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Monster Magnet - Dopes to Infinity
Review von Souleraser vom 17.01.2004 (2948 mal gelesen)
Monster Magnet - Dopes to Infinity Neben Kyuss gibt es eine weitere Band, die den Stonerrock groß gemacht hat.
MONSTER MAGNET ist der Name und psychedelische Klänge sind das Markenzeichen der Kapelle um den charismatischen Fronter Dave Wyndorff.

Das 1995 „Dopes to Infinity“ stellt in jeder Hinsicht einen Fortschritt gegenüber den älteren Alben dar. Nicht nur, dass Wyndorff einige seiner besten Songs für dieses Album geschrieben hat, auch die Band selbst präsentiert sich spielfreudiger und agiler als bis dahin.
Das Album selbst gibt noch den psychedelischen und Stoner-Klängen den Vorzug gegenüber hartem, schnellem Rock, auch wenn die Hybriden dieser beiden (MM-)Extreme schon deutlich machen, dass Wyndorff auch härtere Gefilde erobern möchte.
Der Opener und Titeltrack etwa ist ein solcher Hybrid, dessen Schwerpunkt noch im psychedelischen Bereich liegt, während das anschließende 'Negasonic Teenage Warhead' schon eher in Richtung Rock ausschlägt und dabei echtes Ohrwurmpotenital mitbringt.
Beinahe melancholisch und mit einem eindeutigen Bekenntnis hin zum Psychedelic-Sound kommt dagegen 'Look to your orb for the warning' daher.
Zum ersten Mal cleane Vocals sind das Markenzeichen von 'All friends and Kingdom Come'. Ansonsten versprüht der Song jede Menge „bewusstseinserweiternde“ Atmosphäre. Sehr 70er-like.
'Ego, The living Planet' dagegen ist ein erstaunlich heavy stampfender Rockkracher, der beinahe schon bösartig daherkommt und insbesondere aufgrund der oftmals kreischigen Vocals an bestimmte Marilyn Manson-Songs erinnert.
Das anschließende 'Blow 'em off' ist deutlich ruhiger und relaxter. Der Song baut im wesentlichen auf Wyndorffs Stimme auf, um die herum eine Gitarrenmelodie gewoben wird, die beizeiten von Streichern umrahmt wird. Einer der stärksten Songs des Albums.
Bei 'Third Alternative' fühle ich mich stark an diverse Experimente des legendären Jimi Hendrix erinnert. Der gesamte Track erweckt den Eindruck, als wäre da tatsächlich Dope im Spiel gewesen. Sehr abgespaced und schrill, aber nicht uninteressant.
'I control, I fly' kommt sehr Alternative-Rock-mäßig daher. Zu Beginn gingen meine Gedanken in Richtung Therapy?. Sehr flott, sehr rockig, ungewöhnliche Nummer für MONSTER MAGNET.
Einer meiner Lieblingssongs des Albums ist 'King of Mars'. Die Stimmung, die gesamte Atmosphäre des Songs zieht einen einfach in ihren Bann. Das Stück ist sehr eingängig und sehr spritzig und stellt damit ein wenig einen Gegensatz zu einigen eher chilligen Stücken des Albums dar.
Wieder sehr 70er-mäßig wird es bei 'Dead Christmas', Eine angenehm vor sich hinplätschernde Rock-Pop-Nummer mit ordentlich eingängigem Refrain.
'Theme from Masterburner', ein reines Instrumentalstück, ist einfach nur cool. Bei diesem Stück stell ich mir ein Cabrio auf einem Highway irgendwo in den USA vor, die Sonne brennt vom Himmel und der Fahrtwind zersaust einem die Haare.
'Vertigo' ist dafür dann noch mal die volle Dröhnung bzw. der Soundtrack dazu. Vielleicht findet mancher die scheinbar wahllose Ansammlung von Geräuschen und Gezirpe in der Mitte des Songs in dem Zustand unterhaltsam.
Ich werde mit dem Song jedenfalls kaum warm.


Ein gutes Album, das schon zeigte, wohin MONSTER MAGNET mit „Powertrip“ und „God says No“ wollen würden. Für Fans ein Pflichtkauf, wer auf gut gemachten, mal entspannten, mal schnelleren Rock steht, der sollte mindestens ein Ohr riskieren.

Bleeding Songs: Negasonic Teenage Warhead, Blow 'Em Off, King of Mars, Theme from Masterburner

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
1.Dopes To Infinity
2.Negasonic Teenage Warhead
3.Look To Your Orb For The Warning
4.All Friends and Kingdom Come
5.Ego, The Living Planet
6.Blow 'em Off
7.Third Alternative
8.I Control, I Fly
9.King Of Mars
10.Dead Christmas
11.Theme from Masterburner
12.Vertigo
Band Website: www.monstermagnet.net/
Medium: CD
Spieldauer: 67:58 Minuten
VÖ: 06.02.1995

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Monster Magnet
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Liveberichte

09.06.2017 Dortmund (FZW) von RJ

Band website
www.monstermagnet.net/
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