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Kadavrik - Bioluminescense

Review von Wulfgar vom 22.09.2011 (1275 mal gelesen)
Kadavrik - Bioluminescense Moin, ihr Freaks da draußen. Diesmal steht bei mir was Besonderes an. Und zwar ein Album, das zwischen 2006 und 2009 entstand. Das liegt vor allem daran, dass es eigentlich 2 unabhängige Alben sind. Das Werk "Bioluminescence" der deutschen Symphonic Black/Death-Metaler Truppe KADAVRIK besteht aus den beiden Teilen "...Until the Die is cast" und "Wine will turn to Blood again". Mit insgesamt 20 Songs könnte man das auch als so eine Art Metalhead-Rundum-Sorglos-Paket bezeichnen. Wer jetzt hauptsächlich störfrequenzgleiches Gekeife und schwerverdauliche Gitarrenwände erwartet irrt doch beträchtlich, denn die Melodien stehen trotz des eiskalten Ambientes der Scheiben immmer klar im Vordergrund. Vergleiche mit der neuen Göteborger Schule, WINTERSUN aber eben auch mit Bands wie BELPHEGOR schwirren mir beständig im Kopf herum.

Aus der obigen Umschreibung des Materials kann der geübte Leser schon den exessiven Einsatz des Keyboards für Hintergundstimmungen und Melodieführung herauslesen. Stimmt auch! Meist übernehmen dann die beiden Gitarren sehr gekonnt das jeweilige Thema. Eins wird mir schon nach den ersten 3 Liedern klar. Mit konventienellem Black-Metal hat das hier nicht mehr viel gemeinsam. Gut, diese Aussage kann man jetzt so oder so betrachten, aber ich muss sagen mir gefällt das was KADAVRIK daraus gemacht haben. Langsam macht für mich auch der Gesamttitel durchaus Sinn. Biolumineszenz ist ein Begriff aus der Biologie und bedeutet nichts weiter, als dass einige Lebewesen durch eine chemische Reaktion auch in der tiefsten Tiefsee Licht erzeugen können. KADAVRIK erzeugen also etwas sehr exotisches in einem dunklen Umfeld. Und dieser Zusammenhang verdeutlicht die Richtung, in die die 5 Jungs vom Niederrhein gehen, sehr gut! Man mischt ungehemmt Black-Metal Elemente mit Blasts aus dem Death und scheut Blicke in Richtung Melodic-Death so wenig wie hier und da ein wenig Ambient.

Die Gitarren agieren meist hart und melodiös und eher selten in tyischen Black-Metal Strukturen. Allerdings ist das Mischungsverhältnis immer eine Frage des Songs den man gerade hört. Die akzentuiert eingesetzten Soli zünden bei mir zu jeder Sekunde und vermitteln zeitgleich viel Gespür für einprägsam-eingängige Melodie und gnadenlos-eisige Härte. Auch an den Drums wird einiges an Filigran-Arbeit geleistet anstatt alles von vorneherein mit Blasts zu bombardieren. Dazu kommen dann noch Lyrics, die, man höre und staune, auch einiges an Selbstironie nicht verschmähen. (Humor und Black Metal, dass ich das noch erleben darf).

Eine beeindruckende Mischung haben KADAVRIK da gebraut, das muss man schon sagen. Mir gefallen die genreübergreifenden Strukturen sehr gut und mir fällt spontan nicht ein, an welcher Stelle ich etwas auszusetzen hätte. Vielleicht sind die Tonspuren in den Black-Passagen a weng vollgepackt, das ist für meinen Geschmack aber bei fast jeder (erwähnenswerten) BM Scheibe der Fall. Daumen hoch für diese Jungen Wilden. Anspieltipps für euch da draußen wären auf CD 1 'Icecold Winter's Grave' und 'Above the Weak', auf CD 2 wären es 'Wherever my Path leads' und der textliche und musikalische Oberkracher 'Dead Body Testament'.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
CD1: "...Until The Die is cast"
1. Cryophobia
2. Icecold Winter's Grave
3. Above the Weak
4. The Voice is beside
5. Dyster
6. Baptised in Alcohol
7. Thin & Frail
8. Alive with Nothingness
9. The Die is cast

CD2 "Wine will turn to Blood again"
1. Kadavrik ascending
2. Hope springs eternal
3. Whereever my path leads
4. Dead Body Testament
5. From your breed
6. Insight:Down
7. Krunk
8. Random Reality
9. On the Edge to loose it all
10. In Nothing you belive
11. Wine will turn to Blood again
Band Website: www.kadavrik.com
Medium: DoCD
Spieldauer: 1:28:29 Minuten
VÖ: 26.08.2011

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