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Rotten Sound - Consume To Contaminate

Review von Opa Steve vom 23.08.2006 (2401 mal gelesen)
Rotten Sound - Consume To Contaminate Die finnische Abrissbirne ist zurück und walzt mit einem kurzen Intermezzo von 15 Minuten mal lockere 8 Songs durch die heimische Bude. Schon beim Opener 'Decay' fällt eins besonders auf: ROTTEN SOUND sind noch eine Spur brachialer geworden! Was schier unglaublich klingt, wenn man ihre alten Werke im Hinterkopf hat, erklärt sich durch den neuen Drummer Sami, welcher den ausgeschiedenen Familienvater Kai ersetzt. Während Kais Spezialität die irre präzisen Blasts und mathematischen Kabinettstückchen waren, lehnt sich Sami mit voller Kraft in beinahe chaotische Prügelei, bietet aber auch gleichzeitig sehr groovige Parts. Dies hat das Ergebnis, dass die Songs nicht mehr so klar strukturiert wirken wie mit Kai, aber dafür vor Urgewalt und Aggression nur so strotzen und neue Marker auf der nach oben offenbar immer noch offenen Brachial-Skala setzen.

Ansonsten hat sich nicht viel verändert. Keijo brüllt immer noch unbarmherzig, Gitarre und Bass knarzen, dröhnen, röhren ohne Unterlass, und auch wenn sich ROTTEN SOUND so langsam wirklich dem Krach gefährlich nahe angenähert haben und auch diese Grenze gelegentlich überschreiten ('GDP'), bleiben immer noch immer wieder sehr coole Riffs erkennbar, die sich sogar ins Ohr setzen und teilweise an die HC-Legende DISCHARGE erinnern.

Dass die Band mit Sami quasi einen Neustart fühlen möchte, drückt sich auch in der völlig anderen Covergestaltung aus, die man so von dieser Band nicht gewohnt ist (im ebenfalls hier auf Bleeding veröffentlichten Interview geht Keijo näher auf die Neugestaltung des ROTTEN SOUND Images ein). Das filigrane Cover mit dem künstlerischen Motiv lässt kaum vermuten, dass sich dahinter eine der brutalsten Kapellen dieses Planeten verbirgt. Und nicht nur optisch, sondern auch musikalisch verwundern die Jungs mehr als einmal. Mit 'CTC' hat sich ein Instrumentalstück auf die Scheibe verirrt, welches in Zeitlupe beinahe bombastisches Pathos mit Streichern bietet, bevor der übelste Hass-Batzen 'Flesh' ohne Vorwarnung und Übergang euren Verstand und eure Speaker ins Jenseits befördert.

Alteingesessene ROTTEN SOUND Fans werden Anfangs die mathematische Präzision von Kai vermissen, aber Samis völlig außer Kontrolle geratenden Knüppelausbrüche vermischen sich mit den gewohnten Killer-Riffs zu einem gleißenden Energieball, der sogar noch in den Midtempo-Parts mehr Intensität hat, als die meisten Grindcore-Bands selbst im übelsten Geprügel erzeugen können. Nach einigen Kennenlern-Runden entpuppt sich diese Scheibe dann doch noch als unglaublich intensives Werk mit einer für diese Stilrichtung richtungsweisenden Produktionsqualität.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01 Decay
02 Loss
03 Crime
04 GDP
05 CTC
06 Flesh
07 Fear
08 Time
Band Website: www.rottensound.com
Medium: EP
Spieldauer: 15:15 Minuten
VÖ: 25.08.2006

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