Letzte Reviews





Festival Previews
A Sinister Purpose 2018

Hell Over Hammaburg 2018

Festival Reviews 2018

Autopsy - Macabre Eternal

Review von Opa Steve vom 31.05.2011 (1589 mal gelesen)
Autopsy - Macabre Eternal Das Death Metal Urgestein AUTOPSY, welches bis in 2009 noch alle Reunion-Pläne verneinte, hat wohl in der Zwischenzeit nach einigen erfolgreichen Livegigs doch wieder Bock auf eine Weiterführung der Band bekommen. An die analoge Produktion muss man sich gerade in der heutigen Trigger-affinen Welt des Death Metals gewöhnen, knüpfen die Amis doch stark an ihrer Oldschool-Zeit an. Es wird nicht nur gegrowlt, sondern auch gut gebrüllt, und dezente Echos ersetzen Dopplung und fette Multiband-Kompressoren. Ein bisschen mehr Mastering hätte allerdings nicht geschadet, denn die Scheibe klingt ein wenig drucklos und undynamisch. Unter "authentisch" verstehe ich zumindest, dass ein Tonträger wenigstens so knallt wie auf der Bühne.

Doch nun zur Musik: AUTOPSY klingen in meinen Ohren über große Strecken recht europäisch. Die Songs sind sehr simpel, oft Break-durchsetzt, und bemühen den ständigen Wechsel von schnellen zu langsamen Passagen. Dies wird in den Titeln auf "Macabre Eternal" für meinen Geschmack ein wenig übertrieben, weswegen das Hören des Albums irgendwie an das Fahren im Stop-And-Go-Verkehr erinnert. Die Aggression drückt sich viel mehr in den fiesen Riffstrukturen sowie dem "kaputten" Songwriting aus. Darauf muss man allerdings stehen, wenn man sich Titel wie 'Deliver Me From Sanity' reinziehen will. Banger, die lieber ordentlich abgehen wollen, finden hier leider nicht oft ihre Erfüllung. Diese sollten sich auf die flotten Knaller wie 'Hand Of Darkness', 'Dirty Gore Whore' oder 'Born Undead' verlegen.

Bei großen Namen wie AUTOPSY ist man natürlich geneigt, einen Kult-Vorschuss springen zu lassen. Allerdings muss man auch solche Bands im Vergleich zu anderen Kapellen des Genres sehen - und irgendwann ist Oldschool auch ein bisschen angestaubt. Jedenfalls gelingt es mir nicht, mir die Scheibe in eine "gute" Benotung zu hören, da sie auf mich etwas unausgereift und mit heißer Nadel gestrickt klingt. AUTOPSY legen auch 2011 noch einige Killer-Parts vor, aber sie klingen auch über weite Strecken zu sehr nach unreifem Newcomer. Fans der wirklich alten Schule werden diese Verweigerungshaltung gegenüber der gereiften todesmetallischen Evolution vermutlich begrüßen, aber für mich bleibt unter'm Strich doch nur ein "recht nett".

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01 Hand Of Darkness
02 Dirty Gore Whore
03 Always About To Die
04 Macabre Eternal
05 Deliver Me From Sanity
06 Seeds Of The Doomed
07 Bridge Of Bones
08 Born Undead
09 Sewn Into One
10 Bodgeoned Brained
11 Sadistic Gratification
12 Spill My Blood
Band Website: http://www.autopsydeathmetal.com/
Medium: CD
Spieldauer: 65:03 Minuten
VÖ: 30.05.2011

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

24.02.2012 All Tomorrow's Funerals(8.0/10) von Eddieson

31.05.2011 Macabre Eternal(6.5/10) von Opa Steve

11.01.2018 Puncturing the Grotesque(5.0/10) von Metal Guru

20.07.2013 The Headless Ritual(5.0/10) von Contra

22.04.2014 Tourniquets, Hacksaws & Graves(8.0/10) von Eddieson

Interviews

19.03.2014 von Eddieson

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!