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AFI - December Underground

Review von Odin vom 24.09.2006 (2361 mal gelesen)
AFI - December Underground Lange hat es gedauert, dabei habe ich die Platte am Anfang recht flott und häufig gehört. Das ist aber auch schon einer ihrer Nachteile: Eingängig, anheimelnd vom Start weg, zu nebensächlich irgendwie.

Zwar gibt es auch ein paar Kanten, die nicht so recht gefallen wollen, aber zur Berieselung nebenbei taugt "December Underground" durchaus. AFI's Output passt ganz gut zu den Bunnies auf dem Cover - poppig bis kindisch, mit versuchter Agression und Power. Manchmal blitzt auch ein gutes Händchen für nette Songs auf, für mich wird das aber zu oft von unschönen Stil-Eigenheiten kaputtgemacht. Denn mit Metal haben wir es natürlich nicht wirklich zu tun.

Nach einem romantisch-süßen Vorspiel geht 'Kill Caustic' erstmal gut zur Sache. Diese Sache ist allerdings hauptsächlich pseudo-agressives Geschrei zwischen poppig-klebrigen Melodien. Erst der dritte Titel, die Erfolgssingle 'Miss Murder' weiß mit nettem Punk-/Poprock zu gefallen. Das Riff passt ebenso wie Melodie und Chorus - aber die Bridge liebäugelt dann wieder mit den pubertären Agressionen. Bin ich etwa schon zu reif für diese Musik (die primäre Zielgruppe dürfte im mittleren Bravo-Leser-Alter liegen) oder lag dieser Eindruck an der gereizten Stimmung?

Leider geht's wieder bergab mit 'Summer Shudder', das super poppig rüberkommt und mich irgendwie an Ami-Jugend-Filme im Themendunstkreis von Springbreak denken läßt. Weiter geht es mit einem zunächst einlullenden Track, der zum Ende hin mit seiner billigen Orgel an eine Las Vegas Hochzeit erinnert. Bevor es mal wieder ein Plus gibt, treffen wir dann noch eine 08/15 Chart-Single-Melodie für Gitarre & Synthie. Mit 'Affliction' gibt es dann tatsächlich einen kleinen Höhepunkt. Hier passen die Shouts ins Bild, lassen mich positiv an CHILDREN OF BODOM denken (jaja, ganz entfernt) und das flotte Lick genießen. Weg vom trüb-melancholischen Nu Dark Whatever hin zu rockiger Gangart (wenn auch das Ende etwas befremdlich erscheint). Ein erneuter Pluspunkt mit viel Abwechslung läßt wieder zwei Titel auf sich warten. Rundherum schwank die Platte ansonsten zwischen belanglosen "Ooooohhh-oooohhh-ohhhh"- und "uuuuhhhh-UUUuhhhh-uuh!"-Nummern, meist unpassendem Geschrei und ein paar Atmo-Parts mit Spoken Words und Filmschnipseln. Insgesamt aber gefallen die beiden letzten Drittel noch besser als der stark meinungsbildende Anfang.

In der Abrechnung haben wir also einiges an Soll und ein bisschen Haben, was "December Underground" für mich zum nicht sonderlich erwähnenswerten Mittelfeld macht. Aber wer auf den wohl am pubertären Zeitgeist orientierten Stil mag, sollte auf jeden Fall mal reinhören. Irgendwie muss der Erfolg von AFI ja zu erklären sein...

Bleeding Songs: 'Miss Murder', 'Affliction', 'The Killing Lights', 'Rabbits Are Roadkill on Rt. 37 (Bonus)'

Gesamtwertung: 5.5 Punkte
blood blood blood blood blood dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
1. Prelude 12/21
2. Kill Caustic
3. Miss Murder
4. Summer Shudder
5. Interview
6. Love Like Winter
7. Affliction
8. Missing Frame
9. Kiss and Control
10. Killing Lights
11. 37mm
12. Endlessly, She Said
Band Website: www.afireinside.net
Medium: CD
Spieldauer: 48:55 Minuten
VÖ: 05.05.2006

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