Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2018
A Sinister Purpose 2018

Hell Over Hammaburg 2018

RockHard Festival 2018

RockHarz Festival 2018

Chthonic - Relentless Recurrence

Review von Opa Steve vom 02.07.2007 (3254 mal gelesen)
Chthonic - Relentless Recurrence Ja meine Fresse, was ein edles Bonbon! An diesem Aufwand können sich westliche Labels mal 'ne Scheibe abschneiden. Das neue Output der taiwanesischen Black Metaller ist schon beeindruckend, bevor man den Silberling überhaupt aufgelegt hat. Das aufwendige Digipack bietet nicht nur künstlerisch gelungene Optik auf stabilem Material, sondern neben dem Textbooklet in englischer Übersetzung auch noch pro Song ein Foto auf Hartkarton und aufgedrucktem taiwanesischem Originaltext, und einen Schriftstreifen auf Pergament. Schindet mächtig Eindruck.

Die Musik klingt erst einmal gar nicht so asiatisch. Um genauer zu werden: CHTHONIC sind eine verblüffend gute Kopie von CRADLE OF FILTH und setzen deren Stil fort, der irgendwo zwischen "Midian" und "Dusk And Her Embrace" einzusiedeln ist. Es gibt die ruhigen Atmo-Stücke und bisschen Horrorfilm-Atmosphäre ('Obituary Tuning'), keyboardlastige schwermütige Parts ('Grievance, Acheron Poem'), böse Raserei, und morbid-kranke Female-Vocals. Sänger "Freddy" (wer's glaubt...) keift nicht ganz so nervig wie Dani, aber doch im gleichen Stil, und beherrscht ebenso die Kontraste zwischem tiefem Geknurre und kreischendem Sopran.

Einige werden jetzt zu Recht anfügen, dass sich COF selbst schon totgelaufen haben, und eine Kopie sicherlich nicht interessanter wird. Ich sage: doch, wird sie! Asiaten kopierten schon unsere Fotoapparate und Fernseher. Und was kam dabei raus? Schnell waren sie einen Tick ambitionierter und damit besser. Und CHTHONIC klingen so gut, dass sie tatsächlich eine Daseinsberechtigung haben. Auch wenn sie sehr klassisch europäisch klingen, bleibt diese immerwährende feine Note von Esprit, die sie ausstrahlen. Da wären die gelungene Dynamik der Emotionen, zarte Streicher, düstere Epen, oder rabiate Wutausbrüche wie 'Revert To Mortal Territory'. Und ganz rudimentär kommt trotz aller westlichen Anlehnung immer noch so ein kleiner exotischer Funken durch, da sie neben den üblichen Instrumenten die traditionelle 2-saitige chinesische Violine einsetzen, deren gleitende Töne jeder von uns aus dem China-Restaurant kennen sollte.

Das einzige Manko dieser Scheibe ist der recht zahme Sound, dem es ein bisschen an Bass fehlt, und der den Keyboards einen zu hohen Stellenwert einräumt. Ansonsten schieben die Jungs und Mädels ein absolut einfallsreiches Album auf den Markt, der sie vielleicht vom Status des Geheimtipp befreien könnte. Wenn sie diesen Stil jetzt auch noch selbst erfunden hätten, hätten sie die Welt im Sturm erobert.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01 Nemesis
02 Onset Of Tragedy
03 Obituary Tuning
04 Grievance, Acheron Poem
05 Revert To Mortal Territory
06 Funest Demon Born
07 Vengeance Arise
08 Slaughter In Tri-Territory
09 Grab The Soul Of Hell
10 Relentless Recurrence
Band Website: www.chthonic.org
Medium: CD
Spieldauer: 56:49 Minuten
VÖ: 01.07.2007

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

02.07.2007 A Decade On The Throne(7.5/10) von Opa Steve

11.10.2018 Battlefields Of Asura(8.5/10) von Lestat

15.06.2013 Bú-Tik(9.0/10) von Lestat

31.08.2009 Mirror Of Retribution(9.0/10) von Lestat

02.07.2007 Relentless Recurrence(8.0/10) von Opa Steve

22.07.2011 Takasago Army(9.0/10) von Lestat

Interviews

11.11.2009 von Lestat

15.08.2011 von Lestat

31.12.2011 von Opa Steve

02.08.2013 von Lestat

Liveberichte

13.12.2012 Köln (Essigfabrik) von Opa Steve

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!