig auch zeigt, dass man im Härtegrad wieder ein Stück angezogen hat. Waren die letzten beiden Alben doch schon sehr nah an HIM dran und konnten hauptsächlich durch ihre Melodien und den Schmachtgrad überzeugen, wird 2013 wieder amtlich gerifft und das Genre Goth 'n' Roll mehr in Richtung Dark Metal, denn Dark Rock interpretiert. Hier sei neben dem Titelsong zum Beispiel auf 'Abandon' verwiesen. Der selbstverständlich trotzdem einen melancholischen Unterton nicht vermissen lässt, aber ansonsten straight nach vorne treibt und amtlich rockt. LACRIMAS PROFUNDERE hatten (wie es sich gehört für eine Band, die weiß wo Kajal aufgetragen wird, und durchaus ihre Zielgruppe auch im Bereich der jüngeren Damen haben dürfte) schon immer auch sehr ansprechende Balladen am Start, 'Still In Need' und 'Head Held High' sind auf "Antiadore" der Vertreter für die sehr ruhigen Klänge. Überhaupt wird es in der zweiten Albumhälfte insgesamt wieder etwas ruhiger, was aber glücklicherweise nicht zu Lasten der Qualität geht. Man kann sich das Album durchaus auch auf Repeat anhören, denn das Quartett wirkt so hungrig wie eine ganze Weile nicht. Lyrisch sei vielleicht angemerkt, dass das Album nicht unbedingt für frisch verliebte Pärchen geschrieben worden ist. So ziemlich alle Songs behandeln missglückte Beziehungen, aber das dürfte im Genre auch wenig überraschend sein. Also eher ein Album für Liebeskummer-Erkrankte, oder natürlich für Menschen mit latentem Hang zum Depressiven.

Kommen wir also auch schon zum Fazit. Mit "Antiadore" geht das Quartett einen Schritt vor, und macht dennoch einen zurück, was mir persönlich sehr gut gefällt und die direkten Vorgänger damit abhängen kann. Das Album wird keinen Fan der Band enttäuschen, auch wenn ein Übersong wie 'Again It's Over' oder auch 'My Velvet Little Darkness' sich nicht darauf geschlichen hat. Die Produktion gefällt mir etwas besser als bei "The Grandiose Nowhere" und auch Sänger Rob Vitacca konnte nochmals zulegen. Es gibt also keinen Grund, sich dieses Album nicht ebenfalls in die Sammlung zu stellen, wenn man neben den bereits erwähnten Skandinaviern auch noch die ein oder andere END OF GREEN oder auch weichere PARADISE LOST im Schrank stehen hat.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. My Release In Pain
02. Antiadore
03. What I´m Not
04. All For Nothing
05. Dead To Me
06. Abandon
07. Still In Need
08. Deny For Now
09. Head Held High
10. My Chest
11. Remembrance Song
12. A Sigh
Band Website: www.lacrimas.com
Medium: CD
Spieldauer: 47:19 Minuten
VÖ: 20.05.2013

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