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Livebericht Mantar (mit Deathrite )
Ein Livebericht von Eddieson aus Bielefeld (Forum) - 30.03.2017 (3244 mal gelesen)
Konzerte in Bielefeld sind leider viel zu selten und gute Konzerte kann man fast an einer Hand abzählen. Wenn ich da mal Kollege Opa Steve zitieren darf: "Wer verirrt sich denn nach Bielefeld?" Ja, diese Frage ist durchaus berechtigt. Leider viel zu wenige. Hier und da mal ein paar DIY-Konzerte oder lokale Bands, aber größere und bekanntere Bands umschiffen gerne die Stadt, die es nicht gibt. Ich glaube das letzte wirklich große Metal-Konzert müsste dieses hier gewesen sein.

Nun ja, jetzt ist es also mal wieder soweit und mit MANTAR und DEATHRITE hat man ein gutes Package auf Tour geschickt, zu dem sich im späteren Verlauf auch noch DESERTED FEAR dazugesellen werden. Der Flyer verrät, dass Beginn 20:30 Uhr sein soll, da ich es zeitlich eh nicht eher schaffe, schlage ich also um kurz von halb neun auf dem Parkplatz des Bielefelder Forums auf und erlebe dort schon gleich die erste Überraschung. Bin ich doch davon ausgegangen, dass heute vielleicht 100 bis 120 Leute kommen und das Konzert im kleinen Teil des Forums stattfindet, ist allein der Parkplatz schon gut gefüllt und auch drinnen sieht es nicht anders aus, und somit findet die Show heute auch auf der großen Bühne statt.

Zwei Bands an einem Donnerstagabend ist super. Im Nachhinein hat mir der Veranstalter gesagt, das sie überlegt hatten, noch eine dritte Band zu buchen, sich dann aber dagegen entschieden haben, was angesichts dessen, dass es ein Wochentag ist, eine gute Wahl war. Mal kurz auf das Merch geschaut. T-Shirt Preise von 15€, Longsleeve 25€, LPs 15€ sind durchaus human und kundenfreundlich, doch leider viel zu selten geworden.
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Mit etwas Verspätung starten DEATHRITE um 21 Uhr. Die Band aus Dresden hat leider heute keinen guten Sound erwischt, und so zieht dieser sich etwas breiig und mit zu viel Bass durch das komplette Set. Musikalisch kann man aber bei dem, was DEATHRITE hier veranstalten aber nicht meckern. Gingen sie zu Gründungszeiten noch mehr in Richtung Grindcore, haben sich die vier Jungs mittlerweile mehr zum Death Metal orientiert und klingen sehr nach frühen ENTOMBED mit einer etwas crustigen Schlagseite. Wie für Bielefeld typisch bildet sich vor der Bühne erst mal eine große Leere und dann kommen die ersten Gäste, die mit verschränkten Armen, aber kopfnickend das Geschehen auf der Bühne beobachten. Gute Resonanzen nach den Songs gibt es trotzdem. Sichtlichen Spaß haben DEATHRITE aber schon, das merkt man und so gibt es zum Abschluss noch zwei neue Songs von der aktuellen "Where Evil Arise"-Single.
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Das Duo MANTAR erlebt ja einen momentanen Höhenflug und darauf, dass an einem Donnerstagabend in Bielefeld ca. 300 Leute den Weg in das Forum gefunden haben, kann man sich schon etwas einbilden. Den Blick zueinander gerichtet bauen Hanno und Erinc ihre Geräte am vorderen Rand der Bühne auf, im Hintergrund entzünden sie Kerzen und wenige Minuten später starten sie auch schon mit 'The Stoning'. Auch die Wahl-Hamburger haben heute keinen besonders guten Sound erwischt. Der Gesang ist zu leise und auch die Gitarre etwas zu breiig. Hanno wird im Verlauf des Konzertes vom Publikum noch darauf hingewiesen, dass der Gesang zu leise ist und es wird dann umgehend korrigiert. MANATAR sind bekannt dafür, relativ wenig mit dem Publikum zu kommunizieren, sie konzentrieren sich lieber auf die Musik, deswegen sind die Leute ja auch gekommen und so geht es mit 'Praise The Plague' und 'Into The Golden Abyss' weiter. Die beiden verausgaben sich schon ziemlich auf der Bühne, auch wenn da natürlich auch etwas mehr gehen würde, aber man darf auch nicht vergessen, dass MANTAR erst am Anfang ihrer Tour stehen und sie sich somit die Kräfte noch etwas einteilen müssen, dennoch schmeißt sich Gitarrist Hanno über die Bühne und auf den Boden und Schlagzeuger Erinc ist schon nach dem zweiten Song völlig durchgeschwitzt.
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Man mag es kaum glauben, aber das Bielefelder Publikum ist mittlerweile sogar etwas aufgetaut. Nein, kein Stagediven oder Crowdsurfen, aber immerhin finden sich nicht wenige Leute direkt an der Bühne wieder, machen Singalong und jubeln zwischen den Songs (was für Bielefelder nicht unbedingt selbstverständlich ist). Ich habe mich etwas weiter nach hinten verdrückt und von dort fällt die Sicht auf die Bühne doch wesentlich schwerer, denn der übermäßige Gebrauch der Nebelmaschine erschwert dieses schon ordentlich. Zeitweise ist Hanno für mehrere Minuten komplett im Nebel verschwunden, was im Nachhinein für etwas Unmut im Publikum sorgt. Doch nachdem mit 'Era Borealis', 'Sundowning' und 'White Nights' die letzten drei Songs gespielt wurden kann, man in viele zufriedene Gesichter blicken. Auch wenn einige im Publikum noch eine Zugabe erwarten, ist für mich klar, dass hier und heute MANTAR die Bühne nicht wieder betreten werden.
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Es war ein schöner Donnerstagabend. Wenn auch musikalisch recht kurz, zwei Bands mit einer gesamten Spielzeit von vielleicht 100 Minuten ist halt nicht viel, aber auch irgendwie angebracht für ein Konzert unter der Woche. Ich höre viele kritische Stimmen, aber auch viele positive Rückmeldungen. Für mich persönlich haben MANTAR ein großartiges Konzert gespielt. Danke!
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