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Defeated Sanity - Passages Into Deformity

Review von Kex vom 25.02.2013 (1287 mal gelesen)
Defeated Sanity - Passages Into Deformity Bereits seit 1994 sind DEFEATED SANITY eine feste Größe der deutschen Death Metal-Szene. Als eine Band des Untergrunds machte sich das Quartett vor allem bei Fans des technisch hochwertigen Brutal Deaths einen Namen. Experimentierten die Berliner fast zehn Jahre bis zum ersten Album in voller Länge ("Prelude To The Tragedy" 2004), erscheint mit "Passages Into Deformity" bereits der vierte Silberling.

Wer DEFEATED SANITY noch nicht kennt, bekommt auf dem einminütigen Opener 'Initiation' eine faire Gelegenheit, die Scheibe auszumachen und zurück ins Regal zu stellen. Während aus dem letzten Bunkerloch einige Kanalratten mit den Growls nach oben befördert werden, wird in irrer Geschwindigkeit das Schlagwerk bearbeitet. Völlig emotionslos wird schwergängiges Riffing zugeschaltet und ich frage mich kurz, was mir grade wohl widerfahren ist. Brutal Death ist hier die einzig angemessene Bezeichnung mit ganz großer Betonung auf das Brutal. Die Texte sind selbstverständlich kaum zu verstehen, aber auch sie dürfen dieser Bezeichnung zugeordnet werden. Mit 'Naraka' beseitigen DEFEATED SANITY dann auch den letzten Zweifel daran, dass der Bandname Programm ist. Was an Melodie und Gefühl nicht vorhanden ist, wird an technischer Finesse aufgewogen. Der Bass fährt eine abgefahrene Linie, deren Thema in Variationen stetig wiederkehrt, während das Schlagwerk seinen ganz eigenen Weg zu gehen scheint. Meine Gehörgänge verknoten sich zusehends, nicht, weil ich "Passages Into Deformity" nicht leiden mag, sondern weil ich eine immense Konzentration aufwenden muss, um dem Gehörten noch in irgendeiner Form zu folgen. Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich trotz Schranzeinlage am Ende von 'Verblendung' wegtrete und knapp zwei Stunden in der Welt des Schlafes verweile. Beim zweiten Hören erschließen sich zumindest die ersten drei Songs um einiges besser und 'Lusting For Transcendence' rüttelt mich mit einer gehörigen Portion Aggression auf. Ich muss zugeben, ich bin nicht der absolute Brutal Death Fan, aber DEFEATED SANITY kriegen mich. Kranker Scheiß gilt hier als Aussage höchsten Lobes. Das Quartett versteht sein Handwerk. Konstantin Lühring erweist sich dabei als würdiger Nachfolger an den Vocals und definiert "abgrundtief" noch mal komplett neu. SUFFOCATION sind dagegen als melodisch und klar verständlich einzustufen. Angenehm ist dabei auch, dass "Passages Into Deformity" ohne Verzerr-Effekte am Gesang auskommt. "Chapters Of Repugnance" rutschte da an mancher Stelle doch zu sehr in die flachen Gewässer des Core ab. Wobei langjährige Fans es sicher besser zu beurteilen vermögen, ob nun der aktuelle oder der vorangegangene Silberling der Band gerechter wird. Die Unterschiede zwischen beiden Scheiben sind lediglich mit der Lupe zu finden.

Fazit: Nach der dritten Runde Hören bin ich überzeugt, dass die Welt mehr als nur schlecht ist. Es regt sich das tiefe Bedürfnis in mir, ein Brett mit Nägeln zu versehen und auf Gießens Straßen das Jüngste Gericht einzuleiten. DISGORGE-Fans werden meine Faszination für DEFEATED SANITY nachvollziehen können, während SUFFOCATION-Verehrer Abschied von Melodie und "klarem" Gesang nehmen sollten, bevor "Passages Into Deformity" den Weg in die Anlage findet. Wer sich immer noch kein Bild machen kann, ziehe sich die Texte des Quartetts, dargestellt in den Metal Archives, rein.

Anspieltipps: 'Lusting For Transendence', 'Perspectives'

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Initiation
02. Naraka
03. Verblendung
04. Lusting For Transcendence
05. The Purging
06. Verses Of Deformity
07. Perspectives
08. Frenzy
09. Martyrium
Band Website: www.myspace.com/defeatedsanity
Medium: CD
Spieldauer: 37:44 Minuten
VÖ: 05.02.2013

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25.02.2013 Passages Into Deformity(8.5/10) von Kex

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