Letzte Reviews





Festival Previews
Rockharz Festival 2017

Wacken Open Air 2017

Summer Breeze 2017

Festival Reviews 2017
Hell Over Hammaburg 2017

ROCK HARD Festival 2017

Delight - Breaking Ground
Review von Opa Steve vom 18.01.2007 (1891 mal gelesen)
Delight - Breaking Ground Die Polen DELIGHT waren hierzulande immer ein Geheimtipp. Es gab kaum Presse in Deutschland, und es war auch nicht gerade einfach, an die CDs heranzukommen. Besonders ihr Frühwerk "Eternity" bot aber feinsten und ehrlichen Gothic-Metal. Und der etwas modernere Weg, den sie auf "Anew" eingeschlagen haben, öffnete ihnen auch den Weg zu einem breit gefächerten Publikum, was auch so langsam die großen bemusterten Magazine hierzulande feststellten.

Mit dem Roadrunner-Deal scheint ihnen nun der europäische Markt offenzustehen. Fans der ersten Stunde, denen "Anew" schon zu modern klang, werden allerdings enttäuscht feststellen, dass sie diesen Weg nun auf dem Album "Breaking Ground" konsequent weitergehen. Ein gutes Drittel der Songs sind "Anew"-Titel, die nochmal neu produziert wurden, und die neuen Werke haben die Gothic-Pfade nun fast außer Sichtweise hinter sich gelassen. Kein Wunder, hat doch niemand anderes als Rhys Fulber den Silberling erfolgssicher eingetütet, so dass sich der Schritt auch lohnen wird. Und ich bin mir sicher, dass sie das Zeug zum großen Ding haben. Die Songs klingen insgesamt fetter, die elektronischen Instrumente sind z.B. beim "alten" Opener "Divided" besser ausgefeilt, ohne dominant zu wirken. 'Sleep With The Light On' bietet MTV-verträglichen Groove und ist wohl eindeutig auf ein "Not-Metal"-Publikum und jüngere Käufer zugeschnitten. DELIGHT also auf dem Weg in den Kommerz? Ja, das darf man nicht verschweigen. Reinrassige Doublebass-Passagen, die man auf dem Erstling noch zu hören bekam, fehlen hier genauso, wie allzu düstere Experimente. Und wenn man es schafft, die Vergangenheit auszublenden, bleiben immer noch tolle moderne Metal/Rock-Werke mit großem Gespür für griffige Hooklines, positive Vibes ('Every Time'), und Breitenwirkung. Und damit müssen sie sich keineswegs hinter großen Acts wie z.B. DIE HAPPY oder den verstorbenen GUANO APES ('All Alone') verstecken. Und auch eine grandiose Ballade wie 'Fire' klingt nun so, wie sie klingen muss.

Fazit: DELIGHT sind tot. Es leben DELIGHT. Bunter, vielfältiger, und immer noch sehr schön anzuhören. Und dass sie mit Paula Maslanka eine fantastische Sängerin in ihren Reihen haben, die auf dem Debüt schon zu Recht mit der frühen Anneke Van Giersbergen verglichen wurde, muss man Kennern nicht nochmal extra sagen. Anzukreiden wäre dieser CD lediglich der große Anteil bereits bekannter Titel, und ein etwas zu großer Pop-Einfluss bei der Gesangsgestaltung. Ansonsten ist das Ding tadellos gelungen, und man wird von dieser Band in Zukunft noch einiges hören! Hoffen wir nur, dass sie im Big-Player-Business mit ihrer ehrlichen und sympathischen Attitüde nicht untergehen.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01 Divided
02 Sleep With The Light On
03 In Too Deep
04 Reasons
05 Fire
06 Every Time
07 Emotune
08 More
09 Juliet
10 All Alone
11 Your Name
12 Bare Tree
Band Website: www.delight.art.pl
Medium: CD
Spieldauer: 43:32 Minuten
VÖ: 19.01.2007

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Delight
Reviews

18.01.2007 Breaking Ground(8.0/10) von Opa Steve

Band website
www.delight.art.pl
Album des Augenblicks
Volltextsuche
Heute veröffentlicht
Thoughts Of Ionesco - Skar Cymbals

Schaut mal!