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Metrum - Broken

Review von Stormrider vom 17.02.2012 (1398 mal gelesen)
Metrum - Broken Als "Broken" auf meinem Schreibtisch zur Rezension landete, fiel mir als erstes das extrem wenig aussagekräftige Cover auf. Wenn man sich allerdings ein wenig damit beschäftigt, dann bietet es jedoch einige Interpretationsmöglichkeiten.

Genauso gestaltet sich dann auch der musikalische Inhalt, der auf zwölf Songs verteilten 49 Minuten. Der erste Durchlauf floss folglich noch komplett an mir vorbei, und außer ein paar nicht immer nachvollziehbar wirkenden Instrumentalparts, hätte ich das Album auch gar nicht großartig beschreiben können. Gibt man dem Album aber mehr Spielzeit, dann lässt sich doch ein roter Faden erkennen, den ich in der Schnittmenge von Modern-Metal und düsterem Rock beschreiben würde. Auf der instrumentalen Seite fühlte ich mich regelmäßig an nicht ganz so chaotische SYSTEM OF A DOWN erinnert. Spontane Emotionsausbrüche, Off-Beats, Jazz, proggige, funkige und scheinbar nicht zueinander passende Stile treffen auf straighte Parts, die nachvollziehbar und greifbar bleiben und dem Hörer damit einen Leitfaden bieten. Besonders deutlich wird der Stilmix an den stark variierenden Drum-Patterns, die verschiedenste Genres aufgreifen. Etwas eintöniger ist da schon der Gesang von Fronter Alexander Grössl. Dieser ist beständig, ohne großartig Akzente zu setzen, zumindest im Vergleich zur Musik. Manchmal schimmert hier ein wenig mehr Metal durch, dann erinnern die Vocals teilweise an Tomi Joutsen von AMORPHIS in seinen cleanen Parts. Im Großen und Ganzen sind sie aber nach oben und unten begrenzt, und die Theatralik durch lang gezogene Silben kann mich indes nicht wirklich überzeugen. Auf Dauer geht dieser Art des Gesangs irgendwie die gewollte emotionale Komponente verloren und stellt für mich den größten Schwachpunkt eines Albums dar, welches ansonsten wirklich vielschichtig ist und dem Hörer eine Menge abverlangt, am Ende aber auch nach mehreren Durchläufen ein wenig an Eingängigkeit vermissen lässt.

Man kann der Band aber unbedingt zu Gute halten, dass sie in der Mischung aus gewolltem Chaos und theatralischer Düsterkeit eine kleine Nische für sich gefunden hat, in der sie sich künstlerisch offenbar wohlfühlt und frei entfalten kann, was man auch in den Texten nutzt. Hier lohnt sich durchaus ein Blick ins Booklet, denn Sänger Alex liefert überzeugende Lyrics, in denen er sowohl sozialkritische als auch politische Themen anschneidet, ohne platt zu wirken oder den Zeigefinger besserwisserisch zu erheben. Kann man an dieser Front massiv Pluspunkte sammeln, würde ich mir für das nächste Album eine differenziertere Produktion wünschen. Viele Details lassen sich mehr erahnen als hören, und teilweise wirkt das Spektakel leider etwas dumpf. Hier liegt neben dem etwas eintönigem Gesang definitiv das größte Verbesserungspotential für den Nachfolger von "Broken".

Als Fazit lässt sich festhalten, dass man neben einer Menge positiver Ansätze und interessanter, genreübergreifender Ausflüge auch noch ein paar Baustellen hat. Auf alle Fälle kein Album was beim ersten Hören zündet. Echte Anspieltipps sind schwer auszumachen, da eine in sich stimmige Gesamtleistung geboten wird. Der Titelsong wäre hier noch am ehesten ein Kandidat.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Anger
02. Ditch
03. Insane
04. Leaves Fall
05. Precious
06. Fail
07. Broken
08. Vast Excuse
09. Art
10. Sanity
11. War
12. History
Band Website: www.metrum-music.com
Medium: CD
Spieldauer: 48:27 Minuten
VÖ: 10.02.2012

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