Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2018
A Sinister Purpose 2018

Hell Over Hammaburg 2018

RockHard Festival 2018

RockHarz Festival 2018

The Poodles - Performocracy

Review von Elvis vom 19.04.2011 (2022 mal gelesen)
The Poodles - Performocracy Wer die Schweden von THE POODLES damals aufgrund des eingängig-poppigen Single-Krachers 'Metal Will Stand Tall' für eine Eintagsfliege gehalten hat, dürfte sich langsam wundern. Klar, wer nur diesen Song mit Tess von ALCAZAR - immerhin eine Band aus dem Dancebereich - im Kopf hat, konnte den Gedanken sicher zurecht bekommen. Nichtsdestotrotz liegen die Wurzeln der Band um Sänger Jakob Samuel im Heavy und Hard Rock, was die Band schon mit drei Studioalben und der kürzlich erschienenen Live-CD/DVD "No Quarter"/"In The Flesh" eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

"Performocracy" ist jetzt das erste Studioalbum beim neuen Label Frontiers Records, eine Zusammenarbeit, von der sich die Band Großes verspricht. Während mir persönlich das letzte Album "Clash Of The Elements" zwar ebenso wie die Vorgänger sehr gut gefiel, kam es doch gefühlt etwas zahmer, gitarrenärmer und balladesker daher. Ob das nun am Weggang von Gitarrist Pontus Norgren zu HAMMERFALL lag und Nachfolger Henrik Bergqvist noch nicht so recht konnte, wie er denn gerne wollte, oder an anderen Gründen, sei einmal dahingestellt. Wichtig ist vielmehr, dass "Performocracy" diesen kleinen Fauxpas, wenn man ihn so nennen möchte (denn schlecht war das Material auf "Clash Of The Elements" keinesfalls), gekonnt und kräftig ausbügelt. THE POODLES ziehen nämlich wieder alle Register dessen, was sie am besten können und rocken kräftig drauf los. Klar, ohne Balladen kommt kaum ein Album aus dem Genre aus und deswegen gibt es auch davon einen superben Vertreter. Ab dem Opener 'I Want It All' bis zur ersten Single 'Cuts Like A Knife' geht's durchgehend ab. Am besten unterwegs sind die Schweden dabei schon gewohntermaßen im Fahrwasser des gekonnten Mid-Tempo-Songs. Selbst wenn der Anfang teils noch ein bisschen softer sein mag, spätestens nach kurzer Zeit nimmt der Glam-lastige Kreuzer Fahrt auf und Jakob kann sein charakteristisches Organ auch in entsprechende Höhen schrauben für den großen Refrain. Überhaupt, für den haben die Jungs weiterhin ein tolles Gespür. Sei es nun eben das auf Single gebürstete 'Cuts Like A Knife' (man beachte das in Zusammenarbeit mit MANOWAR-Haus- und Hofregisseur Neil Johnson entstandene Video, in dem er selbst die Rolle des Liebhabers spielt - als Bonus dankenswerterweise auf der CD enthalten und gewohnt sehenswert) oder die auf große Emotionen geschriebene Ballade 'As Time Is Passing': immer kommt der unweigerliche Gipfel, der gnadenlos erklommen wird. Basis ist zwar immer der leicht sleazig-glamhaltige Hard Rock des Quartetts, nichtsdestotrotz hat man beim Songwriting keine Scheuklappen aufgesetzt und immer mal wieder blitzen ein paar moderen Elemente und Effekte durch. Das wirkt jedoch weder aufdringlich noch aufgesetzt und gepaart mit der gewohnt druckvoll-kräftigen Produktion, die bisher jedes Album der Jungs ausgezeichnet hat, sollte daher jeder Fan von THE POODLES zufrieden sein. Auch wenn die Rocker überwiegen, Songs wie das leicht verspielte 'Love Is All' oder das mit orchestralen Elementen liebäugelnde 'Action!' sind neben der Ballade das Salz in der schmackhaften Suppe und sorgen dafür, dass hier über die Distanz keinerlei Langeweile aufkommt. Ausfälle sparen THE POODLES sich freundlicherweise auch noch.

Insgesamt machen die vier Schweden auf "Performocracy" alles richtig und legen das bislang beste Album ihrer Karriere vor. Hier ist von Anfang bis Ende für Unterhaltung gesorgt und alle bisherigen Fans dürften ebenso auf ihre Kosten kommen wie Neueinsteiger ein gefundenes Fressen finden, um THE POODLES näherzukommen. Auf diesem Niveau sollte auch außerhalb der Szene etwas für die vier Jungs mit dem putzigen Namen zu holen sein, denn auch Mainstreamhörer dürften an dem Album Freude haben - und zwar ohne, dass es jetzt abwertend gemeint wäre. Zu gönnen wäre es THE POODLES allemal.

Anspieltipp: alles

Gesamtwertung: 10.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood blood
Trackliste Album-Info
01. I Want It All (4:03)
02. Until Our Kingdom Falls (3:03)
03. Father To A Son (4:12)
04. I Believe In You (4:11)
05. Cuts Like A Knife (4:10)
06. As Time Is Passing (5:13)
07. Love Is All (4:49)
08. Your Time Is Now (4:44)
09. Action! (4:07)
10. Bring Back The Night (5:14)
11. Vampire's Call (3:57)
12. Into The Quiet Night (4:24)
13. Don't Tell Me (4:49)
Band Website: www.poodles.se
Medium: CD
Spieldauer: 56:50 Minuten
VÖ: 15.04.2011

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

07.04.2015 Devil In The Details(7.0/10) von Stormrider

17.11.2010 No Quartervon Elvis

19.04.2011 Performocracy(10.0/10) von Elvis

19.06.2013 Tour de Force(8.0/10) von Elvis

Interviews

24.01.2011 von Elvis

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!