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Suffocation - Pinnacle Of Bedlam

Review von Hirsch666 vom 18.02.2013 (921 mal gelesen)
Suffocation - Pinnacle Of Bedlam Mittelmaß und SUFFOCATION - das passt einfach nicht zusammen. Zwar muss ich gestehen, dass ich mit den aktuelleren Alben "Blood Oath", "Suffocation" und "Souls To Deny" tatsächlich nicht so viel anfangen konnte wie mit den frühen Schätzchen der Bandgeschichte wie "Human Waste", "Effigy Of The Forgotten" und "Pierced From Within", aber auf ihrem frisch in die Läden gekommenen "Pinnacle Of Bedlam" kriegen die US-Urgesteine hervorragend die Kurve von ihren etwas verfrickelten Neuwerken zu ihren straighten Anfängen.

Nach dem Weggang von Stammdrummer Mike Smith durfte man gespannt sein, wie sich SUFFOCATION von diesem Verlust erholt haben und man muss bestätigen, dass der alte neue Drummer Dave Culross, der ja schon auf der "Despise The Sun"-Mini-LP zu hören war, seine Sache außerordentlich gut macht und dieser Wechsel dem Sound von "Pinncale Of Bedlam" nicht abträglich war. Ob es nun am frischen Blut oder an der Chemie innerhalb der Band liegt sei dahingestellt. Sicher ist, dass sich SUFFOCATION auf ihrem mittlerweile neunten Studio-Release frischer und lebendiger als je zuvor geben - und das nach mittlerweile weit über 20 Jahren in der Death Metal-Szene!

Gleich beim Opener 'Cycles Of Suffering' sind alle Bedenken verflogen. Es geht wie immer gut schnell zur Sache, mit den üblichen Breaks und Gitarrenfrickeleien, zwischendrin noch ein fetter Groovepart - alles da, was das Herz begehrt. Drumtechnisch ist das alles auf höchstem Niveau und Grunzer Frank Mullen präsentiert sich in absoluter Topform. Schwer vorzustellen, wie SUFFOCATION wohl ohne ihre Frontsau klar kommen, wenn dieser tatsächlich - wie angekündigt - seine Touraktivitäten zurückschrauben muss und der Rest der Band mit einem Ersatz vorliebnehmen müsste.

Nach zwei weiteren typischen SUFFOCATION-Songs - 'Purgatorial Punishment' und 'Eminent Wrath' - folgt nun die beste Phase der CD. 'As Grace Descends' ist der straighteste Song des Albums, weshalb er mir persönlich auch am besten im Ohr geblieben ist und für mich am besten den Bogen zu den Frühwerken der Band spannt. Wenige Breaks, dafür Attacke pur. Sehr schön. Zu diesem Song gibt es übrigens ein sehr schönes Making-Of im Internet. Ein sehr lohnenswertes Filmchen, das die Band bei bester Laune und die ungebrochene Euphorie der Fans der Band zeigt. Da freut man sich doch schon wieder auf die nächste SUFFOCATION-Show.

Damit es nach dieser Abrissbirne nicht zu eintönig wird, hat man mit 'Sullen Days' direkt mal den groovigsten Song angehängt. Zähes Ding, aber auch geil. Es ist die Ruhe vor dem Sturm, denn mit dem Titelsong geht die Knüppelorgie weiter und 'Pinncale Of Bedlam' ist sicherlich ebenfalls ein Highlight und Anspieltip!

'My Demise', 'Inversion' und 'Rapture Of Revocation' vervollständigen das Album und als Rausschmeißer folgt noch in guter, alter Neuaufnahmen-Tradition 'Beginning Of Sorrow' vom "Breeding The Spawn"-Album. Dabei bleibt ein weinendes Auge übrig, denn man kann sich endlich mal vorstellen, was aus "Breeding The Spawn" hätte werden können, wenn man dem Album damals einen ordentlichen Sound gegönnt hätte.

Zum Glück haben SUFFOCATION auf "Pinnacle Of Bedlam" bei der Produktion ein besseres Händchen bewiesen, so dass der Sound dick, aber trotzdem klar und strahlend geworden ist. Auch damit kann ich mich deutlich besser anfreunden als mit den meisten früheren SUFFOCATION-Alben. Gute Mischung zwischen old-school und modern. So soll's sein.

Fazit: Ein rundes Paket haben SUFFOCATION mit "Pinncale Of Bedlam" geschnürt. Angefangen vom geilen, etwas moderneren Cover-Artwork, über den dicken Sound, der nicht zu poliert, aber auch nicht nach Garage klingt. Songwriting vom Feinsten, worüber sich junge und alte Fans freuen dürften - es passt einfach zusammen. Wer nach 20 Jahren immer noch auf "Human Waste" Pt.2 wartet, den muss ich enttäuschen, aber näher dran waren SUFFOCATION im letzten Jahrzehnt nicht. Für mich ein Highlight der Bandgeschichte.

Gesamtwertung: 9.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Cycles Of Suffering
02. Purgatorial Punishment
03. Eminent Wrath
04. As Grace Descends
05. Sullen Days
06. Pinnacle Of Bedlam
07. My Demise
08. Inversion
09. Rapture Of Revocation
10. Beginning Of Sorrow
Band Website: https://www.facebook.com/suffocation
Medium: CD
Spieldauer: 38:17 Minuten
VÖ: 15.02.2013

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