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Cayne - Cayne

Review von Stormrider vom 20.02.2013 (1417 mal gelesen)
Cayne - Cayne Die schönsten Momente im Leben eines Rezensenten sind die, in denen man Nichts erwartet und vollkommen von einem Album überrascht wird. Genau so ein Fall ist "Cayne". Dass die Band bereits 1999 von ehemaligen Musikern einer heute sehr namhaften italienischen Gothic-Band gegründet wurde, 2001 ihr bis dato einziges reguläres Album veröffentlichte und am vorliegenden Output nur noch ein Originalmitglied mitgearbeitet hat. Geschenkt! Denn was auf den zwölf Songs, nach dem ziemlich verzichtbaren Intro, geboten wird, ist feinster dunkel eingefärbter Melodic-Metal mit leichtem Goth-Einschlag. Kein Gegrunze, keine Grazie die zu hoch trällert, kein unnötiger Bombast oder Kitsch. Nicht mal die elektrische Violine gereicht zu einem blöden Witz, sondern bettet sich hervorragend ins Klangbild ein. Dazu kommen ein modernes Soundgewand und keine allzu offensichtlich Anbiederungen an die gute alte Zeit des Gothic. Es wird durchweg ordentlich nach vorne gerockt (z.B. 'Deliverance', 'Black Liberation') und die Ballade 'Like The Stars', die natürlich nicht fehlen darf, rundet ein wirklich starkes Album ab und bildet zum Abschluss der knappen Stunde einen schönen Kontrastpunkt, ohne allzu weinerlich zu sein. Sollte die Band vor zehn Jahren auch schon solches Material am Start gehabt haben, kann ich mir beim besten Willen nicht erklären, wieso man das Handtuch für eine Weile werfen musste. Hier wirkt nichts angestaubt oder gewollt modern, um das andere Extrem zu bemühen. Die Songs sind allesamt eingängig und werden von Giordano Adornato mit einer klasse Gesangsleistung veredelt. Wie konnte der Mann bis dato unentdeckt bleiben?

Ich bin wahrlich kein Freund davon, dass seit geraumer Zeit jede Combo, die mal mehr als drei Songs auf einen Rundling gebannt hat, auf die Idee kommt, nach ein paar Jahren Pause doch noch mal einen Versuch zu starten. Aber im Falle von CAYNE muss man feststellen, dass die Qualität stimmt und dieser Release absolut seine Daseinsberechtigung hat. Eine absolut runde Sache dieses Album. Solche Wundertüten sind es, für die es sich lohnt auch mal eine Niete durch die Ohren ziehen lassen zu müssen. Für mich sind CAYNE bis jetzt eine der positiven Überraschungen des noch jungen Jahres. Ich wünsche der Band auf jeden Fall, dass sie mit "Cayne" einen erfolgreichen Neustart schafft. Leicht wird das indes nicht werden, da Anfang des Jahres mit Claudio Leo das letzte Originalmitglied, und damit vermutlich die treibende Kraft hinter dem Neustart, kurz vor der Veröffentlichung verstorben ist. Die verbliebenen Mitglieder möchten die Band in seinem Sinne fortführen, was angesichts der gebotenen Qualität hoffen lässt, dass man zukünftig noch mehr von CAYNE hören wird. Geheimtipp für Melodic-Gother, die der Moderne aufgeschlossen gegenüberstehen und dennoch nicht auf Traditionelles und Liebgewonnenes des Genres verzichten wollen!

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The Strain (Intro)
02. Waiting
03. Dont Tell Me
04. Together As One
05. King Of Nothing
06. Little Witch
07. Deliverance
08. Addicted
09. My Damnation
10. Through The Ashes
11. Black Liberation
12. Evidence
13. Like The Stars
Band Website: www.cayne.it
Medium: CD
Spieldauer: 56:57 Minuten
VÖ: 14.02.2013

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