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Golden Resurrection - One Voice For The Kingdom

Review von Stormrider vom 17.01.2013 (942 mal gelesen)
Golden Resurrection - One Voice For The Kingdom Ich habe darüber nachgedacht, ob ich "A Voice For A Kingdom" besprechen könnte, ohne die Namen RHAPSODY (wahlweise auch mit Feuer), GAMMA RAY und HELLOWEEN zu benutzen bzw. auf das Mitwirken von Christian Rivel (Ex-NARNIA) hinzuweisen. Klar irgendwie ginge das. Mit ist es aber bedeutend einfacher. Was GOLDEN RESURRECTION auf "A Voice For A Kingdom" abliefern, ist sowas von diesen Bands beeinflusst, dass man schon gar nicht mehr von Einfluss sprechen mag. Das ist teilweise schon sehr nah am Original bzw. erinnert eben stark an die Ex-Band des Vokalisten. Leider hat man sich nicht das Beste aus den Welten zu Eigen gemacht, sondern sich von allem etwas genommen und das Ganze dann irgendwie durchschnittlich vermengt, und mit einem leider etwas dünnem Sound ausgestattet, der dazu noch leicht untransparent wirkt. Diese Art Metal muss selbstverständlich nicht massiv modern und auf Bass getrimmt produziert sein, aber wenn jeglicher Druck fehlt, dann macht es auch nicht wirklich Spaß. Wer also wird Spaß mit den knapp 50 Minuten haben? Alle, die auf Double-Bass stehen, werden hier wirklich mehr als glücklich werden, denn in den ersten 9 Songs wird das Gaspedal regelmäßig durchgetreten, was aber zu einer gewissen Effektmüdigkeit meinerseits geführt hat. Der kitschige Bombast ist präsent, und die Gitarren fiedeln teilweise die üblich verdächtigen neoklassischen Skalen. Dazu gibt es Keyboards, die den Gitarren in ihrer Darreichung in nichts nachstehen. Der Gesang ist so, wie man ihn von Christian Rivel gewohnt ist, qualitativ hochwertig, aber ohne das ganz große Pathos aufgreifen zu können, und das Cover wird von einem Ritter beherrscht, dessen Schild eine Taube ziert (zur Info für diejenigen die sich damit auseinandersetzen, die Lyrics sind hier christlicher Natur, so wie man das von NARNIA auch kennt). Klingt jetzt alles irgendwie arg durchschnittlich? Ist es für meine Ohren auch.

Doch dann kommt mit 'Moore Lord' das letzte Stück. Ein fast sechsminütiges Instrumental, was den Eindruck dann leider massiv nach unten korrigiert. So ein langweiliges, nicht enden wollendes Gefiedel habe ich ja selten auf einem Album gehört. Ein flotter Tanzbeat der auch von den FLIPPERS stammen könnte, dazu dann ein einfaches Gitarrensolo, dem jeder Esprit fehlt, und das auf Hochzeiten bestimmt toll als Schiebenummer funktioniert, wenn es nicht gerade seine kurzzeitigen Hochgeschwindigkeitsunterbrechungen hat. Hofft man nach zwei Minuten, dass es bald ein Ende nimmt und es sich nur um ein Outro handelt, wird man aber noch von einem Keyboard-Solo und weiteren unsinnigen Blues-Solo-Versuchen verwöhnt. Liebe Power-Metaller, überlasst den Blues denen, die ihn haben. Nachdem der Spuk des Instrumentals vorbei ist, sitze ich fassungslos vor den Boxen. Wieso?? Wieso?? Wieso nur, hat man denn das dazu gepackt? Eine vernünftige Antwort werden wohl nur GOLDEN RESURRECTION geben können. Sollte man aus dem Titel und dem Gebotenem auf einen GARY MOORE-Tribute schließen? Dann hat dieser definitiv ein charismatischeres Oeuvre verdient. Leider war das der bleibendste Eindruck von "A Voice For A Kingdom".

Am Ende haben wir also eine durchschnittliche Epic-Bombast-Power-Metal-Scheibe, mit starker Stimme, ohne viel Abwechslung oder nennenswerte Überraschungen, die zum Ende hin leider auch noch extrem langatmig ist. Sorry, das hat man wirklich schon oft, und vor allem sehr oft einen Tacken besser gehört. Eher nur für Genrefanatiker oder Alles-Haben-Müsser geeignet.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. The Temple Will Remain
02. Spirit War
03. One Voice For The Kingdom
04. Night Light
05. Golden Resurrection
06. Can't Slow Down
07. Heavenly Metal
08. God's Mercy
09. Born For The Strangers
10. Moore Lord
Band Website: http://www.golden-resurrection.com/
Medium: CD
Spieldauer: 49:01 Minuten
VÖ: 18.01.2013

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