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Coronatus - Terra Incognita

Review von des vom 21.11.2011 (1806 mal gelesen)
Coronatus - Terra Incognita Das Besetzungskarussel bei CORONATUS will und will nicht zur Ruhe kommen. Von der Besetzung, die die letzte Platte eingespielt hat, blieb nicht viel übrig und sogar bei den Damen am Mikro gibt es einen Doppelwechsel; glücklicherweise bleiben CORONATUS auch auf "Terra Incognita" ihrem Konzept der zwei Frontfrauen - Sopran vs. Rockstimme - treu. Sopranistin Carmen R. Lorch, die über lange Jahre den Stil von CORONATUS mit ihrer Sopranstimme geprägt hatte, verabschiedete sich - wie hier berichtet - im letzten Jahr aufgrund eines freudigen Ereignisses von der Band. Ihren Platz nimmt nun Ada Flechtner ein, die schon auf "Porta Obscura" neben Carmen R. Lorch die Rockstimme gesungen hatte. Nun wechselt sie die Seiten und übernimmt die Sopranstimme (Respekt!), während Mareike Makosch für den rockigen Gesang zuständig ist. Die Ausgangslage ist also gleich; klingen tut es aber anders, weil Ada zum Unterschied von Carmen einen rockig gefärbten Sopran singt, was einen nicht mehr so starken stimmlichen Kontrast zwischen den beiden Mädels zur Folge hat.

Was weiters sofort auffällt, ist, dass CORONATUS auf "Terra Incognita" deutlich härter zur Sache gehen. Die Gitarren braten wesentlich heavier und es gibt viel Raum für Soli, die allerdings stets songdienlich eingeflochten werden. Exemplarisch sei hier das stimmungsvolle Solo genannt, das den Titelsong einleitet. Auch soundtechnisch wird wesentlich mehr Druck aufgefahren: es regiert über weite Strecken der Dampfhammer. Doch der vermehrte Einsatz von Folkelementen sorgt dafür, dass man von der Druckwelle nicht allzu sehr niedergebügelt wird. Dazu wird jede Menge Orchesterbombast eingesetzt, der beinahe NIGHTWISH-Dimensionen erreicht. Textlich wird das mehrsprachige Konzept weiterverfolgt, wobei im Gegensatz zu den Vorgängern auf "Terra Incogita", neben Englisch, der Schwerpunkt auf Deutsch gesungenen Lyrics liegt und lateinische Texte nur mehr in Spuren oder als Zitate vorkommen, wie in der Einleitung zu 'In Signo Crucis'. Anspieltipps sind der bombastisch-epische Opener 'Terra Incognita' oder das etwas an THEATER OF TRAGEDY erinnernde 'Fernes Land', das im Chorus mit Grunzgesang aufgepeppt wird. Auch ein Highlight ist das getragene 'Vor der Schlacht', das aus dem Bombastkorsett etwas ausbricht.

Auch "Terra Incognita" ist wieder eine gelungene Platte, die aber an den Vorgänger nicht ganz heranreicht. Es fehlen der ein oder andere herausstechende und ganz originelle Song, die "Fabula Magna" das gewisse Extra gegeben haben, man erinnere sich an 'Der Fluch' oder 'Est Carmen'. Dennoch ordentlich und gefällt mir von Mal zu Mal besser; sehr positiv hervorzuheben sind die wesentlich vordergründigeren Folkelemente und Streichereinsätze, die natürlich sehr gut zur mittelalterlichen Thematik passen, und auch die beiden Damen schaffen es, das typische CORONATUS-Feeling aufrecht zu halten. Wer auf bombastischen Metal und Frauengesang steht, sollte "Terra Incognita" auf jeden Fall an testen.


des

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Saint Slayer
02. Fernes Land
03. Dead Mans‘ Tale
04. Sie stehen am Weg
05. Vor der Schlacht
06. Hateful Affection
07. Der Kleriker
08. Das zweite Gesicht
09. In Signo Crucis
10. Der letzte Freund
11. Traumzeit
12. Terra Incognita
13. Mein Herz (live version) - Digipak Bonustrack
Band Website: www.coronatus.de
Medium: CD
Spieldauer:
VÖ: 18.11.2011

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